Noch mehr Radlgenuss im Thayaland
15.02.2019

Noch mehr Radlgenuss im Thayaland

Genussradeln ist die Devise im Radparadies Thayaland. Der insgesamt 111 Kilometer lange Thayarunde-Radweg erfreut sich zunehmender Beliebtheit, die Nutzungsfrequenz übertrifft die Erwartungen. Nach Abschluss des Infrastrukturprojekts und der Aufnahme des Weges in den Status einer NÖ-Hauptradroute, setzen die Betreiber zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität. Geplant sind intensivere Kooperation mit Gastro- und Hotelleriebetrieben, eine Regions-App und auch zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen. So werden etwa alte Eisenbahnwaggons als Unterkunftsmöglichkeiten adaptiert. „Radtourismus liegt voll im Trend. Die Besucherinnen und Besucher erwarten ein attraktives Rundum-Angebot. Von der Unterbringung über Gastronomie bis hin zu Serviceangeboten wie etwa Ladestellen für E-Bikes muss alles stimmen. Genau daran arbeiten die drei LEADER-Regionen im Waldviertel konsequent“, beschreibt Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav das Projekt.

 

Entspannte Radlzeit auf der Thayarunde

Der Radweg Thayarunde verläuft großteils auf den ehemaligen Bahntrassen Waidhofen/Thaya – Slavonice und Göpfritz/Wild-Raabs/Thaya. Liebevoll schmiegt sich diese Strecke an die sanften Geländeformen. Dampfloks konnten zur Zeit des Bahnbaus keine großen Steigungen bewältigen. Daher mussten die Eisenbahnbahnbauer die Landschaft glätten. Heute sind das ideale Voraussetzungen – vor allem für Familien – eine entspannte Radlzeit zu verbringen. Das Infrastrukturprojekt ist so gut wie abgeschlossen. Bereits jetzt nehmen Einheimische und Gäste das Angebot freudig an. Im Jahr 2016 wurden bei Frequenzmessungen etwa 17.000 Personen gezählt. Im Jahr darauf waren es bereits etwa 30.000. 2018 waren bereits ca. 35.000 unterwegs. In der jetzt folgenden Projektphase werden noch mehr Projektpartner in der Region „radfit“ gemacht. Vor allem werden Maßnahmen erarbeitet, um mehr „Bett & Bike“-Betriebe zu integrieren. Die Kooperation mit der Kleinregion ASTEG und insbesondere mit den Knödelwirten der Region wird intensiviert. Weiter sind geplant: das Sammeln von Erlebnispunkten, spezielle „Strecken für Kids“ sowie restaurierte, historische Eisenbahnwaggons als Unterkunftsmöglichkeiten. Das gesamte Angebot wird in einer Regions-App dargestellt und gemeinsam mit der NÖ Werbung, der Destination Waldviertel GmbH und der Werbegemeinschaft Radtouren Österreich vermarktet. Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav: „Es ist sehr erfreulich, wie rund um diese Radstrecke laufend neue Aktivitäten entstehen, von denen Tourismusbetriebe, Handel, Gemeinden und vor allem die Gäste profitieren.“

 

Langjährige Entwicklung des Radparadieses

Der Verein Zukunftsraum Thayaland koordiniert die Aktivitäten, bei denen drei LEADER-Regionen zusammenarbeiten. Vereinsobmann ist Eduard Köck, Mitglied des Bundesrates und Bürgermeister der Gemeinde Thaya. Er betont: „Wir arbeiten schon seit zehn Jahren an der Entwicklung dieses Radparadieses. Die Ideen, sie laufend attraktiver zu machen, gehen uns nicht aus.“

Die LEADER-Regionen Waldviertler Grenzland, Waldviertler Wohlviertel und Kamptal haben dieses Projekt gemäß ihrer lokalen Strategie zur Förderung ausgewählt. Es wird mit Unterstützung von Land und Europäischer Union (LEADER Fördermitteln) gefördert. Das Land Niederösterreich hat die Unterstützung aus Mitteln des EU – Programms LE / LEADER und der ecoplus Regionalförderung auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav beschlossen.