Heimische Exportwirtschaft sagt 2019 „Nǐ hǎo“ und „Bonjour“
24.10.2018

Heimische Exportwirtschaft sagt 2019 „Nǐ hǎo“ und „Bonjour“

Der Export ist eine wesentliche Wachstumsstrategie für Unternehmen und somit auch eine der wichtigsten Säulen der niederösterreichischen Wirtschaftsstrategie. ecoplus International, die WKNÖ und die IV-NÖ unterstützen daher die heimische Exportwirtschaft mit einer Reihe von Maßnahmen. Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, WKNÖ-Vizepräsident Christian Moser und IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer informierten bei einer Pressekonferenz über die aktuellen Aktivitäten zur Stärkung der niederösterreichischen Exporteure und über die neuen neue Zielmärkte der niederösterreichischen Internationalisierungsoffensive: „Gerade in der Zeit der Wirtschaftskrise – aber auch die Entwicklungen der letzten Jahre -  haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich im Bereich Export breit aufzustellen und regelmäßig auch neue Märkte zu sondieren. Im kommenden Jahr werden wir Frankreich und China für unsere Exporteure aufbereiten.“

 

Frankreich und China als neue Exportmärkte für 2019

2019 müssen Niederösterreichs Exportbetriebe gleich zweimal ihre Fremdsprachenkenntnisse auffrischen, um sowohl mit „Nǐ hǎo“ als auch „Bonjour“ grüßen zu können. Denn im kommenden Jahr werden mit Frankreich und China gleich zwei neue Märkte in Angriff genommen. „Frankreich liegt im Ranking der wichtigsten niederösterreichischen Exportmärkte auf Platz 9. Es gibt also durchaus noch Wachstumspotenzial, wie auch eine aktuelle Kundenumfrage von ecoplus International bestätigt. Wir setzen uns zum Ziel, bis 2023 einen Warenexport von 815 Millionen Euro zu erreichen, das entspricht rund drei Prozent Wachstum pro Jahr. Im Sinne einer geographischen Diversifikation sind wir aber auch ständig aktiv, fernere Wachstumsmärkte gemeinsam mit der heimischen Exportwirtschaft zu sondieren – aktuell geht unser Blick Richtung China“, informierte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

 

Delegationsreise für April 2019 nach China ist geplant

China ist in vielerlei Hinsicht ein herausfordernder Markt, bietet aber immer noch große Chancen auf langfristiges Wachstum in den kommenden Jahren. In manchen Bereichen, wie etwa Künstliche Intelligenz, Digitalisierung oder auch eMobiltiät, gehört China zunehmend zu den Technologieführern. „Um hier als Türöffner zu fungieren, planen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ich für April 2019 gemeinsam mit ecoplus International, der WKNÖ und der IV-NÖ eine niederösterreichische Delegationsreise nach Shanghai, Hangzhou, Hauptstadt der NÖ Partnerprovinz Zhejiang und Hongkong.“, so Landesrätin Bohuslav weiter.

Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, wies darauf hin, dass es für ein einzelnes exportierendes Unternehmen immer schwieriger werde, rechtzeitig internationale Trends und Themen zu erkennen. Deshalb habe die Wirtschaftskammer die Innovationsagentur ins Leben gerufen: „35 der 110 weltweiten Standorte unserer Aussenwirtschaftsorganisation fungieren als Trendscouts und Innovationscenter. Niederösterreichische Betriebe erhalten so Zugang zu internationalen Technologie- und Innovationszentren und können kostengünstig an deren Wissen- und Forschungsergebnissen andocken.“ Als Praxisbeispiel führt Vizepräsident Moser einen im November an der Stanford University stattfindenden Workshop zur neuesten Technologie im Bereich 3 D Druck an: „Die Kosten am freien Markt würden dafür um die 6.000 Dollar betragen. Unser Aussenwirtschaftscenter organisiert die Teilnahme zu einem Betrag von 300 Euro.“

 

Freihandel als entscheidender Motor für Wirtschaftswachstum

In Hinblick auf die Bedeutung des Exports für die Niederösterreichischen Unternehmen sprach sich Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, explizit gegen Handelsbeschränkungen aus: „Aus Sicht der Industrie ist Freihandel ein entscheidender Motor für Wirtschaftswachstum. Überzogener Handelspatriotismus und Abschottung haben noch nie zu allgemeinem Wohlstandswachstum geführt. Deswegen brauchen wir faire Wettbewerbsbedingungen für Freihandel. Nur so können wir Standards festlegen und Verstöße sanktionieren. In Niederösterreich erzeugte Güter sind weltweit gefragt, viele Produktionsbetriebe haben Exportquoten von über 90 Prozent.“

„Niederösterreichs Unternehmerlandschaft ist von kleinen und mittleren Betrieben dominiert. Unsere Exportunterstützung ist daher auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. Pragmatisch und ‚hands-on‘ begleiten wir niederösterreichische KMU beim Schritt auf neue Auslandsmärkte“, erklären unisono ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki und Gabriele Forgues, Geschäftsführerin von ecoplus International.