Schwierigkeiten einer seriösen Einschätzung

LVA: Mineralöl-Rückstände in Lebensmitteln

In jüngster Zeit kam es verstärkt zu Medien-Meldungen über Mineralöl-Rückstände in Lebensmitteln. Die dadurch verursachte Verunsicherung bei Konsumenten und Lebensmittelherstellern wird wohl noch längere Zeit nachwirken, da die Problemstellung komplex und mögliche Lösungsstrategien daher anspruchsvoll sind.

Die Definition der Problematik und der damit zusammenhängenden Fragen von Rückstandsanalytik und Grenzwertfestlegung sind Grundlage langjähriger Diskussionen unter Experten der Lebensmittelbranche. Im Zuge der aktuellen Berichterstattung ist vor allem das Interesse von Konsumentenvertretern enorm.

Um das Themenfeld zu beleuchten, über die Problematik aufzuklären und den aktuellen Stand der Wissenschaft mitzuteilen, wurde von der LVA am 1. Dezember 2016 eine halbtägige Informationsveranstaltung organisiert. Ausgewiesene Experten im Gebiet der Rückstandsanalytik und der Food Contact Materials stellten in ihren Vorträgen ihr Wissen über Mineralölkohlenwasserstoffe in Theorie und Praxis dar.

Frau Foisner als LVA-Expertin für Food Contact Materials führte in das Thema ein. Herr Gude, Leiter des Schweizer Prüfinstituts SQTS, stellte detailliert den analytischen Nachweis der Mineralölfraktionen dar. Mineralölverbindungen werden zumeist mit Erdöl assoziiert, allerdings enthalten auch einige Pflanzen von Natur aus gesättigte Kohlenwasserstoffe in Form von Pflanzenwachsen und die sogenannten „weißen Paraffine“, die in der (Haut-)Pflege eingesetzt werden, sind ebenfalls positiv besetzt.

Weitere Informationen:
DI Christine Grabler
LVA Lebensmittelversuchsanstalt
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