Neue Studie: Clusterarbeit stärkt ganz Niederösterreich
03.02.2017

Neue Studie: Clusterarbeit stärkt ganz Niederösterreich

Die ecoplus Cluster Niederösterreich haben sich seit dem Start des Clusterprogramms im Jahr 2001 als anerkannte Branchennetzwerke etabliert und sind aus dem Alltag vieler Unternehmer nicht mehr wegzudenken. Die Cluster haben aber auch enorme Auswirkungen auf das gesamte Bundesland, wie eine neue Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der niederösterreichischen Clusterinitiativen belegt, die heute von Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav gemeinsam mit Dr. Christian Helmenstein vom Economica Institut und ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki vorgestellt wurde.

Positive Ergebnisse haben Auswirkungen auf ganz Niederösterreich

Der Wertschöpfungseffekt der ecoplus Cluster Niederösterreich beläuft sich seit dem Bestehen der Initiative 2001 bis zum Jahr 2015 in Niederösterreich auf insgesamt 73,3 Millionen Euro (österreichweit auf 81,3 Mio. €). Der österreichweite Beschäftigungseffekt beträgt 1.153 Jahresarbeitsplätze in Vollzeitäquivalenten. Der fiskalische Effekt der Clusterprojekte bezogen auf die einkommensabhängigen Abgaben in Österreich beträgt insgesamt 30,2 Millionen Euro. „Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache“, freut sich Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav. „Besonders wichtig ist aber auch, dass die Studie wissenschaftlich belegt, dass diese positiven Ergebnisse Auswirkungen auf ganz Niederösterreich haben und nicht nur auf einzelne Regionen.“

Cluster leisten einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Strukturwandel in Niederösterreich

Dr. Christian Helmenstein und sein Team haben auf Basis einer geoinformationsbasierten Analyse die flächenmäßige Verteilung der Clusterprojekte untersucht: „Unter Berücksichtigung der regionalen Verteilung der niederösterreichischen Betriebe erhält man eine relativ gleichmäßige Verteilung der Projektvolumina auf die Gemeinden.“  Die gesamt- und regionalwirtschaftliche Relevanz der Cluster reicht jedoch weit über die bereits angeführten Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und Fiskaleffekte der Clusterprojekte hinaus, denn die Cluster leisten einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Strukturwandel in Niederösterreich. Ein integraler Bestandteil ist dabei ihre technologische Kompetenz.

Cluster Niederösterreich sind ein wesentlicher Innovationsmotor

„Damit sind die Cluster Niederösterreich auch ein wesentlicher Innovationsmotor in unserem Bundesland“, erläutert Wirtschaftslandesrätin Bohuslav. „Das Clustermotto lautet nicht von ungefähr ‚Innovation durch Kooperation‘. Im Rahmen von überbetrieblichen Kooperationsprojekten wird Know-how in die Betriebe getragen, neue Themenfelder und zukunftsträchtige Trends werden für die Unternehmen aufbereitet und gleichzeitig stehen die Clusterinitiativen aber auch für inhaltliche Stabilität und sind kompetente Partner, auf die sich die heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer immer verlassen können.“

Bis dato wurden 643 Kooperationsprojekte mit über 3.500 Projektpartnern umgesetzt

Wie sehr die heimische Wirtschaft die Zusammenarbeit mit den ecoplus Clustern Niederösterreich schätzt, belegen auch die Bilanzzahlen 2016. ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki: „Mit Ende 2016 gibt es 584 Clusterpartner mit mehr als 82.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem Gesamtumsatz von fast 20 Milliarden Euro. Insgesamt wurden 1.229 Projekte - davon 643 Kooperationsprojekte mit über 3.500 Projektpartnern - umgesetzt oder befinden sich in Umsetzung. Dabei finden sich Themen wie die fortschreitende Digitalisierung in allen Clustern – eben auf die jeweilige Branche fokussiert. Im Mechatronik-Cluster haben wir zum Beispiel mit Enterprise 4.0 das österreichweit größte Kooperationsprojekt zu Wirtschaft 4.0.“