Brauerei-Anlage

„FoSim“ – Evaluierung von Strategien zur Reduktion von Fouling und Reinigungsaufwand in der Lebensmittelindustrie mittels experimenteller und simulativer Verfahren

Trotz der Einhaltung von Hygienestandards und der Verwendung von State-of-the-Art Konzepten zur Reinigung und Desinfektion ist die Bildung von prozessbedingten Ablagerungen (sog. Fouling) bei der Lebensmittelverarbeitung vielfach unvermeidbar. Mit dem Fouling geht ein Effizienzverlust der Produktion sowie ein erhöhtes mikrobielles Kontaminationsrisiko einher. Gerade bei temperaturintensiven Prozessen werden sehr hartnäckige, filmartige Verschmutzungen ausgebildet, welche unter großem Aufwand in regelmäßig durchgeführten Reinigungszyklen entfernt werden müssen.

Oberstes Ziel muss daher neben der Fouling-Reduktion die Optimierung der Reinigungsprozesse sein, um diese möglichst ökonomisch und ökologisch zu gestalten und gleichzeitig Verbrauchersicherheit zu gewährleisten.

Ziel dieses Projektes ist es daher, die initiale Schmutzverteilung mithilfe von computergestützten Methoden zu evaluieren und somit Reinigungsprozesse vorhersagbar zu machen und bedarfsgerecht zu gestalten. Die initiale Modellentwicklung soll daher anhand einer Case Study (z.B. im Bereich Milch- und Milchalternativprodukte bzw. Getränke) durchgeführt werden. Als Vermeidungsstrategien werden u.a. alternative Erhitzungsverfahren bewertet (u.a. Vergleich einer volumetrischen ohmschen Erhitzung mit konventioneller Erhitzung) und experimentelle Ergebnisse mit Vorhersagen aus der Simulation von Fouling und Reinigungserfolg verglichen.

Erwartete Projekt Outcomes
  • Etablierung einer Methode zur Vorhersage von Fouling
  • Simulation von Fouling und Reinigung anhand einer Case Study
  • Umfassende Ergebnisse zum Fouling-Verhalten z.B. von Milch- und Milchalternativprodukten
  • Ableitung effizienter Strategien zur Reduktion von Fouling und Reinigungsaufwand
Benefits für interessierte Industriepartner
  • Detailkenntnisse über relevante Fouling-Parameter für Ihr Produkt
  • Zugang zu bedarfsangepassten Strategien zur Reduktion von Fouling und Reinigungsaufwand
  • Verbessertes Verständnis der Einflussgrößen auf Fouling und Reinigung in Ihrem Prozess
  • Know-how-Gewinn im Bereich der effizienten Reinigungs- und Foulingsimulation
  • Praktische Überprüfung von Hygienic Design Kriterien von Anlagen und -komponenten und damit Beitrag zur Verbesserung der hygienegerechten Produktionsgestaltung
  • Branchenübergreifende Interaktion und Erfahrungsaustausch innerhalb des Konsortiums
  • Zugang zu Expertise und Forschungsnetzwerk der Universität für Bodenkultur Wien sowie des Fraunhofer-Institutes für Verfahrenstechnik und Verpackung und der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG)
  • Einfluss auf Projektinhalte und direkter Zugriff auf Projektergebnisse

 

Geplanter Projektzeitraum

Q1/2024 – Q4/2025

 

Interessierte Unternehmenspartner werden noch gesucht!

 

Angesprochene Branchen und Disziplinen

  • Anlagen- und Maschinenbau
  • Lebensmittelverarbeitung
  • Lebensmittel- und Biotechnologie
  • Hersteller von Oberflächen- und Kontaktmaterialien
  • Hersteller und Anbieter von Reinigungs- und Desinfektionslösungen
  • Lebensmittelkontrolle

 

Forschungspartner

 

Einreichende Verbände

 

Projektförderung

Das Projekt wird als CORNET Projekt zur Förderung eingereicht. CORNET gehört zum Programm der kollektiven Forschung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit bis zu 65% gefördert. Die restlichen 35% der F&E-Kosten werden von Unternehmen finanziert.

 

Möchten Sie mehr zu diesem Projekt wissen?

Lebensmittel Cluster Niederösterreich
Magdalena Resch
+43 664 601 19673

Universität für Bodenkultur
Institut für Lebensmitteltechnologie
Elena Zand

 

Weiterführende Literatur (Handlungsempfehlungen für die Produktionshygiene in der Lebensmittelindustrie)

 

Kontakt
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