Denker-Hotspot: Drei der weltweit meist zitierten Forscherinnen und Forscher arbeiten am Technopol Tulln
30.11.2018

Denker-Hotspot: Drei der weltweit meist zitierten Forscherinnen und Forscher arbeiten am Technopol Tulln

Unter den weltweit 6.000 am häufigsten zitierten Forscherinnen und Forscher arbeiten drei am Technopol-Standort Tulln. Der Datenkonzern Clarivate Analytics hat 40 in Österreich tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sein globales Ranking aufgenommen. „Wie oft eine Arbeit von anderen Fachkolleginnen und Fachkollegen zitiert wurde, ist wesentlicher Gradmesser für die Bedeutung einer wissenschaftlichen Arbeit. Hier spielen Mycotoxin-Forscher Rudolf Krska und die Chemiker Angela Sessitsch sowie Michael Sulyok als meist zitierteste Aushängeschilder des Technopol-Standortes Tulln in der Championsleage. Ich gratuliere der Spitzenforscherin und den beiden Spitzenforschern sehr herzlich,“ betont Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav.

 

Spitzenforschung im Bereich der Schimmelpilze

Rudolf Krska hat sich einen weltweiten Namen durch seine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Mycotoxin (Schimmelpilze)-Analytik gemacht, er ist aktuell Institutsleiter des Analytikzentrums IFA-Tulln. Auch sein Kollege Michael Sulyok ist am IFA-Tulln beruflich tätig. Er arbeitet an der Bestimmung von hunderten Schimmelpilzgiften mittels massenspektrometrischer Methoden. Die entwickelten Methoden werden beispielsweise dazu eingesetzt, um das Spektrum von Pilz- und Bakterien in Lebens- und Futtermitteln zu charakterisieren.

Angela Sessitsch untersucht mikrobielle Gesellschaften im Boden und in Pflanzen, um deren Funktionen und Beeinflussung durch die Umwelt aufzuklären. Mit diesem Wissen können mikrobielle Funktionen gezielt zur Förderung des Pflanzenwachstums, zur Bekämpfung von Unkräutern oder für die Sanierung von Böden eingesetzten werden, die mit Schwermetallen oder organischen Schadstoffen kontaminiert sind.

„Es ist beeindruckend zu sehen, dass hier am Technopol Tulln einige der schlausten Köpfe der ganzen Welt forschen und arbeiten. Ich freue mich, wenn wir mit unserem Technopol-Programm und unserem Technologie- und Forschungszentrum in Tulln ein bisschen etwas beitragen können, damit diese Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher gute Rahmenbedingungen vorfinden und sich wohl fühlen“, betont Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav.


Ranking untermauert Glanzleistungen im Bereich der biobasierten Technologien

Mehr als 20 Unternehmen in den Technologiefeldern gibt es derzeit am Technopol-Standort Tulln, damit zählt Tulln nicht erst seit diesem Ranking zu den international anerkanntesten Forschungs-Hot-Spots im Bereich biobasierter Technologien. „In den letzten fünf Jahren hat der Technopol-Standort Tulln eine beeindruckende Entwicklung genommen: waren hier 2013 noch 714 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Technologiefeldern in 13 angesiedelte Betriebe beschäftigt, so sind es aktuell fast 1.000 High-Tech Arbeitsplätze. Der Technopol hat sich in den letzten Jahren zum Hotspot der Denker im Bereich biobasierter Technologien entwickelt, mit diesem Ranking wissen wir es nun quasi auch schwarz auf weiß“, betont ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.