29.11.2016

Hoffnungsmarkt Iran: Geduld der Exporteure ist gefragt

Im April 2016 besuchte eine gemeinsame Wirtschaftsdelegation des Landes Niederösterreichs, der Wirtschaftskammer NÖ, der Industriellenvereinigung NÖ, ecoplus International unter der Leitung von Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav den Iran. Die mitgereisten Unternehmen nutzten die Möglichkeit, Geschäftskontakte mit iranischen Betrieben zu knüpfen bzw. aufzufrischen.

Vielversprechender Markt

Ein halbes Jahr nach der Wirtschaftsreise zogen Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav, WKNÖ-Vizepräsident Dr. Christian Moser, IVNÖ-Präsident Thomas Salzer und Mag. Hermann Kalenda, Leiter Kommerzkunden Niederösterreich der RLB NÖ-Wien eine Zwischenbilanz: „Der Fall der Sanktionen war ein essenzieller Meilenstein, der Iran ist ein vielversprechender Markt, aber für den Geschäftsabschluss mit iranischen Betrieben brauchen unsere Unternehmen weiterhin viel Geduld. Einige positive Geschäftsabschlüsse bestätigen den Schritt in den Iran.“

Sehr gute Kontakte in den Iran

„Mit ecoplus International haben wir gezielt Märkte identifiziert, auf denen wir große Chancen für die niederösterreichische Wirtschaft sehen. Der Iran ist mit einer Bevölkerung von knapp 80 Millionen Personen und einer Wirtschaft mit hohem Entwicklungspotenzial einer dieser Hoffnungsmärkte. Ein halbes Jahr nach unserer Delegationsreise zeigt sich, dass die mitgereisten niederösterreichischen Firmen sehr gute Kontakte knüpfen konnten. Für das Irangeschäft ist aber auch viel Geduld gefragt, doch ich bin überzeugt: Es macht sich bezahlt“, betont Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Chancen für niederösterreichische Betriebe

„Niederösterreichs Betriebe genießen im Iran ein hervorragendes Image. Diesen Startvorteil wollen wir nutzen. Nach Aufhebung der Sanktionen gibt es enormen Investitionsbedarf im Iran. Wir sehen vor allem in den Bereichen Energie- und Umwelttechnologie, Infrastruktur und Verkehr sowie Industrieausrüstungen große Chancen für die niederösterreichischen Betriebe“, erklärt WKNÖ- Vizepräsident Dr. Christian Moser. „Für Branchen wie die österreichische Bau- und Maschinenindustrie ist weiterhin der richtige Zeitpunkt, um im Iran aktiv zu werden und Geschäfte zu machen“, ist IVNÖ-Präsident Thomas Salzer überzeugt.

Bereits erste Aufträge im Iran

„Es zeigt sich, dass mit unserer Wirtschaftsreise der Grundstein für erste Aufträge niederösterreichischer Firmen im Iran gelegt wurde“, betonen ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki und ecoplus International Geschäftsführerin Dr. Gabriele Forgues. „Firmen wie Compact Milling Systems, Schnabl Stecktechnik, Voith Digital Solutions (ehemals VOITH Turbo) und sind bereits konkrete Geschäftsbeziehungen mit iranischen Betrieben eingegangen. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten weitere Aufträge folgen werden.“