Blau-Gelbe Exportwirtschaft boomt!
02.01.2018

Blau-Gelbe Exportwirtschaft boomt!

„In den vergangenen Jahren hat sich die Exportnation Niederösterreich hervorragend entwickelt. Seit 2013 konnten wir die 20 Mrd. Euro Marke bei den Exporten knacken. Die Halbjahreszahlen lassen darauf schließen, dass das Exportjahr 2017 ebenfalls über dieser Marke liegen wird. Mit einer Zuwachsrate von neun Prozent war die blau-gelbe Exportwirtschaft im ersten Halbjahr 2017 in einer Boom-Phase“, freuen sich Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und IVNÖ-Präsident Thomas Salzer über die aktuelle Exportstatistik. „Niederösterreich konnte im Bundesländervergleich nach Wien das höchste Exportwachstum verbuchen und liegt damit einen Prozentpunkt über dem Österreich-Schnitt von acht Prozent. Neben dem Hauptmarkt Deutschland, der sogar um 14,5 Prozent zulegte, zeigt sich wieder einmal die große Bedeutung der osteuropäischen Märkte für die heimische Wirtschaft. Die osteuropäischen Märkte sind mit einem Anteil von über 20 Prozent am NÖ Exportvolumen wichtige Exportmärkte der blau-gelben Wirtschaft.“


Niederösterreich ist zweitgrößtes Export-Bundesland

„Mit einem Exportvolumen von beinahe elf Mrd. Euro konnte Niederösterreich seine Stellung als zweitgrößtes Export-Bundesland behaupten. Dieses Ergebnis war sicherlich auch dank der hervorragenden Handelsbeziehungen der niederösterreichischen Betriebe zu unseren osteuropäischen Nachbarn möglich. Die blau-gelbe Exportwirtschaft konnte vom robusten Wachstum dieser Nachbarländer enorm profitieren“, betonte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav. „Es zeigt sich, dass wir mit unserer Internationalisierungs-Strategie sowie mit den Services und der Zusammenarbeit der Auslandsbüros von ecoplus International und der Außenhandelscenter der Wirtschaftskammer richtigliegen.“

Darüber hinaus betonte WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl zu den Handelsbeziehungen mit den USA: „Der befürchtete ‚Trump-Effekt‘ ist ausgeblieben und die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Niederösterreich wurden nicht getrübt. Im ersten Halbjahr konnten, von einem hohen Niveau ausgehend, unsere Exporte in die USA um acht Prozent wachsen. Mit einem Exportvolumen von 523 Mio. Euro ist die USA der wichtigste Exportmarkt Niederösterreichs außerhalb Europas. Ich hoffe, dass diese Entwicklung auch künftig anhält.“

Bedauerlich ist für IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer der Einbruch der Exporte in der Türkei, wobei sich diese Situation durchaus wieder bessern könnte: „Die Türkei ist für die Industrie ein bedeutender Markt und ein wesentlicher strategischer Partner für Europa. Daher ist es wichtig, die wirtschaftlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten, beziehungsweise zu stärken. Dies bietet Chancen für Unternehmen in beiden Ländern und könnte sich auch positiv auf den politischen Dialog mit der Türkei auswirken.“

Großwetterlage für die NÖ Exportwirtschaft ist makellos

Bohuslav, Zwazl und Salzer blicken positiv auf das kommende Export-Jahr: „Es ist davon auszugehen, dass das starke Wachstum in Osteuropa weiter anhalten wird. Davon wird die blau-gelbe Exportwirtschaft weiter profitieren. Die Großwetterlage für die NÖ Exportwirtschaft ist somit beinahe makellos, es gibt jedoch mit Großbritannien ein Wölkchen am Horizont, auch wenn 2017 die niederösterreichischen Exporte noch um 3,4 Prozent zulegen konnten. Die Brexit-Verhandlungen schweben weiterhin wie ein Damoklesschwert über unseren Handelsbeziehungen mit Großbritannien. Die exportierenden Betriebe erwarten sich hier rasch Klarheit seitens der britischen Regierung.“

 

Tschechien, Ungarn, Polen, Slowakei und Slowenien sind eine der wichtigsten Exportdestinationen

Mit Tschechien, Ungarn, Polen, der Slowakei und Slowenien sind gleich fünf ost- bzw. südosteuropäische Märkte unter den Top zehn der wichtigsten Exportdestinationen Niederösterreichs: Deutschland (3,3 Mrd. Euro, +14,5 Prozent), Italien (660 Mio. Euro, +10 Prozent), Tschechische Republik (631 Mio. Euro, +6 Prozent), Ungarn (564 Mio. Euro, +24 Prozent), Vereinigte Staaten (523 Mio. Euro, +8 Prozent), Polen (465,6 Mio. Euro, +8 Prozent), Schweiz (404,3 Mio. Euro, +2,9 Prozent), Slowakei (380,3 Mio. Euro, +11 Prozent) Frankreich (357,8 Mio. Euro, -12,6 Prozent) und Slowenien (272,3 Mio. Euro, +18,9 % Prozent).