Förderpaket digi4KMU

digi4KMU: Förderung für niederöstererichische Betriebe mit 10 Millionen Euro beim digitalen Wandel

Mit der Corona-Krise habe die Digitalisierung noch mehr an Bedeutung gewonnen und sie werde auch in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, erläuterte die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, dass man sich als nächstes Ziel gesetzt habe, kleine und mittlere Betriebe, Gründer und Startups noch intensiver beim Ein- und Umstieg in die digitale Welt zu unterstützen. Mit einem eigenen Maßnahmenpaket fördere man nicht nur Beratungsleistungen, sondern helfe auch bei der Erstellung und Umsetzung eines Digitalisierungskonzeptes, „damit unsere Betriebe und ihre Mitarbeiter noch zukunftsfitter werden“, so Mikl-Leitner.

 

Umfassendes Digitalisierungspaket zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes

Das Digitalisierungspaket mit dem Titel „digi4KMU“ enthält dabei drei konkrete Maßnahmen: Zum ersten können Betriebe einen digi-Assistenten anfordern, um in Beratungsgesprächen Ansatzpunkte der Digitalsierung im jeweiligen Unternehmen zu identifizieren. „Wir fördern diese Beratungsleistungen im Umfang von bis zu 60 Stunden und 3.300 Euro“, so die Landeshauptfrau. Zum zweiten fördere man auch die Erstellung von digi-Konzepten, und zwar mit 50 Prozent bis zu 25.000 Euro. Dabei solle sich für Betriebe insbesondere die Fragestellung klären, was die Digitalisierung für einen Mehrwert für sie, ihre Mitarbeiter und die Gesellschaft bringe, so Mikl-Leitner. „Die Konzepte müssen auch umgesetzt werden“, führte die Landeshauptfrau aus, dass zum dritten auch digi-Investitionen unterstützt werden, also die konkrete Umsetzung und Implementierung von Digitalisierungsmaßnahmen im Betrieb. Die Förderhöhe beträgt dabei auch 50 Prozent und bis zu 25.000 Euro. „Es sind also in Summe bis zu 53.300 Euro Förderung pro Betrieb, die von einem Betrieb abgeholt werden können“, informierte die Landeshauptfrau, dass seitens des Landes Niederösterreich dafür rund 10 Millionen Euro investiert werden.

Mit der Förderaktion digi4KMU wolle man die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärken sowie Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichern, so die Landeshauptfrau, die sich bei Landesrat Danninger und Wirtschaftskammer-Präsident Ecker für die Erarbeitung des Digitalisierungspaketes bedankte.

Landesrat Jochen Danninger ergänzte, dass die Basis für den digitalen Wandel eine gut ausgebildete digitale Infrastruktur in bestmöglicher Qualität sei. Während des Lockdowns seien in Niederösterreich täglich um rund 30 Prozent mehr Daten verbraucht worden als zuvor. Um für die digitale Zukunft gerüstet zu sein, investiere man in die Datenleitungen, erinnerte der Landesrat daran, dass kürzlich mit den Gemeinden weitere 100 Millionen Euro für Investitionen in den nahezu flächendeckenden Breitbandausbau freigemacht worden seien.

 

Unternehmen sollen gestärkt aus der Krise kommen

Gerade jetzt in der Corona-Krise heiße es für die Wirtschaft in Niederösterreich „vorauszuplanen“, führte Danninger aus, dass viele Betriebe alles unternehmen, um gestärkt aus der Krise zu kommen. Mit dem Digitalisierungspaket wolle man ihnen „den richtigen Hebel“ in die Hand geben. Der digi-Assistent in Kooperation mit der Wirtschaftskammer zeige die Möglichkeiten auf, die die Digitalisierung einem Unternehmen bietet. Zum zweiten Förderschritt, der Erarbeitung von neuen digi-Konzepten, sagte der Landesrat: „Hierbei werden Strategien oder Planungen für gezielte Vorhaben erarbeitet. Also auch Geschäftsprozesse analysiert und die Einpassung von Digitalisierungsprozessen in den jeweiligen Betriebsablauf in konkrete Konzepte gefasst. Denn in welchem Umfang und in welchen Bereichen digitale Technologien im Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden können, muss genau ausgearbeitet werden.“

Die digi-Investition sei dazu da, um den Einsatz von digitalen Technologien in Niederösterreich voranzutreiben: „Gefördert werden Investitionen, die direkt den digitalen Wandel der Unternehmen vorantreiben. Dazu zählen beispielsweise die Anschaffung von Hard-und Software-Lösungen oder Laser-, 3D-Druck-Systeme“. Zum Beispiel könnte ein Tischler mit dieser Förderschiene eine Webseite entwickeln, wo seine Produkte in 3D gezeichnet werden können. Diese Daten werden automatisch verarbeitet und direkt auf die Schneid- und Fräsmaschinen übertragen. „Für die Realisierung größerer Digitalisierungsprojekte gibt es die Möglichkeit einer Haftung der landeseigenen NÖBEG“, so Danninger.

Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker freute sich, dass die bewährten TIP-Beratungsförderungen nunmehr Teil der neuen Förderaktion digi4KMU sind: „Wir sehen schon seit einigen Jahren, dass bei den geförderten Beratungen unserer Technologie- und Innovationspartner (TIP) der Schwerpunkt immer stärker auf der Digitalisierung liegt.“ Im Vorjahr seien insgesamt 431 Innovations-Beratungen mit einem Volumen von 600.000 Euro gefördert worden, etwa 40 Prozent dieser Beratungen seien dem Themenbereich Digitalisierung zuzuordnen.

Nähere Informationen: http://noe.gv.at/digi4kmu

Die Förderaktion gilt bis 31.10.2020.