Berufsbilder in der Lebensmittelbranche: Interview mit Angelika Czerny, LUX&LAURIS
24.01.2017

Berufsbilder in der Lebensmittelbranche: Interview mit Angelika Czerny, LUX&LAURIS

„Kreativität & Vielseitigkeit & Flexibilität. Jeder Tag bringt neue und spannende Herausforderungen mit sich – jeder Kundenwunsch, jede Location, jede Veranstaltung ist unterschiedlich – sich kurzfristig auf Neues einzulassen macht diese Arbeit so abwechslungsreich und herausfordernd. Meine tägliche Motivation sind unsere zufriedenen Kunden.“, so Angelika Czerny, Leitung Catering & Sales Marketing bei LUX&LAURIS.

  • Welchen Tätigkeitsbereich bei LUX&LAURIS haben Sie inne?
    Mein Tätigkeitsbereich umfasst Catering & Sales & Marketing. Dies beginnt bei der Neukundenakquise über Stammkundenbetreuung, Site inspections, Locationsuche, bis hin zur Angebotslegung, der Cateringleitung on side, Nachbearbeitung und Rechnungslegung.
    Des Weiteren bin ich auch für die kreative Umsetzung und Konzeption von Foldern, Zeitungseinschaltungen, Social Media etc. verantwortlich.

  • Welche Voraussetzungen muss man für diesen Beruf mitbringen, welche Interessensgebiete sollte man haben?
    Vielseitigkeit ist essentiell. Die Kundenwünsche werden immer ausgefallener und spezielle Anforderungen an ein Catering immer kurzfristiger bekannt gegeben. Man ist ständig im Stand by Modus – in einer Vor- oder Nachbearbeitungsphase einer Veranstaltung.
    Weitere Voraussetzungen sind sicherlich Geduld, gute Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen aber auch Durchsetzungskraft, kreatives wie organisatorisches Talent, ein höfliches und zuvorkommendes Auftreten sowie Eloquenz.

    Eine gastronomische Ausbildung sowie das Durchlaufen aller Abteilungen ist von großem Vorteil. Die Veranstaltungen werden nicht nur am Schreibtisch geplant – im Hintergrund müssen viele Mitarbeiter und Abteilungen effizient miteinander arbeiten und verknüpft werden. Dazu gehören – Logistik, externe Lieferanten, Locations, Küche, Personal ect.

    Ein ausgeprägtes Interesse an Trends in den Bereichen Kulinarik, Dekoration etc. sowie Branchenkenntnisse sollte vorhanden sein.

  • Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?
    Normalerweise stehen immer 1-2 Termine im Kalender – sei es eine Locationbesichtigung, ein persönlicher Kundentermin, ein Probeessen oder eine Marketingbesprechung.
    Zusätzlich werden die administrativen Agenden abgearbeitet – Angebotslegung, Follow up calls, Erstellung der jeweiligen Projektmappen, Bestellungen, Einteilung der Logistik, Personalkoordination, Rechnungslegung, reger Austausch mit Lieferanten über Neuerungen oder Neuanschaffungen, Marketingagenden.
    Kein Tag gleicht dem anderen, keine Anfrage gleicht der anderen – dies macht meinen Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich.  Um schnell auf geänderte Anforderungen oder Wünsche eingehen zu können gehört die ständige Erreichbarkeit via Email oder Telefon zu meinem Job.

    An Veranstaltungstagen übernehme ich zusätzlich zur Projektleitung auch die Cateringleitung – dies beginnt beim Aufbau, der zeitgerechten Vorarbeit, der Kundenbetreuung vor Ort, der Sicherstellung eines reibungslosen Serviceablaufs bis hin zum Abbaus und Abtransport des Equipments.

  • Warum arbeiten Sie in dieser Branche? Was fasziniert Sie?
    Ich habe mich schon während meiner Schulzeit für die Berufe im Tourismus, der Hotellerie & Gastronomie interessiert und während der letzten 14 Jahre in den unterschiedlichsten Positionen gearbeitet. Der Umgang mit Menschen sowie die kreativen Herausforderungen fand ich von Anfang an spannend. Natürlich muss man sich auch vor Augen führen, dass dieser Beruf sehr anstrengend ist und man immer 110% für seine Gäste geben muss.

    Die Gastronomie ist für mich ein riesiges Abenteuer – man lernt viele neue Menschen kennen, erweitert ständig sein Wissen und seinen Horizont, bekommt neuen Input durch die sich sehr wandelbare Umgebung. Die Interaktion mit vielen unterschiedlichen Kunden und Dienstleistern lässt einen Stillstand nicht zu.

    Darüber hinaus ist dieser Beruf für Teamplayer. Jeder Mitarbeiter trägt einen wichtigen Teil zu der erfolgreichen Umsetzung einer Veranstaltung bei.

    Dieses Business ist sehr kurzweilig – Aufbau, Service, Abbau. Danach erfolgt die Konzeption neuer Projekte. Somit kann man täglich sehr viel von seinen eigenen Ideen in die Projekte einfließen lassen.

  • Welche Unterschiede sehen Sie zwischen einem Cateringunternehmen und einem klassischen Gastronomiebetrieb Ihrem Arbeitsalltag entsprechend?
    Der größte Unterschied ist die Abwechslung. Manchmal nicht zu wissen, was einem in einer neuen Location erwartet und dann die besten Möglichkeiten zur Umsetzung und zur Zufriedenheit des Kunden zu präsentieren. Die Schnelligkeit Lösungsvorschläge zu unterbreiten und Ideen aufzugreifen. Ein weiterer Unterschied ist definitiv der Zeitfaktor. Ich verbringe sehr viele Stunden im Auto von und zu den Locations oder Kunden.