Das Marchfeld blüht auf und stärkt seine regionale Identität
02.08.2019

Das Marchfeld blüht auf und stärkt seine regionale Identität

Das Marchfeld ist als Gemüse- und Kornkammer Österreichs bekannt. Seine großflächigen naturräumlichen Schutz-, Schon- und Erhaltungszonen sowie die kulturellen und touristischen Angebote erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Bevölkerung in der Region hat sich seit 1961 fast verdoppelt. Manche Gemeinden hatten in den letzten zehn Jahren Wachstumsraten von bis zu 20%. Die Prognosen für die nahe Zukunft zeigen ein ähnliches Bild. Gezielte Maßnahmen sollen nun die Identifikation mit der Region stärken und die gesellschaftliche Teilhabe der Zugezogenen intensivieren. „Das Marchfeld hat viel Potenzial. Für eine erfolgreiche Regionalentwicklung braucht es eine Bevölkerung, die die Qualitäten ihrer Wohngegend schätzt und zu nutzen versteht. Genau da setzt dieses Projekt an“, erklärt Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.

Das Marchfeld, angesiedelt zwischen den Hauptstädten Wien und Bratislava, ist eine der größten Ebenen Österreichs mit vielen kaum bekannten Reizen. Weite Felder und die Donauauen sind bezeichnend für die Landschaft. Das starke Bevölkerungswachstum und die Lage zwischen den Ballungsräumen von Wien und Bratislava stellen die Region auch vor Herausforderungen. Viele Menschen wohnen zwar in den Gemeinden des Marchfelds, da sie zur Arbeit auspendeln, nehmen sie jedoch eher weniger am Leben in der Region teil. Mit Unterstützung des Landes und der EU wurde nun ein Imagebildungsprozess geplant, der die regionale Identität stärkt und die alteingesessene Bevölkerung wie auch Zuzügler einbindet. Dieser wird jetzt schrittweise umgesetzt.

 

Vorbereitungen für Landesausstellung wirken identitätsstiftend

„Das Marchfeld wird 2022 Schauplatz für die Niederösterreichische Landesausstellung sein. Die Vorbereitungsarbeiten dafür und die Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Identität ergänzen einander perfekt“, ist Landesrätin Petra Bohuslav überzeugt. „Unsere Region ist nicht bloß Wohnort im Nahbereich von Großstädten, sondern ein äußerst attraktiver Lebensraum. Wir werden dieses Gefühl stärken und so dafür sorgen, dass sich die Menschen stärker an sozialen und kulturellen Aktivitäten im Marchfeld beteiligen“, sagt René Lobner, Obmann der LEADER-Region Marchfeld.

 

Vom Workshop bis zum Merchandising

Die Palette der geplanten Maßnahmen ist breit gefächert. Unter anderem sind Workshops, Stakeholder-Events sowie digitale und analoge Marketingkampagnen vorgesehen. Auch Werbeartikel werden produziert. Dieses Bündel an Aktivitäten und Maßnahmen zahlt in das Aktionsfeld ‚Gemeinwohl Strukturen und Funktionen‘ der lokalen Entwicklungsstrategie ein.

Die LEADER-Region Marchfeld hat gemäß ihrer lokalen Entwicklungsstrategie das Projekt zur Förderung ausgewählt. Es wird mit Unterstützung von Land und Europäischer Union (LEADER Fördermitteln) gefördert. Das Land Niederösterreich hat die Unterstützung aus Mitteln des EU – Programms LE / LEADER und der ecoplus Regionalförderung auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav beschlossen.