ecoplus Förder-Call Demografie vor dem erfolgreichen Abschluss
13.09.2018

ecoplus Förder-Call Demografie vor dem erfolgreichen Abschluss

Der demografische Wandel hat große Auswirkungen auf alle Lebensbereiche – auch auf den Tourismus. Die zu erwartenden Veränderungen in Geschäftschancen umzuwandeln, war das erklärte Ziel des Förder-Calls „Tourismus und demografischer Wandel“, den die Wirtschaftsagentur ecoplus im Dezember 2016 gestartet hat. Im Juni 2017 kürte eine Fachjury die 12 Siegerprojekte. Mittlerweile sind 11 dieser Projekte zur Förderung beschlossen und auch bereits in Umsetzung.


Betriebe sind fit für den demografischen Wandel

Demnächst folgt mit den Attraktivierungsmaßnahmen im Stift Seitenstetten das letzte Projekt – Zeit, um Bilanz zu ziehen. „Der demografische Wandel eröffnet dem niederösterreichischen Tourismus eine Vielzahl neuer Möglichkeiten und Chancen. Voraussetzung, um bei den Gästen punkten zu können, ist aber eine noch stärkere Ausrichtung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen. Dieser Fördercall, der mit einer Million Euro aus Mitteln der ecoplus Regionalförderung dotiert war, hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Betriebe fit für die Zukunft sind“, freut sich Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.

Im Fördercall „Tourismus und demografischer Wandel“ waren fünf Zielgruppen definiert: ältere Menschen, Familien mit Kindern, die Gruppe der circa 16- bis 30-Jährigen, Menschen mit internationalem Hintergrund und Menschen mit Behinderungen. Anhand dieser Gruppen wurden in den 12 siegreichen Einreichungen Maßnahmen ausgearbeitet, die zur Steigerung der Qualität, zu mehr Serviceorientierung und Kundenzufriedenheit, zu längerer Aufenthaltsdauer und letztlich zu mehr Besucherinnen und Besuchern sowie höheren Umsätzen bei den Ausflugszielen führen sollen. „Der demografische Wandel ist bereits in vollem Gang. Daher ist es auch so wichtig, dass unsere Tourismuseinrichtungen ihr Angebot jetzt an die sich verändernden Zielgruppen anpassen. Betriebe, die zielgruppenspezifisch auf die speziellen Bedürfnisse und Wünsche eingehen, haben einen klaren Wettbewerbsvorteil. Der Fördercall Demografie hat hier viel in Bewegung gebracht“, erklärt Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.


11 der 12 Siegerprojekte befinden sich bereits in Umsetzung

So entstehen im Loisium (Langenlois) ein barrierefreies Leitsystem, barrierefreie Audioguides und zusätzliche Kinderangebote in der Gastronomie. Das Stift Altenburg richtet sein Angebot auf Mehrsprachigkeit aus und schafft neue Vermittlungsangebote für Kinder und Familien. Im Stift Göttweig wird die Stiftsanlage in weiten Bereichen barrierefrei gestaltet und der Web-Auftritt wird überarbeitet. Die Kittenberger Erlebnisgärten (Schiltern) schaffen einen barrierefreien Eintrittsbereich und arbeiten an spezielle Kinderprogrammen und das MAMUZ Museum (Mistelbach) bietet eine neue Museums-App als begleitendes Hilfsmittel für die BesucherInnen-Rundgänge. Der Naturpark Ötscher Tormäuer (Wienerbruck) fokussiert sich noch stärker auf ein Kinder- und Jugend-Angebot. Zusätzlich wird das Hüttendorf für Nächtigungen ausgebaut. Auch die Perlmutt-Manufaktur im Waldviertel (Felling) adaptiert ihr Angebot für die Bedürfnisse der neuen Zielgruppen und das Krahuletz-Museum (Eggenburg) arbeitet an einer umfassenden Neugestaltung des Web-Auftritts sowie der Erweiterung der kindgerechten Inhalte. Im Stift Seitenstetten wird eine Gartenakademie für Schulklassen und Jugendgruppen geschaffen und das Leit- und Infosystem neu gestaltet. Der Museumsverein Ostarrichi (Neuhofen an der Ybbs) baut seine „7 Schritte durch die Geschichte Österreichs“ mehrsprachig aus und arbeitet zudem am Kulturvermittlungsangebot für Jugendliche. Im Mohndorf Armschlag setzt man auf neue barrierefreie Vermittlungsangebote und Erweiterung des Mohnlehrpfades und die Steinschaler Naturhotels (Rabenstein an der Pielach) arbeiten an der Errichtung einer Garten-Schauküche, eines barrierefreien Rundwegs durch die Gartenanlage sowie an Angebots-Packages für die jeweiligen Zielgruppen.

Der Fördercall liegt in der Zielgerade, mit Herbst 2018 befinden sich alle 12 Siegerprojekte entweder in Umsetzung oder sind bereits realisiert. ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki ist mit dem Call sehr zufrieden: „Als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich arbeiten wir daran, Entwicklungen und langfristige Trends so aufzubereiten, damit sie für die niederösterreichischen Betriebe und Gemeinden konkret nutzbar werden. Wie man an den Siegerprojekten sieht, sind wir hier auf einem sehr guten Weg.“