12 Siegerprojekte beim ecoplus Förder-Call Demografie
25.06.2017

ecoplus Förder-Call Demografie: Jury kürte 12 Siegerprojekte

Der demografische Wandel hat große Auswirkungen auf alle Lebensbereiche – auch auf den Tourismus. Die zu erwartenden Veränderungen in Geschäftschancen umzuwandeln, ist Ziel des Förder-Calls „Tourismus und demografischer Wandel“, den die Wirtschaftsagentur ecoplus ins Leben gerufen hat. Niederösterreichs Tourismusbetriebe entwickelten in den vergangenen Monaten dazu Ideen und reichten diese zum Förder-Call ein. Eine Fachjury kürte nun die 12 Siegerprojekte. Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav gratulierte den ausgewählten Betrieben.


Fokus auf Zielgruppenorientierung 

Die Tourismusbetriebe orientierten sich bei ihren Einreichungen an fünf definierten Zielgruppen: ältere Menschen, Familien mit Kindern, die Gruppe der circa 16- bis 30-Jährigen, Menschen mit internationalem Hintergrund und Menschen mit Behinderungen. Anhand dieser Gruppen haben die 12 siegreichen Bewerberinnen und Bewerber Maßnahmen ausgearbeitet, die zur Steigerung der Qualität, zu mehr Serviceorientierung und Kundenzufriedenheit, zu längerer Aufenthaltsdauer und letztlich zu mehr Besucherinnen und Besuchern sowie höheren Umsätzen bei den Ausflugszielen führen sollen. „Für die niederösterreichischen Ausflugs- und Urlaubsdestinationen bietet der demografische Wandel eine Vielzahl an Wachstumschancen. Damit sie diese Chancen ergreifen können, müssen verschiedene Maßnahmen gesetzt werden. Zum Beispiel ihre Angebote noch stärker auf die Zielgruppen – wie ältere Personen oder Familien mit Kindern auszurichten, barrierefreie Rundwege zu etablieren sowie den Auftritt in den sozialen Medien zu attraktiveren. Diesen Prozess unterstützen wir mit dem Förder-Call, der mit einer Million Euro aus Mitteln der ecoplus Regionalförderung dotiert ist“, erklärt Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.


 

Die Siegerprojekte

Das Loisium (Langenlois) plant ein barrierefreies Leitsystem, barrierefreie Audioguides, zusätzliche Kinderangebote in der Gastro und die Durchführung von MitarbeiterInnen-Schulungen, das Stift Altenburg will sein Angebot auf Mehrsprachigkeit ausrichten und neue Vermittlungsangebote für Kinder und Familien schaffen und das Stift Göttweig plant, seinen Web-Auftritt zu überarbeiten und die Stiftsanlage in weiten Bereichen barrierefrei zu gestalten. Die Kittenberger Erlebnisgärten (Schiltern) wollen ebenfalls ihren Eintrittsbereich barrierefrei gestalten und spezielle Kinderprogramme anbieten und das MAMUZ Museum (Mistelbach) plant eine Museums-App als begleitendes Hilfsmittel für die BesucherInnen-Rundgänge. Der Naturpark Ötscher Tormäuer (Wienerbruck) fokussiert sich noch stärker auf ein Kinder- und Jugend-Angebot und plant zudem den Ausbau des Hüttendorfs für Nächtigungen. Ebenfalls adaptiert die Perlmutt-Manufaktur im Waldviertel (Felling) ihr Angebot für die Bedürfnisse der neuen Zielgruppen und das Krahuletz-Museum (Eggenburg) arbeitet an einer umfassenden Neugestaltung des Web-Auftritts sowie der Erweiterung der kindgerechten Inhalte. Das Stift Seitenstetten will eine Gartenakademie für Schulklassen und Jugendgruppen schaffen und das Leit- und Infosystem neu gestalten. Der Museumsverein Ostarrichi (Neuhofen an der Ybbs) will ebenfalls seine „7 Schritte durch die Geschichte Österreichs“ mehrsprachig ausbauen und arbeitet zudem am Kulturvermittlungsangebot für Jugendliche, im Mohndorf Armschlag setzt man auf neue barrierefreie Vermittlungsangebote und Erweiterung des Mohnlehrpfades und die Steinschaler Naturhotels (Rabenstein an der Pielach) planen die Errichtung einer Garten-Schauküche, eines barrierefreien Rundwegs durch die Gartenanlage sowie  Angebots-Packages für die jeweiligen Zielgruppen.


Wie geht es weiter?

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki erklärt den weiteren Verlauf des Förder-Calls: „Derzeit finden die Förder-Erstgespräche mit den Projektträgern statt, danach werden die Detail-Unterlagen aufbereitet und eingereicht, im Lauf des Herbstes sind die Förderbeschlüsse in den Gremien der ecoplus und danach in der Landesregierung vorgesehen.“