Cluster E-Mobilität - Fahrzeugguide
„e-mobil in niederösterreich“

e-Fahrzeug Guide – Was Sie über Elektrofahrzeuge wissen müssen

Erfahren Sie mehr rund um Kosten, Reichweite und Umweltfragen in Zusammenhang mit Elektromobilität und bereiten Sie sich auf die Rahmenbedingungen für das individuelle Elektrofahrzeug vor.

Zum Laden Ihres e-Fahrzeuges stehen Ihnen zahlreiche Ladestationen für beschleunigtes Laden oder Schnellladen in Niederösterreich zur Verfügung.

Finden Sie aktuelle e-Ladestationen in Ihrer Nähe:


Errichtung von Ladeinfrastruktur zu Hause oder im Betrieb

Im privaten Umfeld ist die Errichtung einer eigenen Ladesäule (Wallbox für zu Hause) empfehlenswert. Für Unternehmen sind von der einfachen Lademöglichkeit für das Fuhrparkfahrzeug bis hin zur Ladelösung für Mitarbeiter, Dienstfahrzeuge oder Besucher verschiedene Szenarien denkbar. Erste Leitlinien für die Auswahl einer geeigneten Ladeinfrastruktur entnehmen Sie dem nachfolgenden Folder.

Im Genehmigungsleitfaden sind alle notwendigen Schritte zur reibungslosen Inbetriebnahme dargestellt.

Die Klarstellung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend besagt, dass der Betrieb von Ladestationen der Gewerbeordnung (GewO) und nicht dem Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz (ElWOG) unterliegt.


Reichweitenangaben von e-Fahrzeugen

Heutige Reichweitenangaben von e-Fahrzeugen liegen zwischen 150 und 250 km. Dabei wird meist die Reichweite nach NEFZ (Testzyklus) angegeben. Die real erreichbaren Distanzen liegen je nach Fahrweise und Energieverbrauch der Nebenverbraucher (Heizung, Klimaanlage etc.) bei ca. 70 % der NEFZ-Angaben.

In der nachfolgenden Übersicht finden Sie in einer der Spalten die jeweilige Reichweitenangaben.

Wie hoch sind die individuellen Kosten für Ihr e-Fahrzeug?
Die Frage nach den Gesamtkosten kann nicht pauschal beantwortet werden. Je nach individueller Anforderung an das Fahrzeug sowie die Gegebenheiten am Wohn- bzw. Arbeitsort weist das Elektrofahrzeug unterschiedliche Eigenschaften auf.

Kostenvergleich e-PKW und konventioneller PKW

Einmalige Kosten e-PKW Diesel PKW
Anschaffungspreis PKW inkl. NoVA € 36.000 € 30.000
Ladestation (Wallbox) € 2.000 € 0
Förderungen für Elektrofahrzeuge in Niederösterreich € -4.000 € 0

 

Laufende Kosten (jährlich)  e-PKW  Diesel PKW
motorbezogene Versicherung € 0 € 500
Kaskoversicherung € 850 € 850
Service/Wartung € 450 € 640
Sommer/Winterreifen € 400 € 400
Vignette € 86 € 86
Energiekosten € 432 € 990
Summe jährliche Kosten € 2.218 € 3.466






Wir empfehlen Ihnen den Vergleich mit Hilfe des folgenden Dokumentes: Abschätzung der Gesamtkosten eines e-PKW im Vergleich zu einem konventionellen PKW (.xls)


Auswirkung der Steuerreform 2016 auf die Elektromobilität in Österreich

Die Steuerreform 2016 bringt im Bereich Elektromobilität für Wirtschaftsbetreibende erhebliche Vorteile. Es sind interessante finanzielle Anreize für den Einsatz von e-Fahrzeugen in Unternehmen geschaffen worden:

Arbeitnehmer

  • Entfall Sachbezug: bis zu € 5.600 pro Jahr

Arbeitgeber

  • Entfall Sachbezug: bis zu € 4.300 pro Jahr
  • Anschaffung von e-Fahrzeugen: bis zu € 6.667 Vorsteuerabzug
  • Geringere Betriebskosten bei e-Fahrzeugen

 

Vorsteuerabzug ab 1. Jänner 2016

Alle Kosten (Ankauf, Leasingraten, laufende Kosten) hinsichtlich neuer und bestehender Autos sind vorsteuerabzugsberechtigt. Bei Fahrzeug-Anschaffung vor 2016 kann die Vorsteuer für die Anschaffung nicht rückwirkend geltend gemacht werden. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater über die konkreten Möglichkeiten. Den Beschluss des Nationalrates können Sie nachlesen.

Weiterführender Link:


Luxustangente
(Angemessenheitsgrenze):

Bei einem Anschaffungspreis von bis zu € 40.000 inkl. MwSt. haben Fahrzeuge 100 % Anspruch auf den Vorsteuerabzug (€ 6.667 = 16,67 %). Zwischen € 40.000 und € 80.000 wird die Abzugsfähigkeit reduziert. Ab € 80.001 entfällt die Vorsteuerabzugsberechtigung.


Sachbezug ab 1. Jänner 2016

  • 0% Sachbezug für PKW mit 0 gCO2/km Ausstoß (reine Elektrofahrzeuge)
  • Erhöhung des Sachbezugs von 1,5 % auf 2 % bei Firmenfahrzeugen mit einem CO2-Ausstoß von mehr
  • als 130 g/km
  • jährliche Reduktion der Emissionsgrenze bis 2020 (118 g/km CO2-Ausstoß)
  • Erhöhung der Sachbezugsobergrenze von € 720 auf € 960 monatlich

Weiterführender Link:

 

Wie wirkt sich Elektromobilität auf unsere Umwelt aus?

Der Klimawandel ist bereits Realität. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat heute schon um rund ein Drittel höhere Werte verglichen mit den höchsten Werte der letzten 500.000 Jahre.

Quelle: Faktencheck Energiewende


Natürliche Temperatur- und CO2-Schwankungen hat es immer schon gegeben – weitgehend parallel zueinander. Seit Beginn der Industrialisierung verändern sich beide Faktoren jedoch in noch nie dagewesener Geschwindigkeit. Treibhausgase haben eine jahrzehntelange Verweildauer in der Atmosphäre. Die Emissionen von heute haben insofern noch Jahre später Auswirkungen auf die globale Temperaturentwicklung. Ein wichtiger Faktor bei allen Prognosen zur Erderwärmung.


Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Niederösterreich


Quelle: NÖ Klima- und Energieprogramm 2020

Die Non-ETS-Emissionen sind in Niederösterreich im Zeitraum von 2005 bis 2011 um 11,5 % auf 12,05 Mt CO2eq6 zurückgegangen. Den größten Anteil an den Non-ETS-Emissionen Niederösterreichs verursachte im Jahr 2011 mit 39 % der Verkehr, wobei dieser auch den Tanktourismus enthält. Die

Anteile von Kleinverbrauchern und Landwirtschaft liegen bei 21 % bzw. 18 %. Die Energieversorgung

verursacht 11 %, gefolgt von der Industrie mit 8 % und den „Sonstigen“ Emissionen mit 3 %, die großteils auf die Abfallwirtschaft zurückzuführen sind.

 

Meilenstein: Klimavertrag von Paris

Das Ziel:

  • Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau, wenn möglich auf 1,5 °C.
  • Reduktion der globalen Netto-Treibhausgasemissionen in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts auf null.

 

EU-Strommix: Anteil erneuerbarer Energie am Elektrizitätssektor 2014 in Prozent

In Niederösterreich wird 100 % der in einem Jahr verbrauchten elektrischen Energie auch in Niederösterreich regenerativ erzeugt.Quelle: EUROSTAT



100 Prozent erneuerbarer Strom für Niederösterreich

„Mit dem Erreichen dieses Zieles kann Niederösterreich seinen Strombedarf aus erneuerbaren Energieträgern erzeugen und ist zu einer Modellregion geworden. Seit 2002 sind in Niederösterreich insgesamt € 2,8 Milliarden in den Ökostromausbau investiert worden“, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und „brainbows"-Geschäftsführerin Monika Langthaler.

Quelle: Energie- & Umweltagentur NÖ


Zukunftshoffnung Strom

Strom ist ein besonders vielseitiger Energieträger und wird in der Mobilität und bei der Erzeugung von Warmwasser in Zukunft eine große Rolle spielen. Ein weiterer Ausbau der Ökostromerzeugung ist notwendig.

 

Die Elektroautorevolution

Im Mobilitätsbereich sind große Hoffnungen mit dem Energieträger Strom verbunden: Elektroautos, die mit erneuerbarer Energie fahren, werden den motorisierten Individualverkehr revolutionieren und umweltverträglich gestalten. Ein einziges Windrad reicht aus, um über 3.000 Elektroautos ein Jahr lang zu betreiben – und das ganz ohne das Klima zu belasten!

Quelle: Energie- & Umweltagentur NÖ


Öko-Gesamtbilanz PKW

Der Vergleich der Antriebsarten ist erst nach der Berechnung der gesamten Ökobilanz möglich. Hier werden die Faktoren von der Erzeugung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung bzw. Wiederverwertung eingerechnet.

Quelle: Umweltbundesamt GmbH


Ökobilanz PKW: gesamte Treibhausgas-Emissionen

Der Vergleich zwischen einem e-PKW (BEV) und einem benzingetriebenen PKW zeigt ein deutliches Bild: der benzingetriebene PKW emittiert fünf mal mehr Treibhausgas-Emissionen (THG).

Quelle: Umweltbundesamt GmbH


Ökobilanz PKW: gesamter Energieeinsatz

Auch beim Energieeinsatz ist der Vorteil der Elektromobilität deutlich zu sehen.

Quelle: Umweltbundesamt GmbH