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Wir fördern die regionale Entwicklung und unterstützen die regionale Wirtschaft im Auftrag des Landes Niederösterreich. Wir sind da.

Demografie-Portal für Wirtschaft und Tourismus

Kinder und ältere Personen (c) Fotolia
Tag cloud Demografie (c) Fotolia
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Neue Demografie-Facts - Status 04/2016

 
Fragen des Demografischen Wandels sind in den letzten Jahren zunehmend ins Bewusstsein der Menschen gerückt, sie gehen in die wirtschaftspolitische Tagesdiskussion ein und erfordern intensive Bearbeitung im Zuge konkreter Projekte und Umsetzungsmaßnahmen.
 

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Demografie-Leitfaden für die touristische Praxis (.pdf)

Der vorliegende Leitfaden will die Aufmerksamkeit auf das Thema demografischer Wandel im Tourismus lenken und auch auf konkrete betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten
hinweisen.

Sie finden hier zahlreiche Anregungen, Best-Practice-Beispiele und konkrete Tipps, wie Sie Ihren Betrieb den sich verändernden Anforderungen anpassen können – und das oft
mit einfachen Mitteln, wie die vielen Praxisbeispiele zeigen.

  

1,6 Mio.

Aktuelle Demografie-Zahl

…Zahl der in Österreich lebenden Personen, die der Generation Y zugeschrieben werden.

Unter der Zielgruppe der Generation Y werden im Wesentlichen Personen der Geburten-jahrgänge 1985 bis 1999 verstanden. Die Zielgruppe ist mit dem Internet bzw. Smartphone groß geworden, achtet auf gesunde Ernährung, ist neuen Erfahrungen gegenüber offen, legt Wert auf Bodenständigkeit, Regionalität, gesunde Ernährung, Umwelt & Natur sowie auf eine ausgewogene Verteilung von Berufs- und Privatleben.
Die Tatsache, dass über zwei Drittel der niederösterreichischen Gäste aus Österreich kommen, unterstreicht die Bedeutung dieser Zielgruppe für den heimischen Tourismus.


--> 3. Demografie Fachtagung „Demografischer Wandel - Vielfalt als Chance" am 25.11.2015 im Kloster Und/Krems
(Nachlese)

Niederösterreichs Regionen sind sehr unterschiedlich von zukünftigen Wanderungstendenzen oder der geänderten Altersverteilung in der Bevölkerung betroffen und so verwundert es auch nicht, dass zuletzt vielfältige Ansätze entstanden sind, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Themen wie Fachkräfteausbildung, Wohnen im Alter, Betriebsnachfolge im Tourismus oder Barrierefreiheit voranzutreiben.
Einige dieser Ansätze wurden mit Hilfe von ecoplus gefördert oder initiiert. Als Wirtschaftsagentur und Regionalförderstelle des Landes möchten wir diese Initiativen in den nächsten Jahren verstärken und Im Netzwerk mit externen Fachinstitutionen und Partnerorganisationen des Landes wie Fachabteilungen, Tourismusdestinationen oder LEADER-Regionen maßgeschneiderte Unterstützungsangebote zur Verfügung stellen.
Neben Einzelprojektförderungen sind die Vermittlung von Beratungs-, Coaching- oder Schulungsmaßnahmen sowie der verstärkte Austausch von Know How und best-practice-Beispielen geplant, deren Erfahrungen möglichst vielen Menschen zugute kommen sollen. So vielfältig die Fragestellungen des demografischen Wandels sind, so breit gefächert sollen die Herangehensweisen und die Antworten sein.
 

Neu: Schlechte Zeiten für Sparer sites/default/files/vid-logo-web_1.jpg

Wie beeinflusst die Altersstruktur einer Bevölkerung die Zinssätze?

Analyse von dem Demografie-Experten DI Dr. Thomas Fent (Vienna Institute for Demography/ÖAW):

Angesichts der Alterung unserer Gesellschaft werden die zweite und dritte Säule des Pensionssystems in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Da diese beiden Säulen im Gegensatz zum staatlichen Pensionssystem nicht auf dem Umlageverfahren sondern auf dem Kapitaldeckungsverfahren basieren, sind sie von positiven Zinssätzen abhängig. Die Erhaltung unseres Wohlstands steht und fällt in einer alternden Gesellschaft mit real positiven Zinssätzen. Leider erfüllen die Finanzmärkte diese Wünsche im Moment nicht....
 
>> Zum vollständigen Artikel von Herrn Dr. Fent (.pdf)

  

Neu: Aktuelles Interview mit Ing. Alfred Luger,
Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich (BHW)
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Das BHW-NÖ beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Barrierefreiheit
und Demografischer Wandel.
Welche Unterstützung können Sie konkret anbieten?
 
Luger: Wir, das Projektteam in der BHW GmbH, beschäftigen uns seit 2003 mit der Vielfalt der Barrieren im Alltag und können so auf reichlich Erfahrung zurückgreifen und zu zahlreichen ExpertInnen vernetzen. Wir sind eine zertifizierte Erwachsenenbildung und unser Schwerpunkt liegt in der Sensibilisierung und Schulung. Wir kommen in die Gemeinden und Institutionen und begeben uns gemeinsam mit Verantwortlichen, BürgerInnen mit und ohne Beeinträchtigungen auf die Reise, um Barrieren als solche zu erkennen und gemeinsam erste Maßnahmen zur Beseitigung dieser zu entwickeln.


Wer sind dabei ihre wichtigsten Kunden, Interessenten und Partner?

Luger: Das BHW ist eine gemeindenahe Organisation und wir waren in über 70 Gemeinden in Niederösterreich. Es gibt nicht wirklich viele Bereiche, die vom demografische Wandel unberührt bleiben bzw. ohne Auswirkungen. Alle Betriebe, die mit Menschen zu tun haben, werden bei einer Analyse der InteressentInnengruppe Maßnahmen zur Verbesserung finden. Zu unseren Veranstaltungen kommen daher auch Personen aus allen Bereichen.
 
 
Was ist aus ihrer Sicht der 1. Schritt zur Umsetzung?

Luger: In der Vergangenheit sind unbewusst Fehler passiert. Es liegt jetzt an unserer Gesellschaft uns selbst das Leben zu erleichtern und uns dabei die Selbstbestimmtheit möglichst lange zu erhalten. Das Thema Barrierefreiheit spielt dabei eine große Rolle. Wir sehen als erstes den Rollstuhl und wenn die Rampe einmal ausgeführt ist, sind wir barrierefrei und das Thema wird abgehakt und gilt als erledigt. FALSCH!! Das Thema Barrierefreiheit ist ein Prozess und wird uns ein Leben lang begleiten – 100% ist eigentlich nicht möglich, aber eine größtmögliche Annäherung. Es gibt gute Richtlinien wie die ÖNORMEN B1600 ff die vor allem bauliche Maßnahmen gut abdecken. Als wesentlichen ersten Schritt sehe ich die Bewusstseinsbildung und Schulungen an denen kein Weg vorbei führt -  Barrieren im Kopf abbauen.
 
 
Können sie uns einige konkrete Beispiele für gelungene Umsetzungsmaßnahmen nennen?

Luger: Es gibt einzelne Unternehmen, die entsprechend investive Maßnahmen gesetzt haben und sich heute über Umsatzsteigerungen und mehr Kundenzufriedenheit erfreuen. Der Tourismus verändert sich mit den inklusiven Reisegruppen sprich von Schulklassen mit Kindern mit Behinderung bis zu den Seniorenreisen, die weiter an Bedeutung gewinnen werden.
Oft sind es kleine Maßnahmen wo durch Umorganisation sehr viel erreicht wurde. z.B. Büros ausgetauscht, das Bürgerservice ins Erdgeschoss. Oft genügt es Leitsysteme zu überarbeiten und hier auf Schriftart, Schriftgröße und Kontraste zu achten. Ein Punkt der leider oft vernachlässigt wird: Menschen mit Beeinträchtigung, Familien und ältere Personen sind auf Informationen angewiesen - Beschreibung in den Websites wie es um die Zugänglichkeit und Benutzbarkeit vor Ort aussieht. Gutes Beispiel dafür ist der Archäologische Park Carnuntum.
 

Demografischer Wandel bedeutet für mich.....

sites/default/files/thomas-fent-c-allianz-elementar-versicherungsag_1.jpg DI Dr. Thomas Fent
Demografie Institut, ÖAW

"... die Reaktion der Bevölkerung auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends.
Jede ökonomische Transformation - von der Agrargesellschaft über die Industriegesellschaft und Dienstleistungsgesellschaft zur Informationsgesellschaft -
bewirkt und bedingt gesell-schaftliche Veränderungen.
Diese Transformationen beeinflussen auch unser demografisches Verhalten. Deshalb verstehe ich den demografischen Wandel als
Abbild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche."

 

sites/default/files/bgm.anton-gonaus-c-foto-duerr_4.jpgBgm. Ök.-Rat Anton Gonaus
LEADER-Region Mostviertel Mitte

".. steigende Lebenserwartung, zurückgehende Geburtenzahlen und die Folgen der unter-schiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in unseren Regionen bewirken eine Veränderung der Bevölkerungs-struktur, aus der völlig verschiedene Problemstellungen entstehen.
Über diese Entwicklungen Bescheid zu wissen, und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, halte ich für eine ganz wichtige kommunale Aufgabe.
Mit dem Demografie-Check haben wir einen ersten Schritt gesetzt."

 

sites/default/files/bs_2007_web.jpgMag. Bernhard Schröder
Donau-NÖ Tourismus GmbH

"....eine Veränderung unserer Gästestruktur.  Damit verbunden werden wir in Zukunft auch vor der Herausforderung geänderter Gästebedürfnisse stehen. Hier geht es insbesondere auch um die Entwicklung einer lückenlosen Dienstleistungskette. 
Dies betrifft sowohl die Entwicklung neuer Produkte als auch die Wahl entsprechender Kommunikations- und Vertriebswege, die Weiterentwicklung eigener Medien und schlussendlich die Entwicklung der Leistungen vor Ort."

 

 

 

sites/default/files/arnold-oberacher-web.jpgMag. Arnold Oberacher
GF con.os tourismus.consulting gmbh

"...im Hinblick auf den Tourismus eine riesige Chance und Handlungsbedarf zugleich.
Nur wer sich mit diesem Thema aktiv und interessiert auseinandersetzt, wird die Chancen dahinter erkennen
und als unternehmerischen Wettbewerbsvorteil nutzen können. Verantwortungsvolle Unternehmer lassen so einen Trend daher nicht einfach „passieren" sondern „nutzen ihn aktiv"!

 

sites/default/files/klaus_thien-zvgweb_0.jpgMag. Klaus Thien
GF oieb - Österreichisches Institut für Erwachsenenbildung 

" ... dass sich die Zusammen-setzung der Bevölkerung wesentlich verändert. Unser Anspruch muss sein, den demografischen Wandel planerisch zu gestalten, die materiellen und geistigen Voraussetzungen für weiterhin hohe Lebensqualität zu schaffen - Stichwort „Aktives Altern".

 

 

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>> Zu den Demografie-Checks in den LEADER-Regionen in Niederösterreich


>> Literatur-Tipps

>> weiterführende Links zum Thema Demografie

>> Kontakt   

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