Technopol Tulln - Forschung
Annerkannte Spitzenforschung im Bereich der Mykotoxine

Technopol Tulln – Forschung

Mit mehr als 170 Arbeitsplätzen in der Mykotoxinforschung zählt der Technopol Tulln zu den international anerkanntesten Forschungszentren im Bereich Agrar- und Umweltbiotechnologie. Dass Tulln international anerkannte Spitzenforschung betreibt, zeigt sich etwa auch im Zitationsindex – der weltweit meistzitierte Forscher im Bereich der Mykotoxinforschung stammt aus Tulln. Mykotoxine sind Schimmelpilzgifte, deren weitere Erforschung für die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit wesentlich ist.

Der Technopol Tulln schafft mit seinem Standort und seinem vielfältigen Angebot die idealen Voraussetzungen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die natürliche Ressourcen und biobasierte Technologien im Fokus haben. Am Standort findet sich herausragende Forschungsinfrastruktur, die nicht nur in den einzelnen angesiedelten Institutionen vorhanden ist, sondern teilweise auch im Rahmen einer Core Facility bereitgestellt wird. In den Technologieschwerpunkten werden hier neue Forschungsmaßstäbe gesetzt.

Rudolf Krska ist unter den "world`s most influential researchers"

Seit vielen Jahren kooperieren die TU Wien und die BOKU am IFA Tulln, wo seit 1996 Rudolf Krska der Leiter des Analytikzentrums ist.

"An kaum einem anderen Standort, auch international, gelingt die Symbiose von Lehre, Grundlagen- und industrienaher Forschung so beeindruckend wie am Technopol Tulln. Neben der Spitzenlehre an der FH und an der BOKU zählen einige unserer Topforscher in ihren Bereichen zu den weltweit am meisten zitierten Autoren. Bestes Beispiel ist das Gebiet der Schimmelpilzforschung (Mykotoxine), in dem bereits 170 Mitarbeiter am Campus tätig sind und das neben zwei Christian Doppler Labors und mehreren EU-Projekten auch einen vom FWF geförderten Spezialforschungsbereich zum Studium von Pflanze-Pilz-Interaktionen (FUSARIUM) hervorbrachte."
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Krska, Leiter Analytikzentrum des BOKU Departments IFA Tulln
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Forschungsaktivitäten in Zahlen

Forschungseinrichtungen am Technopol Tulln

I) Übersicht über die im TFZ eingemieteten Forschungseinrichtungen (z.B.: acticell, FFoQSI, ERBER AG und deren Tochterfirmen, weitere start-ups)

II) Assoziierte Forschungszentren am Technopol Tulln:

AIT Austrian Institute of Technology
Seit 2011 ist mit Eröffnung des neuen Universitäts- und Forschungszentrums (UFT) auch das AIT mit dem Department Health & Environment am Standort Tulln vertreten. Ziel der Forschungsaktivitäten in Tulln ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen zu leisten und das Wachstum von Nutzpflanzen zu beschleunigen und ihre Widerstandskraft gegen Stress, Trockenheit oder Schädlinge zu steigern. Mit dem Aufbau eines eigenen Genressourcenzentrums und umfangreichen Untersuchungen zu Pflanzen und deren Mikroorganismen ist AIT national wie international ein wichtiger Impulsgeber auf dem Gebiet der DNA-basierten Pflanzenzucht. Mit Hilfe neuartiger Analysen untersuchen AIT-WissenschafterInnen nützliche Mikroorganismen (Endophyten). Basierend auf diesem Wissen können Endophyten das Wachstum von Nutzpflanzen gezielt fördern und zur Bekämpfung von Pathogenen eingesetzt werden.

Universität für Bodenkultur (BOKU)
Die Universität für Bodenkultur Wien betreibt im Rahmen der wissenschaftlichen Initiative "Bioresources and Technologies" (BiRT) am Standort Tulln sowohl Grundlagenforschung als auch praxisorientierte Technologieentwicklung. Seit 2011 ist die Universität für Bodenkultur am Standort Tulln in zwei Gebäuden vertreten. Die Nähe zur Fachhochschule, zum IFA-Tulln und zum TFZ Tulln ermöglichen Synergien und interdisziplinären Austausch. Der Schwerpunkt liegt auf der Forschung (Agrar- und Umweltbiotechnologie, nachhaltige Produktionssysteme, biologische Wirkstoffe, Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, nachwachsende Rohstoffe, Molekularbiologie und Analytik sowie Pflanzenproduktion und Pflanzenzüchtung), die modernen Laboratorien werden jedoch auch für Übungen besonders für Master und PhD Lehrgänge genutzt.

BOKU - Interuniversitäres Department für Agrarbiotechnologie IFA Tulln
Das IFA-Tulln wurde 1994 als unabhängiges Forschungsinstitut für landwirtschaftliche Biotechnologie von der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien gegründet. Seit 2004 ist es als Department der BOKU mit sechs Instituten geführt. Die Forschungsbereiche reichen von der Molekularbiologie bis zur Umweltverfahrenstechnik, der Entwicklung von Biopolymeren und innovativer Analyseverfahren bis zu neuen, innovativen Methoden für die Pflanzen- und Tierzüchtung. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt in der Neuentwicklung der chemischen Analytik für den Lebensmittel- und Trinkwasserbereich.

III) Kompetenzzentren

ACIB - Austrian Center für Industrial Biotechnology
Das internationale COMET K2-Zentrum acib vereint die Vorteile universitärer Dynamik und industrieller Fokussierung. In Tulln befindet sich der Forschungsbereich Polymer- und Umweltbiotechnologie. acib entwickelt mit einem interdisziplinären Team von Biochemikern, Molekularbiologen und Biotechnologen umweltfreundlichere und wirtschaftlichere Verfahren für die biotechnologische, pharmazeutische und chemische Industrie.

Bioenergy2020+ 
BIOENERGY 2020+ GmbH ist ein COMET K1-Zentrum, das 2008 aus dem Zusammenschluss von Austrian Bioenergy Centre und RENET hervorgegangen ist. Unternehmenszweck des Kompetenzzentrums ist die Forschung, Entwicklung und Demonstration im Sektor der energetischen Nutzung von Biomasse.

Wood K plus - Kompetenzzentrum für Holzverbundstoffe und Holzchemie
Der am UFT angesiedelte Forschungsbereich des Zentrums “Massivholz und Holzverbundwerkstoffe” beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit unterschiedlichen holztechnologischen Technologien und Prozessen sowie mit Prüfung von Holz und Holzwerkstoffen sowie anderen lignozellulosischen Rohstoffen. Zu den Kunden zählen neben internationalen Industrieunternehmen auch kleinere und mittelständische Betriebe sowie Organisationen. Mit Kreativität und wissenschaftlichem Know-how werden Firmen von der Ideenfindung, angewandter Forschung über die Entwicklung bis hin zur Umsetzung begleitet.

Christian Doppler Labor für Mykotoxinmetabolismus
Forschungsthema sind giftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen und ihre Bedeutung in Nahrung und Futter. Neben der Bildung dieser Stoffe auf Nutzpflanzen werden ihre Wechselwirkungen mit Mikroorganismen und die Prozesse nach ihrer Aufnahme in den tierischen Organismus untersucht.
Ziel des sieben jährigen Forschungsprojektes ist es, die Verstoffwechslung von Mykotoxinen in pflanzlichen, tierischen und mikrobiellen Organismen zu studieren. Besonderes Augenmerk wird auf die Bildung von konjugierten und gebundenen Mykotoxinen nach Infektion von Nutzpflanzen wie Mais oder Weizen gerichtet. Diese „maskierten“ Mykotoxine sind weitgehend unerforscht, können aber zur Gesamtbelastung von Nahrung und Futter mit Mykotoxinen beitragen. Das Labor wird in Kooperation mit Unternehmen betrieben. So ist z.B. der österreichische Futtermittelzusatzstoff Produzent BIOMIN Firmenpartner im Christian Doppler Labor für Mykotoxin-Metabolismus.