04.09.2016

Neuer Firmenstandort für die MAPLAN GmbH in Kottingbrunn

Der Maschinenbauer Maplan hat zwölf Millionen Euro in ein neues Produktionswerk samt Bürogebäude im CCK Wirtschaftspark Kottingbrunn investiert. Das Hightech-Areal könnte so aber auch in Silicon Valley stehen. Am 1. September wurde das Areal mit 400 Gäste aus der Wirtschaft durch Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner eröffnet.


Silicon Valley goes Kottingbrunn

„Wir leben hier das Google-Prinzip: Gleitzeitmodelle und Flexibilität, Innovation und Leistung, Besprechungsinseln und Freizeitlounges für Kommunikation und Erholung", sagt Maplan-CEO Wolfgang Meyer. „Für Transportwege stehen Elektroautos bereit. Wir wollten Raum für interdisziplinären Austausch, und nicht, dass jeder Mitarbeiter in seiner Abteilung sein Wurstbrot isst."

Bis August produzierte die Maplan GmbH in Ternitz, seit Mitte August läuft der Umzug. Das Change-Management war erfolgreich: 90 Prozent der Mitarbeiter gingen zum neuen Standort mit, Sozialverträge für jene, die nicht wechseln wollten, wurden ausverhandelt. Im ecoplus-Wirtschaftspark in Kottingbrunn war die freie Fläche und damit die Expansionsmöglichkeit gegeben - hier an der B17 sind derzeit auf 45 Hektar Fläche 27 Unternehmen angesiedelt. Für die Betreuung der Betriebe ist die Niederösterreichische Wirtschaftsagentur ecoplus zuständig, die auch an dem Park beteiligt ist. Zudem garantiert der Ballungsraum Wien eine gute Anbindung an den Flughafen Schwechat. Nach flotten drei Monaten wurde die Baugenehmigung erteilt, die Kaplanstraße wurde kurzerhand in Maplanstraße unbenannt.


Bekenntnis zum Standort Europa

Philippe Soulier: „Kottingbrunn ist ein klares Statement zu einer Produktion nach europäischen Standards. Und wir wollen dort sitzen, wo unsere Kunden sitzen. Die Maschinen werden für unsere Kunden ständig technisch angepasst, dokumentiert und nachgerüstet, und das erfordert Kommunikation und kurze Wege. Maplan-Maschinen haben eine Lebensdauer von 20 Jahren. Brauchen unsere Kunden Unterstützung, dann sind wir vor Ort!"

Die Maplan-Spritzgießmaschinen werden dafür eingesetzt, in der Autoindustrie Gummimetallteile zur Schwingungsdämpfung herzustellen, damit ein Ferrari lautlos und komfortabel über die Straße schweben kann. Sie werden auch verwendet, um Sicherheitselemente für Bohrlochabdichtungen in der US-Ölindustrie oder etwa Schienenzwischenlagen für die Deutsche Bahn zu produzieren.