Technopol Tulln - im Labor
Anerkannte Spitzenforschung im Bereich der Mykotoxine

Technopol Tulln – Forschung

Mit mehr als 170 Arbeitsplätzen in der Mykotoxinforschung zählt der Technopol Tulln zu den international anerkanntesten Forschungszentren im Bereich Agrar- und Umweltbiotechnologie. Dass Tulln international anerkannte Spitzenforschung betreibt, zeigt sich etwa auch im Zitationsindex – der weltweit meistzitierte Forscher im Bereich der Mykotoxinforschung stammt aus Tulln. Mykotoxine sind Schimmelpilzgifte, deren weitere Erforschung für die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit wesentlich ist.

Der Technopol Tulln schafft mit seinem Standort und seinem vielfältigen Angebot die idealen Voraussetzungen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die natürliche Ressourcen und biobasierte Technologien im Fokus haben. Am Standort findet sich herausragende Forschungsinfrastruktur, die nicht nur in den einzelnen angesiedelten Institutionen vorhanden ist, sondern teilweise auch im Rahmen einer Core Facility bereitgestellt wird. In den Technologieschwerpunkten werden hier neue Forschungsmaßstäbe gesetzt.

Rudolf Krska ist unter den "world`s most influential researchers"

Portraitfoto Rudolf Krska im Labor
"An kaum einem anderen Standort, auch international, gelingt die Symbiose von Lehre, Grundlagen- und industrienaher Forschung so beeindruckend wie am Technopol Tulln. Neben der Spitzenlehre an der FH und an der BOKU zählen einige unserer Topforscher in ihren Bereichen zu den weltweit am meisten zitierten Autoren. Bestes Beispiel ist das Gebiet der Schimmelpilzforschung (Mykotoxine), in dem bereits 170 Mitarbeiter am Campus tätig sind und das neben zwei Christian Doppler Labors und mehreren EU-Projekten auch einen vom FWF geförderten Spezialforschungsbereich zum Studium von Pflanze-Pilz-Interaktionen (FUSARIUM) hervorbrachte."
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Krska, Stv. Head, Department for Agrobiotechnology IFA-Tulln, University of Natural Resources and Life Sciences, BOKU-Senatsmitglied
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Forschungsaktivitäten in Zahlen

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Forschungseinrichtungen am Technopol Tulln

I) Übersicht über die im TFZ eingemieteten Forschungseinrichtungen (z.B.: acticell, ERBER AG und deren Tochterfirmen, weitere start-ups)

II) Assoziierte Forschungszentren am Technopol Tulln:

AIT Austrian Institute of Technology
Seit 2011 ist mit Eröffnung des neuen Universitäts- und Forschungszentrums (UFT) auch das AIT mit dem Department Health & Environment am Standort Tulln vertreten. Ziel der Forschungsaktivitäten in Tulln ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen zu leisten und das Wachstum von Nutzpflanzen zu beschleunigen und ihre Widerstandskraft gegen Stress, Trockenheit oder Schädlinge zu steigern. Mit dem Aufbau eines eigenen Genressourcenzentrums und umfangreichen Untersuchungen zu Pflanzen und deren Mikroorganismen ist AIT national wie international ein wichtiger Impulsgeber auf dem Gebiet der DNA-basierten Pflanzenzucht. Mit Hilfe neuartiger Analysen untersuchen AIT-WissenschafterInnen nützliche Mikroorganismen (Endophyten). Basierend auf diesem Wissen können Endophyten das Wachstum von Nutzpflanzen gezielt fördern und zur Bekämpfung von Pathogenen eingesetzt werden.

CEST – Center for Electrochemical Surface Technology
CEST arbeitet am Standort in Tulln an der Entwicklung neuer (Bio-)elektrochemischer Sensoren, die als elektronische Nase im Umweltmonitoring, oder in der Früherkennung von Krankheiten zum Einsatz kommen. Die Entwicklung derartiger innovativer Sensorsysteme steht im Einklang mit unserem generellen Ziel, gemeinsam mit Industriepartnern hochkarätige Forschung vom Labor in die Industrie zu bringen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen und europäischen Industrie zu verbessern.

Universität für Bodenkultur (BOKU)
Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) betreibt am Standort Tulln sowohl Grundlagenforschung als auch praxisorientierte Technologieentwicklung. Das interdisziplinäre fachliche Spektrum deckt wesentliche Aspekte der Erforschung und nachhaltigen Nutzung biologischer Systeme entlang der gesamten Produktionskette ab – etwa die Entwicklung von ressourceneffizienten, sicheren Technologien für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln; die Konversion von nachwachsenden Rohstoffen in Werkstoffe, Chemikalien, Wirkstoffe und Energie sowie die grundlegende Erforschung und biotechnologische Nutzung genetischer Ressourcen von Pflanzen und Mikroorganismen.

Am BOKU-Standort Tulln befindet sich das Interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie (IFA-Tulln) sowie das Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) mit Instituten von sechs der insgesamt 15 BOKU-Departments. Auch die K1-Zentren Wood K plus sowie Bioenergy2020+ sind dort angesiedelt.

BOKU - Interuniversitäres Department für Agrarbiotechnologie IFA Tulln
Das IFA-Tulln wurde 1994 als unabhängiges Forschungsinstitut für landwirtschaftliche Biotechnologie von der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien gegründet. Seit 2004 ist es als Department der BOKU mit sechs Instituten geführt. Die Forschungsbereiche reichen von der Molekularbiologie bis zur Umweltverfahrenstechnik, der Entwicklung von Biopolymeren und innovativer Analyseverfahren bis zu neuen, innovativen Methoden für die Pflanzen- und Tierzüchtung. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt in der Neuentwicklung der chemischen Analytik für den Lebensmittel- und Trinkwasserbereich.

III) Kompetenzzentren

ACIB - Austrian Center für Industrial Biotechnology
Das internationale COMET K2-Zentrum acib vereint die Vorteile universitärer Dynamik und industrieller Fokussierung. In Tulln befindet sich der Forschungsbereich Polymer- und Umweltbiotechnologie. acib entwickelt mit einem interdisziplinären Team von Biochemikern, Molekularbiologen und Biotechnologen umweltfreundlichere und wirtschaftlichere Verfahren für die biotechnologische, pharmazeutische und chemische Industrie. Die Bandbreite der acib Forschung in Tulln erstreckt sich über biochemische und mikrobiologische Aufgabenstellungen über Enzymtechnologie bis hin zur Nanotechnolgie für die Entwicklung von Krebstherapie. Ebenso ist in Tulln das erste Open Innovation Büro von acib angesiedelt, das sich um einen niederschwelligen Zugang zu Forschungsthemen für Unternehmen wie auch für die Öffentlichkeit bemüht. 

Austrian Competence Center for Feed and Food Quality Safety and Innovation – FFoQSI GmbH
FFoQSI ist das erste COMET K1-Kompetenzzentrum für Forschung und Innovation im Futter- und Lebensmittelbereich. Es vereint die Kompetenz der Gesellschafter (Vetmeduni Vienna, BOKU) und FH Oberösterreich sowie weiterer führender wissenschaftlicher Institutionen wie AIT – Austrian Institute of Technology, AGES, RECENDT, die FH Campus Wien und die HBLA Klosterneuburg und mit dem Know-how von 45 innovativen Partnerunternehmen, die in verschiedenen Bereichen der Produktion und Verarbeitung von Futter- und Lebensmitteln tätig sind. Das gemeinsame Ziel: Die gesamte Wertschöpfungskette heimischer Futter- und Lebensmittel besser, sicherer und nachhaltiger zu machen – vom Feld bis zum Teller.

BEST
BEST - Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH ist ein K1-Kompetenzzentrum des COMET-Programmes, das die vorwettbewerbliche industriebezogene Forschung im Bereich Bioenergie vorantreibt und innovative Technologien und Systemlösungen sowohl für eine nachhaltige biobasierte Ökonomie als auch für zukunftsfähige Energiesysteme erforscht.

Wood K plus - Kompetenzzentrum Holz GmbH
Der am UFT angesiedelte Forschungsbereich des Zentrums “Massivholz und Holzverbundwerkstoffe” beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit unterschiedlichen holztechnologischen Technologien und Prozessen sowie mit Prüfung von Holz und Holzwerkstoffen sowie anderen lignozellulosischen Rohstoffen. Zu den Kunden zählen neben internationalen Industrieunternehmen auch kleinere und mittelständische Betriebe sowie Organisationen. Mit Kreativität und wissenschaftlichem Know-how werden Firmen von der Ideenfindung, angewandter Forschung über die Entwicklung bis hin zur Umsetzung begleitet.