Kommunikationsoffensive für Naturjuwele an der Pielach
23.11.2018

Kommunikationsoffensive für Naturjuwele an der Pielach

Die Naturschutzgebiete am Unterlauf der Pielach bieten ein weitgehend intaktes und vielfältiges Zuhause für europaweit geschützte Arten. Seit mehr als zehn Jahren sorgt die ARGE Kleinregion Schallaburg dafür, dass diese Schutzgüter erhalten bleiben und sich weiter entwickeln können. Jetzt werden zusätzliche Maßnahmen zur Wissensvermittlung und zur Bewusstseinsbildung gesetzt. Das Ziel dabei ist, das Wissen über Arten und Lebensräume bei Bevölkerung und Besuchern zu steigern und sie für Naturschutz zu sensibilisieren. „Ein Aufenthalt in der Natur ist ein wahrer Kraftspender. Wer die komplexen Zusammenhänge der Natur versteht, nimmt sie noch intensiver wahr und will auch dazu beitragen, dass diese Energiequelle erhalten bleibt. Daher finde ich es so wichtig, dass die ARGE ihre Arbeit jetzt auch öffentlichkeitswirksam präsentiert“, lobt Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav die Pläne.


Die Pielach besitzt noch naturnahe Fluss- und Uferstrukturen

Die Pielach stellt mit ihren dynamischen Wildflussstrecken, in denen sich der Fluss nahezu völlig frei entwickeln kann, ein einzigartiges Naturjuwel dar. Am und im Fluss leben seltene Amphibien-, Libellen-, Fisch- und Vogelarten. Die Pielach ist Heimat von gefährdeten Arten wie Würfelnatter, Flussuferläufer, Huchen und der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel. Eine besondere Attraktion im Schutzgebiet ist eine rund 20 Hektar große Weidefläche für Konikpferde. Das ganze Jahr über kann man diese ursprüngliche Kleinpferderasse aus dem mittel- und osteuropäischen Raum, welche dem europäischen Wildpferd sehr nahe steht, im Augebiet beobachten. In der Neubacher Au sind Bade- und Fischteiche zu finden, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Um die Pflege dieser Naturschätze, die zu den Gemeinden Loosdorf und Schollach gehören, kümmert sich die ARGE Kleinregion Schallaburg. Diese wird ihre Tätigkeiten ausweiten und verstärkt auf Wissensvermittlung setzen.

 

Neue Projekte & Wissensvermittlung zur Erhaltung dieses Rückzugsgebietes

Für die nächsten drei Jahre sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Ein neuer Besuchertreffpunkt wird nicht nur Ausgangspunkt für regelmäßig stattfindende Exkursionen sein, sondern auch Platz für Veranstaltungen und Schulprojekte bieten. Generell werden Schulen stärker in Aktivitäten und Projekte eingebunden. Eine jährlich erscheinende Broschüre wird umfassend über das Naturschutzgebiet „Pielach-Ofenloch-Neubacher Au" informieren und auch die regionalen Medien werden regelmäßig mit Geschichten und Bildern versorgt. Diese sollen unter anderem im Rahmen eines Fotowettbewerbs entstehen. „Die Arbeit für die Erhaltung dieser Rückzugsgebiete für seltene Tier- und Pflanzenarten ist sehr wertvoll. Ich freue mich sehr, dass sie nun auch sichtbarer wird“, so Landesrätin Bohuslav.

Diese Aktivitäten werden im Rahmen eines LEADER-Projektes umgesetzt. „Wir konnten hier dafür sorgen, dass zwei Maßnahmen perfekt ineinander greifen. Die Natur wird davon ebenso profitieren wie die Menschen“, so Anton Gonaus, Obmann der LEADER-Region Mostviertel-Mitte.

 

Die LEADER-Region Mostviertel-Mitte hat dieses Projekt gemäß seiner lokalen Strategie zur Förderung ausgewählt. Es wird mit Unterstützung von Land und Europäischer Union (LEADER Fördermitteln) gefördert. Das Land Niederösterreich hat die Unterstützung aus Mitteln des EU – Programms LE / LEADER und der ecoplus Regionalförderung auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav beschlossen.