Berufsbilder in der Lebensmittelbranche: Interview mit Karl Gratzl, Tullnerfelder Getränke GmbH
13.03.2017

Berufsbilder in der Lebensmittelbranche: Interview mit Karl Gratzl, Tullnerfelder Getränke GmbH

„Die Arbeit ist vielfältig und abwechslungsreich. Es ist eine ständige Herausforderung, einerseits qualitätsorientiert und effizient, andererseits doch flexibel den oft sehr kurzfristigen Kundenanforderungen gerecht zu werden.“, so Karl Gratzl, Produktionsleiter bei der Tullnerfelder Getränke GmbH.

  • Wie verlief Ihre Ausbildung und wie kamen Sie zu Ihrer Berufswahl?
    Aufgrund des elterlichen Weinbaubetriebes absolvierte ich die HBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, wodurch ich eine allgemeine grundlegende getränketechnologische Ausbildung bekam. Danach wechselte ich in den Familienbetrieb meines Onkels, wo  alkoholfreie Limonaden und Fruchtsäfte sowie Ribiselwein produziert und allgemein Getränke vertrieben werden. In der Praxis und durch „learning by doing“ konnte ich mein grundlegendes Wissen an die Anforderungen im beruflichen Alltag anpassen.

  • Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?
    Der normale Arbeitstag ist geprägt von der Produktion im 1-Schichtbetrieb. Er beginnt meist um 6 Uhr in der Früh mit der Inbetriebnahme der Produktionsanlagen und endet mit der Vorbereitung für den nächsten Tag am Abend. Tagsüber geht es im weitesten Sinn um die
    Begleitung der Produktion (Einteilung, Zielvorgabe, Störungs- und Stillstandsmanagement, Verfügbarkeit der Rohstoffe etc.,  Wasserversorgung, Einhaltung qualitätsrelevanter Lenkungspunkte, Dokumentation, Planung des nächsten Tages).

  • Nach welchen Zertifizierungsgrundlagen arbeiten Sie? Und wie spiegelt sich dies in Ihrem Arbeitsalltag wieder?
    Wir sind IFS zertifiziert, daraus ergibt sich eine ständige Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der qualitätsrelevanten Tätigkeiten.

  • Warum arbeiten Sie in dieser Branche was fasziniert Sie?
    Ich bin durch Zufall zu diesem Beruf gekommen. Er ist sehr abwechslungsreich und herausfordernd. Außerdem deckt er ein sehr breites Spektrum an Tätigkeiten ab (von der Trinkwassergewinnung über die Lebensmitteltechnologie und die Technologie der Maschinen und Geräte bis zur Abwasserentsorgung und Planungstätigkeiten). Er erfordert eine ständige Weiterbildung und ein offen sein für Neues und damit auch ein stetiges Lernen und geistiges Mitwachsen.