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Agrar- und Umweltbiotechnologie

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AIT - Austrian Institute of Technology
Seit April 2011 ist mit Eröffnung des neuen Universitäts- und Forschungszentrum auch das AIT mit dem Department Health&Environment am Standort vertreten.
Das AIT HEALTH & ENVIRONMENT Department verfolgt den Ansatz, vom Leben und von der Natur zu lernen und deren Vielfalt und Komplexität zu verstehen. Das Wissen, das dadurch in den Bereichen Gesundheit und Umwelt generiert wird, wird zur Entwicklung neuer Technologien und Verfahren eingesetzt, die von Industriepartnern in Produkte und Dienstleistungen umgesetzt und vermarktet werden. Am neuen Standort Campus Tulln Technopol des Health & Environment Departments entwickeln mehr als 70 ForscherInnen neue Umwelt- und Biotechnologien. Ziel der einzelnen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der natürlichen Ressourcen zu leisten.
 
Christian Doppler Labor für Analytik allergener Lebensmittelkontaminanten
Allergene Proteine sind ein Beispiel für natürlich vor­kommende Stoffe, die von Allergikern vermieden wer­den müssen (im Anhang IIIa der EU-Direktive 2003/89/EC sind Allergene, die auf Lebensmittelverpackungen aufgelistet werden müssen, angeführt). Für sichere Lebensmittel ist eine schnelle Identifikation dieser Inhaltsstoffe schon während deren Produktion von größter Wichtigkeit. Um qualitative und semi-quanti­tative Schnelltests basierend auf immunoanalytischen Methoden zu entwickeln, wurden für das CD-Labor vorerst Milch, Ei, Erdnuss und Nüsse ausgewählt: Aller­gene und Markerproteine werden gezielt hergestellt und charakterisiert sowie Antikörper produziert. In Folge sollen immunochromatographische Testkits den schnellen Nachweis ermöglichen.
Christian Doppler Labor für Mykotoxin-Metabolismus
Schimmelpilze stellen sowohl für Nahrungs-, als auch Futtermittel ein großes Problem dar. Ziel des sieben­jährigen Forschungsprojektes ist es, die Verstoffwechs­lung von Mykotoxinen in pflanzlichen, tierischen und mikrobiellen Organismen zu studieren. Besonderes Augenmerk wird auf die Bildung von konjugierten und gebundenen Mykotoxinen nach Infektion von Nutz­pflanzen wie Mais oder Weizen gerichtet. Diese „mas­kierten“ Mykotoxine sind weitgehend unerforscht, können aber zur Gesamtbelastung von Nahrung und Futter mit Mykotoxinen beitragen. Das Labor wird in Kooperation mit Unternehmen betrieben. Neben dem österreichischen Futtermittelzusatzstoff-Produzenten BIOMIN ist auch Nestlé, der weltgrößte Lebensmittel­konzern, Firmenpartner im Christian Doppler-Labor für Mykotoxin-Metabolismus.
Christian Doppler Labor für Moderne Cellulosechemie und -analytik
Cellulose ist der massenmäßig häufigste, nachwach­sende, polymere Rohstoff. Zusätzlich zur klassischen Cellulosechemie, die inhaltlich vor allem mit den indus­triellen Prozessen der Zellstofferzeugung und -bleiche sowie der Papier- und Faserherstellung verknüpft ist, ist die moderne Celluloseforschung auf ein „wei­terreichendes Verständnis und hochentwickelte An­wendungen dieses wichtigen nachwachsenden Roh­stoffes” (2nd International Cellulose-Board) gerichtet. Dies schließt folgende wissenschaftliche Themen ein, die auch Kernfragen des Christian Doppler Labors für moderne Cellulosechemie und -analytik darstellen:
  • Charakterisierung der Cellulosen auf molekularer Ebene über klassische Summenparameter hinaus
  • weitreichendes Verständnis von Quellungs- und Lösevorgängen auf molekularer Basis
  • hochfunktionalisierte Celluloseprodukte, die die vorteilhaften Eigenschaften des Polymers mit denen spezieller Reagenzien vereinen
  • besseres Verständnis von Celluloseabbau und -al­terung, im Hinblick auf Zellstoff-, Papier- und
    Fa­serqualitäten und als Grundlage zur Erhaltung wertvoller historischer cellulosischer Produkte und kultureller Objekte.
 
Fachhochschule Wiener Neustadt - Standort Tulln
Neben mathematischen, physikalischen und statistischen Grundlagen werden auch Management-Grundkenntnisse vermittelt. Das Bachelorstudium dauert sechs Semester und schließt mit dem „Bachelor of Science“ ab. Das 6. Semester ist dabei für ein Berufspraktikum reserviert. Das anschließende Masterstudium dauert vier Semester und schließt mit dem „Master of Science“ ab. Hier ist das 4. Semester für die Masterarbeit vorgesehen. Die Abschlusssemester können zur Gänze in Unternehmen verbracht werden.
Die FH Experten und Labors stehen Ihnen aber auch für Forschungskooperationen und für die Entwicklung analytischer Methoden zur Verfügung. 
 
Landwirtschaftliche Fachschule Tulln
Für die theoretische und praktische Ausbildung sowie für das Versuchswesen hat die Landwirtschaftliche Fachschule Tulln folgende Lehrbetriebseinrichtungen und Lehrwerkstätten:
  • Fest-und Flüssigbrennstoffversuchsheizhaus
  • Pelletier- und Brikettierlabor
  • Pflanzenölherstellungslabor
  • Demonstrations- und Übungsräume für erneuerbare Energieanlagen
  • Maschinen und Geräte für die Land- und Kommunaltechnik
Riviera
mit Tradition in die Zukunft - Die Firma Riviera wurde 1923 gegründet und befindet sich bis heute im Familienbesitz. Bereits die 3. Generation beschäftigt sich nun mit der Erzeugung hochwertiger Naturkosmetika und Parapharmazeutika. Die Basis der Rezepturen bilden pflanzliche Auszüge sowie Rohstoffe natürlichen Ursprungs, die zu flüssigen und pastösen Naturprodukten weiterverarbeitet werden. Das Unternehmen ist international bekannt für die Markenprodukte Original Schwedenbitter und Holzhacker Franzbranntwein.
 

SCIOTEC Diagnostic Technologies GmbH
Sciotec bietet die in Österreich entwickelten und in diesem Bereich einzigartigen Produkte weltweit an. Diverse Patente zeugen vom Know-how des Unternehmens, das zum Vorteil ihrer Kunden eingesetzt wird.
Kontinuierliche Weiterentwicklung ist das Asset von Sciotec für seine Kunden und Kooperationspartner. Fundiertes Wissen um die biochemischen Grundlagen in Verbindung mit optimaler Marktkenntnis sind die Bestandteile einer nachhaltigen Kundenbeziehung. Das Team von Sciotec arbeitet engagiert für Ihr Wohlbefinden und für zukunftsweisende Erkenntnisse im Bereich Ernährung. Sciotec versorgt Labors mit innovativen Diagnostika und das Gesundheitswesen mit hochwertigen Lösungen für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wirkungsvolle Kosmetika runden das Portfolio ab.

 
Universität für Bodenkultur Wien - Standort Tulln
Die Universität für Bodenkultur Wien betreibt am Standort Tulln ein eigenes Department (Interuniversitäres Department für Agrarbiotechnologie, IFA-Tulln) und Institute bzw. Arbeitsgruppen von sechs weiteren Departments (Department für Materialwissenschaften und Prozesstechnik, Department für Chemie, Department für Nachhaltige Agrarsysteme, Department für Wald- und Bodenwissenschaften, Department für Angewandte Pflanzenwissenschaften und Pflanzenbiotechnologie, sowie das Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie).
Drei Christian Doppler Labors zu den Themen Analytik allergener Lebensmittelkontaminanten, moderne Cellulosechemie und -analytik sowie Mykotoxin-Metabolismus und das K1-Kompetenzzentrum Wood K plus des COMET Förderprogramms sind am BOKU Standort Tulln angesiedelt.

Seit April 2011 ist die Universität für Bodenkultur am Standort Tulln in zwei Gebäuden vertreten. Das Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) wurde von mehreren Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen Departments der BOKU gemeinsam mit AIT als wissenschaftlichem Kooperationspartner besiedelt.
Das zweigeschossige Forschungszentrum wurde mit ca. 15.000 m² Nutzfläche in Passivhausbauweise errichtet. ForscherInnengruppen der BOKU, die sich mit den Forschungsschwerpunkten erneuerbare Ressourcen, Bioressourcen und biobasierte Technologien befassen, besiedelten das neue UFT östlich des IFA. Die Nähe zur Fachhochschule, zum Department IFA-Tulln und zum TZT ermöglicht Synergien und interdisziplinären Austausch. Der Schwerpunkt wird auf der Forschung liegen, die modernen Laboratorien sollen jedoch auch für Übungen besonders für Master und PhD Lehrgänge genutzt werden. 2011 starten ca. 350 ForscherInnen im UFT, angestrebt sind bis zu 450 Arbeitsplätze bei einem Vollausbau.
 
Universität für Bodenkultur Wien - Standort Tulln
Interuniversitäres Department für Agrarbiotechnologie
Die Aufgabe des Departments besteht in der interdisziplinären Forschung im Bereich der Agrar- und Umweltbiotechnologie. Die Forschungsbereiche reichen von der Molekularbiologie bis zur Umwelt-verfahrenstechnik, der Entwicklung von Biopolymeren und innovativer Analyseverfahren bis zu neuen, innovativen Methoden für die Pflanzen- und Tierzüchtung. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt in der Neuentwicklung der chemischen Analytik für den Lebensmittel- und Trinkwasserbereich.
Das Department ist in sechs Institute gegliedert: Institut für Biotechnologie in der Pflanzenproduktion, Institut für Naturstofftechnik, Analytikzentrum, Institut für Umweltbiotechnologie, Institut für Biotechnologie in der Tierproduktion sowie das Institut für Tierernährung, tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie.

TZT - Technologiezentrum Tulln
Das Technologiezentrum ist eine Spezialimmobilie mit ca. 3.500 m² Labor und Bürofläche für forschungs- und technologieorientierte Unternehmen sowie Institutionen speziell im Bereich der Agrar-und Umweltbiotechnologie. Die Investitionen hierfür beliefen sich auf rund € 4,5 Mio. Im Zuge der 2. Ausbaustufe (weitere € 7,5 Mio.) wurde ein zweites Gebäude in der selben Größe inklusive einer Verbindungsbrücke im ersten und 2. Geschoss errichtet. Die feierliche Eröffnung fand am 16. November 2009 statt.
 
Zuckerforschung Tulln Ges.m.b.H., Tulln
Die Zuckerforschung nimmt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Agrana-Gruppe wahr und setzt folgende Schwerpunkte:
  • Biotechnologie (mikrobiologische Qualitätskontrolle)
  • Stärketechnologie (Entwicklung von speziellen Kohlenhydraten)
  • Zuckertechnologie Technologiezentrum