24.05.2018

FOOD FRAUD – eine Bedrohung?

Die zunehmende Globalisierung z. B. beim Import von Rohstoffen öffnet auch in der Lebens- und Futtermittelproduktion Tür und Tor für Verfälschungen („Food Fraud“) jeglicher Art. Die Bedrohung durch „Food Fraud“ ist schwer abschätzbar, da der Betrug nicht oder nur bedingt erkennbar ist.

Bekannte Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind der Melamin-Milch-Skandal in China (2008), der Pferdefleischskandal in Europa (2013) sowie diverse Olivenöl-Panschereien.

PRÄVENTION & KOMMUNIKATION

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Food Fraud und Krisenkommunikation“ haben Unternehmen aus Niederösterreich (Esarom, Gutschermühle, Haubis und das Qualitätslabor Niederösterreich) einerseits Analysemethoden kennengelernt, mit welchen Verfälschungen zweifelsfrei nachgewiesen werden können. Darüber hinaus wurde von der Quality Austria (Mag. Elisabeth Voltmer) vermittelt, wie betrügerische Aktivitäten erkannt und eingeschätzt werden können. Basierend auf betriebsinternen Qualitätsmanagementsystemen (IFS, FSSC 22000, BRC etc.) wurde eine Anfälligkeitsanalyse (Vulnerability Assessment) durchgeführt und ein Maßnahmenplan zur Vermeidung von Verfälschungen (Mitigation Plan) implementiert.

Ergänzt wurde diese Qualitäts-Management-Einheiten durch eine Krisenkommunikations- und Medientraining bei der Agentur INTOMEDIA.

Anhand eines Krisenszenarios wurde der Umgang mit Print-, Radio- und TV-Journalisten trainiert und wertvollen Feedback eingeholt.

Die Teilnahme von einerseits QM-SpezialistInnenen bzw. PR-Beauftragten auf der anderen Seite erwies sich bei den großen Lebensmittelproduzenten als exzellente Kombination von Experten-Know-How und lieferte wertvolle Synergien zur Bewältigung von betriebsinternen Krisensituationen.

Weitere Informationen:
Martina Zederbauer
+43 2742 9000-19676