24.11.2016

Erstes Wirtschaft 4.0-Kooperationsprojekt zieht Zwischenbilanz

Seit einem Jahr läuft in Niederösterreich unter dem Titel Enterprise 4.0 ein Kooperationsprojekt, das sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die heimische Wirtschaft befasst. Jetzt fand das erste Enterprise 4.0 Forum statt. „Es gibt in Österreich kein vergleichbares Kooperationsprojekt. Hier wurden Best-Practice-Projekte diskutiert, dokumentiert und erforscht. Dabei zeigt sich, dass jeder Betrieb individuelle Lösungen finden muss, um die Herausforderungen der Wirtschaft 4.0 zu meistern“, zogen Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav und ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki im Novomatic Forum Zwischenbilanz über das ecoplus Gemeinschaftsprojekt von Mechatronik- und Kunststoff-Cluster.


„Who is Who“ der niederösterreichischen Wirtschaft

Enterprise 4.0 richtet sich an Unternehmen der produzierenden Industrie mit hohem Wertschöpfungsanteil in Österreich und hohem Exportanteil sowie mit einem Umsatz ab 50 Millionen Euro oder mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ziel des 2015 gestarteten Kooperationsprojekts ist eine Steigerung der Umsatzrentabilität der Projektpartner durch die Nutzung der digitalen Möglichkeiten innerhalb der eigenen Geschäftsprozesse. Elf Projektpartner sind beteiligt, unter ihnen das „Who is Who“ der niederösterreichischen Wirtschaft: buntmetall amstetten, RIC (Regionales Innovations Centrum), TEST-FUCHS, Georg Fischer Fittings, NOVOMATIC Gaming Industries, Bene Büromöbel, Doka, FHW Franz Haas Waffelmaschinen, Welser Profile Austria, Riegl Laser Measurement Systems und Hörbiger Kompressortechnik Holding.


Digitale Transformation ist unternehmerische Challenge

„Eine zentrale Erkenntnis der letzten Monate im Enterprise 4.0-Projekt ist die Tatsache, dass man die Lehren, die jedes Unternehmen aus den Umwälzungen durch die Digitalisierung zieht, nicht delegieren kann, sondern zur Chefsache erklären muss. Alle Hierarchien eines Unternehmens müssen miteinander kooperieren. Denn es zeigt sich auch, die digitale Transformation ist keine rein technische Herausforderung, sondern vor allem eine unternehmerische Challenge“, erklärt Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav und ergänzt: „Alle Betriebe vereint zudem die Herausforderung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Kompetenzen auszustatten, die die Wirtschaft 4.0 benötigt.“ Beispielsweise setzt die Firma Novomatic auf alternative Ausbildungsvarianten. Und auch die Firma Welser Profile in Ybbsitz forciert zielgerichtete Qualifikationsmaßnahmen.


Zwei-jähriges Qualifizierungsprogramm für Wirtschaft 4.0

Das Land Niederösterreich unterstützt hier Firmen, unter anderem mit dem zwei-jährigen Qualifizierungsprogramm für Wirtschaft 4.0 „Future of Production Network“ mit über 30 einzelnen Workshops, die von der Zukunftsakademie Mostviertel gemeinsam mit allen niederösterreichischen Fachhochschulen erstellt wurden.


ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki betont:„Das erste Enterprise 4.0 Forum zeigt, dass Innovation durch Kooperation nicht von ungefähr seit 15 Jahren das Motto der ecoplus Cluster Niederösterreich ist. Seit damals tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kooperationsgedanken in mehr als 600 Projekten erfolgreich zu den Unternehmen und sind damit gemeinsam mit den Betrieben immer am Puls der Zeit.“