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Niederösterreich intensiviert Beziehungen zu Polen: Großes Potenzial in den Bereichen Bau, Energie und Umwelttechnik
Rund 60 niederösterreichische Unternehmen sind mit eigenen Niederlassungen derzeit in Polen vertreten, hunderte Firmen verfügen über regelmäßige Wirtschaftskontakte in Polen. Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav nutzte im Rahmen einer Delegationsreise mit heimischen Unternehmen nach Krakau und Warschau die Gelegenheit, um diese Geschäftskontakte weiter zu intensivieren und neue Kontakte zu knüpfen.
(01. Juli 2011) – Polen liegt unter den Top 7 Exportmärkten Niederösterreichs. Das Exportvolumen im Jahr 2009 lag bei rund 535 Millionen Euro. Mit dem im Jahr 2005 gegründeten ecoplus International Büro in Warschau steht den niederösterreichischen Klein- und Mittelbetrieben ein direkter Ansprechpartner zur Verfügung. „Rund 150 niederösterreichische Unternehmen, die sich für Polen interessierten, haben sich in den letzten drei Jahren an ecoplus International gewandt und Dienstleistungen in Anspruch genommen”, betont Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Im Rahmen der Delegationsreise mit Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav nach Krakau und Warschau, die ecoplus International in enger Abstimmung mit dem österreichischen Konsulat und der Botschaft organisierte, wurden die Kontakte zwischen Niederösterreich und Polen ausgebaut.
Die NÖ-Delegation mit Vertretern aus der Wirtschaft (Bene AG, Biogest Energie- und Wassertechnik GmbH, Doka GmbH, HT&T Hygienic Testing, IuT Innovation und Technik AG, KWI Consultants GmbH, Murexin AG, Polytechnik Luft- und Feuerungstechnik GmbH) nutzte in Krakau bei einem Besuch des Technologieparks sowie bei einem Business Dialog in Warschau die Gelegenheit, wichtige Kontakte mit den vor Ort ansässigen Betrieben zu knüpfen und mögliche Kooperationen auszuloten. Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav traf außerdem den Vize-Marschall von Kleinpolen, Stanislav Sorys. In Warschau wurde die niederösterreichische Wirtschaftsdelegation von Staatssekretär Maciej Kaliski, zuständig für Energiefragen empfangen.
Beim anschließenden Business Dialog „Nachhaltiges Bauen & Energieeffizienz“ in Warschau unterstrich Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav die guten Beziehungen zu Polen und zeigte die Möglichkeiten von erfolgreichen Kooperationen im Umweltbereich auf: „Niederösterreich zählt zu den führenden Technologie- und Innovationsregionen in Europa. Gerade Energie- und Umwelttechnologien werden immer mehr zu einem Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Das beweisen auch die Ziele der Umwelt- und Energiepolitik Niederösterreichs: Bis 2020 sollen 50 Prozent des gesamten Energiebedarfs in Niederösterreich aus Erneuerbaren Energien gewonnen werden. Zusätzlich sollen damit 20.000 neue ,Green Jobs’ geschaffen werden“
Auch Polen hat ein Klima- und Energiepaket bis zum Jahr 2020 geschnürt: 20 % Reduktion der Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990, 30 % Senkung des Energieverbrauchs, 15 % Anteil der erneuerbaren Energie am gesamten Energieverbrauch.
„Wenn innovative Umwelt-Unternehmen aus Polen und Niederösterreich erfolgreich zusammenarbeiten, profitieren beide Regionen sowohl wirtschaftlich als auch umwelttechnisch. Gerade für unsere niederösterreichischen Betriebe, die sich im Umwelttechnik-Bereich international einen hervorragenden Ruf erarbeitet haben, ergeben sich in Polen große Chancen, um den Export voranzutreiben. Die Bedeutung von Green Technologies und der Wille und Wunsch zur intensiven Zusammenarbeit zwischen Polen und Niederösterreich wurde uns bei den Arbeitsgesprächen bestätigt. Erfolgreiche Kooperationen über die Landesgrenzen hinweg und eine Steigerung der Exportrate sichern auch Arbeitsplätze in Niederösterreich“, so LR Dr. Bohuslav.
Pro Milliarde Exportumsatz niederösterreichischer Unternehmen werden 8.000 Arbeitsplätze gesichert. Allein im Jahr 2009 entspricht das bei 15,2 Milliarden Euro Exportumsatz 121.600 Arbeitsplätzen. Auch das Wirtschaftswachstum ist stark exportabhängig. Für das Jahr 2011 wird in Niederösterreich mit einem Wirtschaftswachstum von deutlich über 2 Prozent gerechnet.
„Die Fokussierung Niederösterreichs in den letzten Jahren auf die süd- und südosteuropäischen (CEE) Märkte war eine richtige Entscheidung. Rund 22% der niederösterreichischen Exporte entfallen auf die 6 CEE-Märkte Bulgarien, Polen, Slowakei, Rumänien, Tschechien, Ungarn. Das hat einen enormen Wachstumsschub ausgelöst, der auch von Experten bestätigt wurde. Der Wachstumsvorsprung durch den Erweiterungseffekt lässt sich für den Zeitraum 2001 bis 2009 mit durchschnittlichen +1,25 Prozentpunkten pro Jahr beziffern“, erklärt Dr. Bohuslav.
Neue Märkte im Fokus
Für die niederösterreichische Exportwirtschaft gilt es nun das Erreichte in den CEE-Märkten abzusichern bzw. die weiterhin bestehenden enormen Exportpotenziale zu nutzen. „Gerade Länder wie Polen haben einen enormen Nachholbedarf im Bereich Umwelttechnologie und erneuerbare Energie und bieten noch viel Marktpotenzial für die heimische Wirtschaft. Jedoch ist es wichtig, in Zukunft auch verstärkt die Absatzmöglichkeiten neuer Märkte mit hohem Wachstums potenzial zu nutzen“, erklärt LR Dr. Bohuslav.
Im Rahmen einer von ecoplus International durchgeführten Grob-Marktselektion wurden unter anderem nachfolgende Märkte als besonders interessant evaluiert: Brasilien, China, Türkei, Russland, Vereinigte Arabische Emirate und Indien. Nach eingehender Analyse hat sich Russland als Topmarkt herauskristallisiert. Dieser wird nun im Schulterschluss mit niederösterreichischen Unternehmen bearbeitet und von 12. bis 14. Oktober führt Landesrätin Bohuslav eine Wirtschaftsdelegation nach Moskau und Umgebung an.
„Niederösterreich hat in den letzten Jahren exzellente politische Kontakte zu Moskau und Umgebung geknüpft. Diese wollen wir nun für unsere Exportunternehmen aktiv nutzen und sie dabei unterstützen, auf diesen zukunftsträchtigen Wachstumsmärkten Fuß zu fassen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern”, so LR Bohuslav.
--> Beitrag über "Grüne Energie für Polen" in Niederösterreich heute (5.07.2011,)
Bildunterschrift:
(c) ecoplus
Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav traf im Rahmen der Delegationsreise in Warschau Polens Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Maciej Kaliski.
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