Betriebe im Waldviertel profitieren vom Glasfaserausbau
23.03.2017

Betriebe in Heidenreichstein und Amaliendorf profitieren vom Glasfaserausbau

Seit September 2016 sind das Autohaus Hörmann und die Softwarefirma RZA GmbH in Heidenreichstein (Bezirk Gmünd) dank der Niederösterreichischen Breitbandinitiative an das Glasfasernetz angeschlossen. Beide Firmen konnten durch das Projekt der ecoplus-Tochtergesellschaft Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) ihren Standort sichern und ihren Geschäftserfolg steigern. Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav überzeugte sich im Rahmen zweier Betriebsbesuche von den positiven Effekten des Breitbandausbaus für die Region.

 

Glasfaseranschluss ist unerlässlich für den täglichen Geschäftsbetrieb

Das Autohaus Hörmann brauchte vor dem Anschluss an das Glasfasernetz einige Stunden, um Dateien für Updates in den Autos herunterzuladen. Obwohl Inhaber Herbert Hörmann mit seinen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für kleinere Reparaturen eine Arbeitszeit von lediglich einer Stunde benötigte, musste er seine Kunden bitten, das Auto erst nach drei bis vier Stunden abzuholen, weil das Einspielen von Updates aufgrund der langen Downloadzeiten so lang dauerte.
„Aufgrund der enorm steigenden Datenmengen ist ein Glasfaseranschluss für die Aufrechterhaltung des täglichen Geschäftsbetriebes unerlässlich. Diese Einschränkungen gehören seit dem Glasfaseranschluss nun der Vergangenheit an. Notwendige Updates können wir nun in wenigen Sekunden einspielen.“, erzählt Hörmann. Hörmann übernahm den Betrieb 2005 und investierte seitdem 1,2 Mio. Euro – unter anderem in drei Schauraumerweiterungen sowie in die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage und eine neue Lackieranlage. Das Autohaus Hörmann verkauft circa 250 Autos pro Jahr.  

 

Produktinnovationen dank Glasfaseranschluss

Die Inhaber der RZA GmbH (Anbieter von IT-Komplettlösungen) Hr. Reinhard Müllner und Markus Garhofer beschäftigen aktuell 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir hatten Ende 2015 mit Einführung der Registrierkassenpflicht massive Probleme unsere Kunden zu servicieren, weil die Internetleistung zu gering war, und wir nicht alle Installationen gleichzeitig durchführen konnten. Wir haben in dieser Zeit auch unseren Firmensitz in Frage gestellt und überlegten eine Abwanderung. Nun mit dem Anschluss an das Glasfasernetz gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Im Moment wird an einer Cloudversion für eine kaufmännische Software gearbeitet, ohne Glasfaseranschluss wäre diese Produktinnovation nicht möglich gewesen“, betont Müllner. Darüber hinaus änderte sich auch die Arbeitsweise der Angestellten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nun von zuhause aus über Fernwartung Kunden betreuen, was besonders ideal für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit kleinen Kindern ist.

 

Das Niederösterreichische Glasfasermodell

„Mit dem Niederösterreichischen Glasfaser-Modell stellen wir sicher, dass private und Unternehmenskunden die schnellste Zugangstechnologie zum Internet bekommen und das zu attraktiven Preisen. Das Netz bleibt in öffentlicher Hand und unterschiedliche Diensteanbieter können ihre Services zu gleichen Konditionen anbieten. Das stimuliert den Wettbewerb und sorgt für faire Preise. Aktuell werden hier in Heidenreichstein Produkte mit Bandbreiten bis zu 300 Mbit/s angeboten“, betont ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki. Die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich ist die Muttergesellschaft der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG). Mag. Hartwig Tauber, Geschäftsführer von nöGIG, ergänzt: „Wir bauen aktuell in vier Pilotregionen, Heidenreichstein liegt in der Region Waldviertler StadtLand, wo bereits knapp 5.000 Haushalte und Betriebe Vorverträge unterschrieben haben. Der Ausbau bzw. die Fertigstellung von Teilnetzen ist derzeit in vollem Gange und soll in den nächsten Wochen abgeschlossen sein.“