03.11.2016

Aktuelles Interview mit Mag. (FH) Andreas Schwarzinger zum Thema Demografie, Geschäftsführer der Destination Waldviertel GmbH

Welche Gästegruppen sind derzeit bzw. in Zukunft für die Destination Waldviertel charakteristisch?

Schwarzinger: Je nach Motiv und touristischem Angebot unterscheiden sich auch die Zielgruppen. Die Basiszielgruppe des Waldviertels charakterisieren ein Alter von über 40 Jahren, Reisen mit dem Partner oder im Familienverbund. Den Sinus Millieus zugeordnet sprechen wir im Wesentlichen von den Established Postmaterialists und der Zielgruppe Lower Modern Segment. Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung gehen wir davon aus, dass für das Waldviertel u.a. die Zielgruppen „Ältere Menschen“, „Genration Y“ und „Menschen mit Handicap“ an Relevanz gewinnen werden.
 

In den zukünftigen Angeboten der Destination Waldviertel wird das Thema demografischer Wandel einen höheren Stellenwert als bisher einnehmen. Aus welchen Überlegungen heraus?

Schwarzinger: Ganz einfach, wir müssen für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein. Der demografische Wandel bringt neue Herausforderungen aber vor allem auch neue Chancen mit sich. Wir sind überzeugt, dass das Waldviertel mit seinem touristischem Angebot Antworten und Lösungsansätze auf viele Gästebedürfnisse der Zukunft liefern kann.

Die Destination Waldviertel hat kürzlich ein sog. „Demografie-screening“ durchgeführt, was waren die wichtigsten Erkenntnisse daraus?

Schwarzinger: Die Ergebnisse haben uns vor allem Klarheit gebracht, in welchen Bereichen wir bereits gut auf die durch den demografischen Wandel entstehenden Herausforderungen vorbereitet sind, und in welcher Bereichen wir noch Handlungsbedarf haben. Dadurch war eine Priorisierung der noch umzusetzenden Maßnahmen überhaupt erst möglich. Wir haben speziell die Zielgruppen „Ältere Menschen“, „Generation Y“ und „Menschen mit Handicap“ genauer unter die Lupe genommen.
 

Gibt es diesbezüglich schon konkrete Umsetzungsideen? Wen sehen Sie dabei als wichtigen Partner in Ihrer Region?

Schwarzinger: Ja, diese betreffen teils unsere tägliche Marketingarbeit, teils die Kooperation mit unseren Partnerbetrieben in der Region und zu einem Teil die Angebots- und Produktentwicklung. Beispielsweise planen wir die Zielgruppe „Menschen mit Handicap“ gemeinsam mit unseren Gesundheitsbetrieben näher zu beleuchten um Potentiale zu eruieren und besser auf deren Bedürfnisse eingehen zu können. Natürlich sind unsere touristischen Betriebe die entscheidenden Partner und zugleich Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Umsetzung – in den Betrieben wird konkret auf die Bedürfnisse des Gastes eingegangen, hier kann sich der Gast von der Qualität der Leistung überzeugen.