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Wirtschaftsdialog Russland im Kloster UND

14 April, 2011
Gruppenfoto Wirtschaftsdialog Russland (c) Thule Jug

Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik versammelten sich am gestrigen Abend in der Kremser Veranstaltungs-Location Kloster UND, um sich unter dem Titel „Wirtschaft im Dialog“ dem Wachstumsmarkt Russland zu widmen. Mit diesem Kick-Off starten ecoplus International, die Wirtschaftskammer Niederösterreich und die Industriellenvereinigung Niederösterreich die Russland - Exportoffensive 2011+,  um für niederösterreichische Unternehmen die Tür nach Russland zu öffnen.

(14. April 2011) – „Aus Umfragen wissen wir, dass Russland zu den Wunschmärkten vieler niederösterreichischer Unternehmer zählt. Er wurde als der Topmarkt genannt“, bestätigte Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav bereits in ihren Eröffnungsworten das enorme Interesse für die Veranstaltung „Wirtschaft im Dialog – Russland“.

LR Dr. Bohuslav begrüßte daraufhin unter den zahlreich erschienenen Gästen u.a. den Botschafter der Russischen Föderation in Österreich Sergej Netschajev sowie als Hauptreferenten den Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisen Bank International Dr. Herbert Stepic. Dieser setzte sich mit der Frage „Russland – eine Standortbestimmung“ auseinander. Bühnen-Interviews mit Wirtschaftskammerpräsidentin KommR Sonja Zwazl und Dipl.-Ing. Johann Marihart (Präsident der Industriellenvereinigung) eröffneten den Abend mit Russland-Schwerpunkt.

„Gerade Maschinen, Anlagen und Fahrzeugtechnik aus Niederösterreich sind auch in Russland sehr gefragt. Im Bereich Umwelttechnik sind niederösterreichische Unternehmen Weltspitze, und Russland fragt neue Technologien stark nach! Unsere Leitbetriebe können aber auch in der Lebensmittelzubereitung, der Möbelerzeugung und im Baubereich verstärkt punkten, unabhängig davon ob es sich um Großbetriebe oder mittlere bis kleine Unternehmen handelt“, stellte Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl den niederösterreichischen Wirtschaftstreibenden ein hervorragendes Zeugnis und gute Zukunftsaussichten am russischen Markt aus.

„Das weltweite Außenwirtschafts-Netzwerk der Wirtschaftskammerorganisation unterstützt die heimischen Betriebe auf allen Exportmärkten.“ „Russland ist mit Sicherheit ein großer, aber eben kein einfacher Markt“, betonte der Präsident der Niederösterreichischen Industriellenvereinigung Dipl.-Ing. Johann Marihart. In seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Agrana Beteiligungs-AG berichtete er über seine Erfahrungen mit russischen Geschäftspartnern und der Notwendigkeit, dass Industriebetriebe als Pioniere auf neuen Märkten auch als „Türöffner“ für andere Unternehmer fungieren können. Er stellte fest: „Die Globalisierung als auch die EU-Osterweiterung haben wesentlich dazu beigetragen, dass auch niederösterreichische Unternehmen im internationalen Wettbewerb verstärkt mitwirken. Dabei ist es strategisch enorm wichtig, kontinuierlich neue Märkte zu erschließen, um nicht nur von einigen wenigen abhängig zu sein.“

„Der Export gilt als eine der wichtigsten Säulen unserer Wirtschaftsstrategie. Die Erschließung neuer Märkte wird allerdings nur im Zusammenspiel der Institutionen, der Unternehmen und der Politik gewinnbringend funktionieren. Und dafür ist auch dieser Dialog gedacht: dass man sich miteinander austauscht, alle wichtigen Player mit an Bord holt, die Kräfte bündelt und Synergien erzeugt“, so LR Dr. Bohuslav in ihrem abschließenden Statement.

Im Anschluss daran fanden ein Diskussionsforum und Networking statt. Ziel dieses von ecoplus International, Industriellenvereinigung NÖ und Wirtschaftskammer NÖ initiierten Dialogs ist es, die Exportraten der niederösterreichischen Unternehmen zu erhöhen. Ein besonderer Fokus der wirtschaftsstrategischen Bestrebungen des laufenden Jahres richtet sich dabei auf die Erschließung neuer Märkte wie Russland, da dieser Investitionsstandort zugleich einen enormen Absatzmarkt für niederösterreichische Betriebe bietet. Dass hier durchaus Aufholbedarf besteht, bekräftigt die Exportstatistik: nur rund 1,7 Prozent der niederösterreichischen Exporte mit einem Warenwert von etwa 261 Millionen Euro gehen nach Russland (zum Vergleich: Deutschland 27,6 Prozent, Italien 7 Prozent, Tschechien 6 Prozent oder Ungarn 4,8 Prozent). Damit liegt Russland nur an 15. Stelle dieser Statistik.

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Bildunterschrift:

(c) Thule Jug
Personen v.l.n.r.: KommR Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich; DI Johann Marihart, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich; Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav; S.E. Sergej Netschajev, Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Österreich

Fotos der Veranstaltung (c: Thule Jug)


 

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Pressetext Wirtschaft im Dialog Russlanddoc.png408 KB
Pressefoto Wirtschaftsdialog Russland (c) Thule Jugjpg.png968.74 KB