NÖ Bau-Know-How went to China
11.11.2019

NÖ Bau-Know-how auf der Passivhaustagung in China präsentiert

歡迎來到中國!Herzlich Willkommen in China!

Die 23. Internationalen Passivhaustagung von 9.-11.10. 2019 in Gaobeidian fand erstmals außerhalb deutsch-sprachiger Länder statt. Sie stellte in jeder Hinsicht eine Passivhaustagung der Superlative dar. Neben 350 internationalen Kongressteilnehmern aus 50 Ländern der Welt waren 800 Teilnehmer aus China. Darüber hinaus besuchten in drei Tagen über 35.000 Besucher die Passivhaus-Fachausstellung.

Der Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich war eingeladen mehrere „Best Practise“ Beispiele aus Niederösterreich zu präsentieren!

Niederösterreichische Bauprojekte vorgestellt

In den sehr gut besuchten Sessionen: „Austrian Workshop“ und „Deep retrofits in Europe“ stellte Martin Huber neben den Projekten BH St. Pölten, Karl Ladsteiner Privat Universität, IST LAB Building East und die Mustersanierung Volksschule Ziersdorf auch die durch das „Pflichtenheft Energieeffizienz“ ausgelöste Erfolgsstory des Passivhausstandards bei niederösterreichischen Landesgebäuden vor.

Beeindruckend ist einerseits die Motivation der Chinesen den Passivhausstandard umzusetzten und andererseits die Größendimensionen der umgesetzten bzw. geplanten Passivhausprojekte. So sagte Xu Wei, die Vorsitzende der China Passive Buildings Alliance, dass derzeit in China 1 Million m² Passivhaus-Fläche gebaut sind und es bald 1 Milliarde m² sein werden!

Viele der Pionierprojekte werden von Passivhausexperten aus Österreich (z.B. Schöberl&Pöll, Arch. Reinberg, Arch. Tribus, Uni Innsbruck) begleitet.

China setzt vermehrt auf Passivhausbauweise

Spannend waren die Exkursionen zu den gebauten Passivhausbeispielen in der Region Beijing und Hebei. Darunter die weltweit größte Passivhaus-Siedlung mit 330.000 m² zertifizierter Passivhaus-Wohnfläche in der Bahnstadt Gaobeidian, bestehend aus acht Wohnhochhäusern mit je 28 Stockwerken, 12 Mehrfamilienhäusern und 6 Villen. Im Endausbau soll dieser Stadtteil 1,2 Millionen m² Passivhaus-Wohnfläche umfassen. Zu beobachten war, dass die Bauausführung der Gebäudehülle handwerklich schon sehr hochwertig ist, im Bereich der Lüftungsanlagen jedoch noch einiges sowohl an Planungs- als auch an Ausführungserfahrung fehlt.

Ein Resümee der Tagung: hinsichtlich des globalen Klimaschutzes gilt die Feststellung „Solange China nichts tut, brauchen wir uns auch nicht anzustrengen!“ für den Neubaubereich definitiv nicht mehr! Die Anstrengungen Chinas im Gebäudebereich die Energieeffizienz wesentlich zu verbessern sind offensichtlich und werden die entsprechenden Auswirkungen haben.

Ausführliche Rückblicke finden Sie hier:

Nachbericht auf der offiziellen Webseite der 23. Internationalen Passivhaustagung

Nachbericht von ecotechnology austria

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