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Wir fördern die regionale Entwicklung und unterstützen die regionale Wirtschaft im Auftrag des Landes Niederösterreich. Wir sind da.

Demografie-Portal für Wirtschaft und Tourismus

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Neue Demografie-Facts - Status 10/2016


Fragen des Demografischen Wandels sind in den letzten Jahren zunehmend ins Bewusstsein der Menschen gerückt, sie gehen in die wirtschaftspolitische Tagesdiskussion ein und erfordern intensive Bearbeitung im Zuge konkreter Projekte und Umsetzungsmaßnahmen.

 

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Demografie-Fachtagung am 09. November 2016 in der Therme Laa

Digital - Sozial - Multioptional: Arbeits- und Freizeitwelten im demografischen Wandel

Der demografische Wandel bringt langfristig Veränderungen im Arbeits- und Freizeitverhalten unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen mit sich.
Ziel von ecoplus ist es, als Informationsdrehscheibe Netzwerke mit externen Institutionen und Partnern zu bilden, um Betrieben, Gemeinden, Tourismusdestinationen und Regionen unterschiedliche Unterstützungsangebote zur Verfügung stellen.

 

Aktuelle Zahl:

610.000

Familien in Ehegemeinschaften, die 2015 mit zumindest einem Kind unter 18 Jahren lebten.

Laut Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung lebten 2015 in Österreich insgesamt 890.000 Familien mit zumindest einem Kind unter 18 Jahren, darunter 610.000 Ehepaare und 143.000 Lebensgemeinschaften sowie rund 126.000 Mütter und 11.000 Väter in Ein-Eltern Familien. Betrachtet man zukünftige Entwicklungen, so ist der Anteil der Ehegemeinschaften bzw. „klassischen Familien" allerdings im Sinken begriffen. In Zukunft werden die Anteile der Lebensgemeinschaften mit Kindern, Patchworkfamilien und Alleinerzieher steigen. (Quelle: Statistik Austria).

 

Niederösterreichs Regionen sind sehr unterschiedlich von zukünftigen Wanderungstendenzen oder der geänderten Altersverteilung in der Bevölkerung betroffen und so verwundert es auch nicht, dass zuletzt vielfältige Ansätze entstanden sind, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Themen wie Fachkräfteausbildung, Wohnen im Alter, Betriebsnachfolge im Tourismus oder Barrierefreiheit voranzutreiben.
Einige dieser Ansätze wurden mit Hilfe von ecoplus gefördert oder initiiert. Als Wirtschaftsagentur und Regionalförderstelle des Landes möchten wir diese Initiativen in den nächsten Jahren verstärken und im Netzwerk mit externen Fachinstitutionen und Partnerorganisationen des Landes wie Fachabteilungen, Tourismusdestinationen oder LEADER-Regionen maßgeschneiderte Unterstützungsangebote zur Verfügung stellen.
Neben Einzelprojektförderungen sind die Vermittlung von Beratungs-, Coaching- oder Schulungsmaßnahmen sowie der verstärkte Austausch von Know How und best-practice-Beispielen geplant, deren Erfahrungen möglichst vielen Menschen zugute kommen sollen. So vielfältig die Fragestellungen des demografischen Wandels sind, so breit gefächert sollen die Herangehensweisen und die Antworten sein.
 

 

Neu: Generation Y - vom Echo zum Kontrapunkt  sites/default/files/vid-logo-web_1.jpg

Analyse von dem Demografie-Experten DI Dr. Thomas Fent
(Vienna Institute for Demography/ÖAW):

Generation Y, damit sind die heute etwa 15 bis 30-jährigen gemeint. Medien, Politik und Wirtschaft schenken  dieser Gruppe viel Aufmerksamkeit und sie verdient diese auch. Die Generation Y durchläuft aktuell die ereignisreiche Lebensphase, in der Abschluss der Ausbildung, Berufseintritt, Familiengründung und Haushaltsgründung zusammenfallen, die deshalb auch die rush-hour des Lebens genannt wird.

Was aber unterscheidet die Generation Y von früheren Generationen und was weckt das besondere Interesse an dieser Generation?

Die Vertreter der Generation Y sind die Kinder der Babyboomer, die in den 1950er und 1960er Jahren geboren sind. Da ihre Elterngeneration besonders zahlreich ist, ist auch die Generation Y sehr groß. Sie wird daher auch Echo-Boomer-Generation genannt. Tatsächlich war die Gruppe der 15 bis 29-Jährigen seit den Babyboomern nie so groß wie jetzt und wird auch in naher Zukunft nie mehr so groß sein. Deshalb ist diese Gruppe der jungen Erwachsenen bzw. ins Erwachsenenalter Eintretenden schon allein wegen ihrer Anzahl beachtenswert.

Da die Generation Y nun als junge Erwachsene zunehmend in das Erwerbsleben eintritt und über ihr eigenes Einkommen verfügt, stellt sie ein bedeutendes Marktsegment für Personalmanager, Werbetreibende und auch für politische Parteien dar.
Deshalb ist es für alle diese Bereiche von Bedeutung wie die Generation Y denkt, was sie antreibt und wofür sie sich begeistern kann. Abgesehen von ihrer Größe hat die Generation Y nur wenig mit den Babyboomern gemeinsam. Diversität ist für die Generation Y sowohl in Bezug auf Ethnien als auch in Bezug auf Lebens- und Familienformen selbstverständlicher als für frühere Generationen....

 

>> Zum vollständigen Artikel von Herrn Dr. Fent (.pdf)

 


Neu: Aktuelles Interview mit Mag. (FH) Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer der Destination Waldviertel GmbH

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Welche Gästegruppen sind derzeit bzw. in Zukunft für die Destination Waldviertel charakteristisch?
 
Schwarzinger: Je nach Motiv und touristischem Angebot unterscheiden sich auch die Zielgruppen. Die Basiszielgruppe des Waldviertels ist charakterisiert durch ein Alter von über 40 Jahren und Reisen mit dem Partner oder im Familienverbund. Den Sinus Millieus zugeordnet sprechen wir im Wesentlichen von den Established Postmaterialists und der Zielgruppe Lower Modern Segment. Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung gehen wir davon aus, dass für das Waldviertel u.a. die Zielgruppen „Ältere Menschen", „Generation Y" und „Menschen mit Handicap" an Relevanz gewinnen werden.

In den zukünftigen Angeboten der Destination Waldviertel wird das Thema Demografischer Wandel einen höheren Stellenwert als bisher einnehmen. Aus welchen Überlegungen heraus?

Schwarzinger: Ganz einfach, wir müssen für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein. Der demografische Wandel bringt neue Herausforderungen aber vor allem auch neue Chancen mit sich. Wir sind überzeugt, dass das Waldviertel mit seinem touristischem Angebot Antworten und Lösungsansätze auf viele Gästebedürfnisse der Zukunft liefern kann.

Die Destination Waldviertel hat kürzlich ein sog. „Demografie-Screening" durchgeführt. Was waren die wichtigsten Erkenntnisse daraus?

Schwarzinger: Die Ergebnisse haben uns vor allem Klarheit gebracht, in welchen Bereichen wir bereits gut auf die durch den demografischen Wandel entstehenden Herausforderungen vorbereitet sind und in welchen Bereichen wir noch Handlungsbedarf haben. Dadurch war eine Priorisierung der noch umzusetzenden Maßnahmen überhaupt erst möglich. Wir haben speziell die Zielgruppen „Ältere Menschen", „Generation Y" und „Menschen mit Handicap" genauer unter die Lupe genommen.

Gibt es diesbezüglich schon konkrete Umsetzungsideen? Wen sehen Sie dabei als wichtigen Partner in Ihrer Region?

Schwarzinger: Ja, diese betreffen teils unsere tägliche Marketingarbeit, teils die Kooperation mit unseren Partnerbetrieben in der Region und zu einem Teil die Angebots- und Produktentwicklung. Beispielsweise planen wir, gemeinsam mit unseren Gesundheitsbetrieben, die Leistungen für die Zielgruppe „Menschen mit Handicap" näher zu beleuchten, um Potentiale zu eruieren und besser auf deren Bedürfnisse eingehen zu können. Natürlich sind unsere touristischen Betriebe die entscheidenden Partner und deren Engagement zugleich Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Umsetzung, denn in den Betrieben wird auf die Bedürfnisse des Gastes eingegangen und dort kann sich der Gast von der Qualität der Leistung überzeugen.


Aktuelle Publikation: Regionen mit Bevölkerungsrückgang: Experten-Impulspapier zu regional- und raumordnungspolitischen Entwicklungs- und Anpassungsstrategien

sites/default/files/oesterreich_bevoelkerungsrueckgang.pngEine Studie im Auftrag des Bundeskanzleramtes widmet sich aktuellen Entwicklungen rund um den Bevölkerungsrückgang in österreichischen Regionen. Ein Team aus Rosinak & Partner, Bundesanstalt für Bergbauernfragen und ÖAR Regionalberatung analysierte dazu die Faktenlage demographischer Entwicklungen und erarbeitete Fragestellungen, Hypothesen und Lösungsansätze, die in Folge regionsspezifisch aufgegriffen und vertieft werden können.

Damit bildet die vorliegende Studie eine wichtige Grundlage für die Arbeit einer neuen Umsetzungspartnerschaft zum Österreichischen Raumentwicklungskonzept 2011 (ÖREK 2011) zum Thema „Strategien für Regionen mit Bevölkerungsrückgang".

>>Link zur Studie

 

Demografischer Wandel bedeutet für mich.....

sites/default/files/thomas-fent-c-allianz-elementar-versicherungsag_1.jpg DI Dr. Thomas Fent
Demografie Institut, ÖAW

"...die Reaktion der Bevölkerung auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends.
Jede ökonomische Transformation - von der Agrargesellschaft über die Industriegesellschaft und Dienstleistungsgesellschaft zur Informationsgesellschaft -
bewirkt und bedingt gesell-schaftliche Veränderungen.
Diese Transformationen beeinflussen auch unser demografisches Verhalten. Deshalb verstehe ich den demografischen Wandel als
Abbild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche."

 

sites/default/files/bgm.anton-gonaus-c-foto-duerr_4.jpgBgm. Ök.-Rat Anton Gonaus
LEADER-Region Mostviertel Mitte

"...steigende Lebenserwartung, zurückgehende Geburtenzahlen und die Folgen der unter-schiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in unseren Regionen bewirken eine Veränderung der Bevölkerungs-struktur, aus der völlig verschiedene Problemstellungen entstehen.
Über diese Entwicklungen Bescheid zu wissen, und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, halte ich für eine ganz wichtige kommunale Aufgabe.
Mit dem Demografie-Check haben wir einen ersten Schritt gesetzt."

 

sites/default/files/bs_2007_web.jpgMag. Bernhard Schröder
Donau-NÖ Tourismus GmbH

"...eine Veränderung unserer Gästestruktur.  Damit verbunden werden wir in Zukunft auch vor der Herausforderung geänderter Gästebedürfnisse stehen. Hier geht es insbesondere auch um die Entwicklung einer lückenlosen Dienstleistungskette. 
Dies betrifft sowohl die Entwicklung neuer Produkte als auch die Wahl entsprechender Kommunikations- und Vertriebswege, die Weiterentwicklung eigener Medien und schlussendlich die Entwicklung der Leistungen vor Ort."

 

 

 

sites/default/files/arnold-oberacher-web.jpgMag. Arnold Oberacher
GF con.os tourismus.consulting gmbh

"...im Hinblick auf den Tourismus eine riesige Chance und Handlungsbedarf zugleich.
Nur wer sich mit diesem Thema aktiv und interessiert auseinandersetzt, wird die Chancen dahinter erkennen
und als unternehmerischen Wettbewerbsvorteil nutzen können. Verantwortungsvolle Unternehmer lassen so einen Trend daher nicht einfach „passieren" sondern „nutzen ihn aktiv"!

 

sites/default/files/klaus_thien-zvgweb_0.jpgMag. Klaus Thien
GF oieb - Österreichisches Institut für Erwachsenenbildung 

" ...dass sich die Zusammen-setzung der Bevölkerung wesentlich verändert. Unser Anspruch muss sein, den demografischen Wandel planerisch zu gestalten, die materiellen und geistigen Voraussetzungen für weiterhin hohe Lebensqualität zu schaffen - Stichwort „Aktives Altern".

 

 

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>> Zu den Demografie-Checks in den LEADER-Regionen in Niederösterreich


>> Literatur-Tipps

>> weiterführende Links zum Thema Demografie

>> Kontakt   

 

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