Auszeichnung für erstes gemeinsames Forschungsprojekt von IMC Krems und BOKU in Tulln
23.03.2019

Auszeichnung für erstes gemeinsames Forschungsprojekt von IMC Krems und BOKU in Tulln

Die junge niederösterreichische Forscherin Erika Schaudy erhält für ihre Masterarbeit im Rahmen des Projekts “Synthese von Hydroxytyrosol” den Förderpreis der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) für die beste Diplomarbeit. Das Projekt ist die erste gemeinsame Forschungsinitiative der IMC Fachhochschule Krems (Studiengang Applied Chemistry) und der Universität für Bodenkultur am Standort Tulln. “Erika Schaudy steht für eine moderne, junge Generation von hochkarätigen Forscherinnen und Forschern, die an unseren Technopolstandorten tätig sind. Sie ist mit ihrer innovativen Arbeit ein Aushängeschild für die Forschungslandschaft in Niederösterreich”, gratuliert Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav der Preisträgerin.


Preisträgerin Erika Schaudy ist Vorbild für den ForscherInnennachwuchs

„Niederösterreich hat sich als innovativer Forschungs- und Technologiestandort national und international einen hervorragenden Namen gemacht. Zentren dieser Entwicklung sind die vier Technopolstandorte in Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg. Hier arbeiten bereits Forscherinnen und Forscher von Weltruf und wie man am Beispiel von Erika Schaudy sieht, zieht nun auch die junge Wissenschaftselite nach. Das ist besonders erfreulich, weil sie mit ihrer Arbeit Vorbildwirkung für andere junge Menschen sind, sich ebenfalls für Wissenschaft und Forschung zu begeistern, denn wir wissen: Forschung ist Zukunft“, erläutert Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav.

Preisträgerin Erika Schaudy hat an der Universität für Bodenkultur Biotechnologie studiert und am UFT Tulln in Kooperation mit der IMC FH Krems ihre Masterarbeit verfasst. Mittlerweile ist sie als nebenberuflich Lehrende im neuen englischsprachigen Bachelorstudiengang „Applied Chemistry“ an der IMC FH Krems tätig. Hauptberuflich arbeitet sie an ihrer Dissertation am Institut für Anorganische Chemie der Universität Wien. Den Förderpreis der GÖCH erhält sie für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Synthesis of natural antioxidants“ im Projekt „Synthese von Hydroxytyrosol“. Der Förderpreis wird jährlich an die fünf besten Diplomarbeiten auf dem Studiengebiet Chemie vergeben.


Künstliche Herstellung des Antioxidans Hydroxytyrosol

Hydroxytyrosol ist ein Antioxidans von Olivenöl, das beispielsweise in Gesichtscremen verwendet wird. Im Zuge des Forschungsprojekts wurde eine Methode, um dieses Antioxidans künstlich herzustellen, entwickelt. "Dieses spannende Thema hat mich von Anfang an sehr begeistert und ermöglichte mir, unter bester Betreuung viel Neues zu lernen. Ich freue mich, wenn der in der Arbeit vorgestellte Syntheseweg dazu beitragen kann, die Nachfrage nach Hydroxytyrosol in Zukunft besser abdecken zu können. Über die Auszeichnung bin ich natürlich sehr glücklich, da sie auch eine große Motivation für meinen zukünftigen Weg darstellt“, so Erika Schaudy.


Standortübergreifende Forschung ist wichtig und trägt Früchte

Das Projekt ist die erste gemeinsame Forschungsinitiative der IMC FH Krems und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) am Standort Tulln und wird aus Mitteln der Technologieförderung des Landes Niederösterreich unterstützt. Der erzielte Erfolg zeigt die Wichtigkeit standortübergreifender Forschung und ist gleichzeitig ein perfekter Startschuss für den vom Land Niederösterreich geförderten Studiengang „Applied Chemistry“ der IMC FH Krems, der auf praxisorientierte Ausbildung und enge Kooperation mit der chemischen Industrie setzt und Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnete Chancen am Arbeitsmarkt verspricht.

An der IMC FH Krems zeichnen Priv. Doz. Uwe Rinner (Studiengangsleiter von „Applied Chemistry“) und Prof.(FH) Dominik Schild, an der BOKU Univ.Prof. Thomas Rosenau und Ass.Prof. Hubert Hettegger (Institut für Chemie nachwachsender Rohstoffe) verantwortlich für das Projekt, für das im Moment eine zweite Phase beantragt wird, die auf die Umsetzung der grundlegenden Ergebnisse aus dem ersten Teil fokussieren wird.

Die Forschungseinrichtungen sind jeweils an den Technopolstandorten angesiedelt. Umgesetzt wird das Technopolprogramm durch ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich. „An unseren Technopolstandorten sind Forschung, Ausbildung und Wirtschaft besonders eng vernetzt, um international anerkannte Spitzenforschung zu betrieben und damit auch wichtige wirtschaftliche Impulse zu setzen“, erläutert Jochen Danninger, kaufmännischer Geschäftsführer von ecoplus.