In Seibersdorf werden Zukunftswerkstoffe Wirklichkeit
29.03.2017

In Seibersdorf werden Zukunftswerkstoffe Wirklichkeit

Die RHP Technology GmbH in Seibersdorf ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von innovativen funktionellen Werkstoffen aus Metall und Keramik sowie Pulverspritzguss, Heißpressen und 3D Druck. Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav informierte sich bei einem Betriebsbesuch über die Arbeit dieses niederösterreichischen Hightech-Unternehmens. „Es ist sehr beeindruckend zu sehen, welche innovativen Produkte heute schon möglich sind. Im Zusammenspiel von Forschung und Entwicklung mit Wirtschaftsgeist und einem Blick für das Mögliche werden hier Werkstoffe von morgen heute schon Wirklichkeit“, zeigt sich Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav beeindruckt.


Musterbeispiel für die Umsetzung der Kernstrategie Forschung, Entwicklung und Marktumsetzung

Das RHP Technology GmbH entstand 2010 als Spin-off aus der Forschungsgruppe Materials des AIT Austrian Institute of Technology / Forschungszentrum Seibersdorf. „Das Unternehmen ist ein Musterbeispiel für die Umsetzung der Kernstrategie Forschung, Entwicklung und Marktumsetzung aus unserer Wirtschaftsstrategie 2020. Denn Forschung und Entwicklung alleine reichen nicht aus, um zu wirtschaftlichem Erfolg zu kommen. Es braucht den erfolgreichen Absatz am Markt“, erläutert Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Heißpressverfahren und Entwicklung neuer Hochleistungswerkstoffe

Mit rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimiert RHP Technology für seine Kunden weltweit neue Werkstoffe, die über ein im Unternehmen weiterentwickeltes rasches Heißpressverfahren hergestellt werden. In weniger als einer Stunde werden Bauteile und ihre Komponenten bei Temperaturen von bis zu 2.400°C zu Werkstücken geformt. Dadurch lassen sich Herstellungskosten und Entwicklungszeiten drastisch reduzieren. RHP-Technology fokussiert seine Produkte auf High-Tech Anwendungen in denen oft Werkstoffe mit speziellen Eigenschaften benötigt werden - sei es in einem Flachbildfernseher, einem Hochleistungs-Computer, einem Photovoltaikpanel oder auch als verschleißbeständige Schicht auf Fräswerkzeugen und Bohrern. Neue Hochleistungswerkstoffe aus Diamanten und Metallen sollen etwa in Rennautos oder am Europäischen Teilchenbeschleuniger CERN eingesetzt werden.

 

Wichtiger Partner im ecoplus Kunststoff-Cluster

DI Michael Kitzmantel, einer der beiden Geschäftsführer erläutert: „Durch die überbetriebliche Zusammenarbeit mit den anderen Clusterpartnern bekommt man einerseits einen guten Einblick, welche Werkstoffe gebraucht werden und wo sich bei der praktischen Anwendung Probleme ergeben können. Gleichzeitig wird man selbst auf immer neue Ideen und Entwicklungen gebracht. Für uns ist der rege Austausch sehr wichtig.“ ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki: „Aktuell sind im Kunststoff-Cluster 120 Clusterpartner aus Niederösterreich mit weit über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von mehr als sechs Milliarden Euro vernetzt. Allein durch die Vielfalt der Unternehmen und Forschungspartner ergeben sich zahllose Möglichkeiten zur gewinnbringenden Zusammenarbeit – von der Grundlagenforschung in nationalen und internationalen F&E-Projekten bis zur gezielten Produktentwicklung.“