NÖ Delegation in die Emilia-Romagna im Zeichen von Digitalisierung und Technologie
08.12.2018

NÖ Delegation in die Emilia-Romagna im Zeichen von Digitalisierung und Technologie

Die italienische Region Emilia-Romagna zählt zu den europäischen Top Regionen in den Bereichen Digitalisierung und Technologie. Eine niederösterreichische Expertendelegation unter der Leitung von Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav informierte sich Ende November bei einem zweitägigen Besuch in der Emilia-Romagna über die Aktivitäten der wichtigsten Player im Bereich Digitalisierung und Forschung. „Es ist immer wichtig, über den Tellerrand zu schauen und sich zu informieren, wie in anderen erfolgreichen Regionen zu konkreten Themen gearbeitet wird. Die Emilia-Romagna hat gerade im Bereich der Forschung ähnliche Strukturen, wie Niederösterreich. Daher konnten wir von dieser Delegationsreise eine Vielzahl an Inputs und Anregungen mitnehmen“, erläutert Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav.



Gespräche, Unternehmensbesuche und Blicke hinter den Vorhang

„Niederösterreich ist ein europaweit anerkannter Forschungs- und Innovationsstandort und auch im Bereich Digitalisierung haben wir neue Maßstäbe gesetzt – Stichwort Haus der Digitalisierung. Wir sind also sehr gut unterwegs, doch in diesem Bereich lernt man nie aus. Daher haben wir uns auch schon Anregungen aus dem Silicon Valley, aus Israel oder auch aus München geholt. Wir wollen also von den Besten lernen – und dazu gehört auch die Emilia-Romagna. Hier die aktuellsten Entwicklungen kennenzulernen und bei einigen der innovativsten Unternehmen hinter den Vorhang blicken zu können, schafft neue Sichtweisen und ist für alle Seiten sehr befruchtend“, informierte Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav.

Schwerpunkt des Italien-Besuchs waren bilaterale Gespräche mit Regionalminister Patrizio Bianchi und Regionalministerin Palma Costi zu den Aktivitäten beider Regionen in den Themenfeldern Technologie und Digitalisierung. Ein weiteres Highlight war der Besuche des Technopols in Mirandola, das den Fokus auf die Bereiche Biomed, Biotech und Nanotech legt. Aktuell wird intensiv an einer langfristigen Kooperation zwischen dem ecoplus Technopol Krems, das ein Zentrum für Gesundheitstechnologie ist, und Mirandola im Bereich der Gesundheitswissenschaften gearbeitet. Außerdem ist eine Zusammenarbeit beider Regionen im Bereich der Digitalisierung im Gespräch. Auf dem Programm stand auch die Besichtigung des Großrechenzentrums von Cineca. Cineca ist ein ist ein gemeinnütziges Konsortium, das aus 67 italienischen Universitäten und 10 Institutionen besteht. SCAI (SuperComputing Applications and Innovation) ist die Abteilung für Hochleistungsrechner von CINECA, das größte Rechenzentrum Italiens und eines der größten in Europa.



Italien als Top Exportmarkt Niederösterreichs

Die von ecoplus organisierte Delegationsreise stand im Zeichen von Digitalisierung und Forschung, wobei einige Programmpunkte auch dem Bereich der angewandten Forschung in der Wirtschaft gewidmet war. Auf dem Programm standen Firmenbesuche zum Thema Digitalisierung im Lebensmittelbereich bei Granarolo, der wichtigsten italienischen Milchproduktionskette, und bei Lamborghini. Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav: „Italien zählt seit Jahren zu den Top 3 Exportmärkten Niederösterreichs und die Emilia-Romagna ist nicht nur eine Region, die die Krisenjahre sehr gut überstanden hat, sondern sie ist auch mit ihrer wirtschaftlichen Struktur mit Niederösterreich vergleichbar. Es war daher für uns sehr interessant zu sehen, wie hochtechnologisch ausgerichtete Vorzeigeunternehmen das Thema Digitalisierung handhaben.“

„Als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich haben wir großes Interesse daran, dass sich der positive Austausch zwischen der Emilia-Romagna und Niederösterreich sowohl im Rahmen der Forschung als auch im Exportbereich weiter intensiviert. Digitalisierung ist das große Zukunftsthema, das bei uns allen ganz oben auf der Agenda steht. Hier können wir viel voneinander lernen, wie diese Studienreise in die Emilia-Romagna eindrucksvoll gezeigt hat“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.

 

Bologna auf Platz 1 der Smart Cities in Italien

Die Emilia-Romagna ist die erste italienische Region gemäß dem Index für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI), Bologna ist laut dem Smart Cities Index 2016 die führende italienische Stadt und rangierte auch an der Spitze der iCity-Bewertung 2017. Das Netz der Spitzentechnologie wird von ASTER koordiniert, dem Konsortium für Innovation und Technologie-Transfer in der Emilia Romagna. ecoplus arbeitet ASTER bereits im Rahmen der Technopole im Interreg Europe Projekt INKREASE zusammen.

Die Projektpartner und Stakeholder dieses EU-Projekts kommen aus den lokalen Verwaltungsstellen, Wirtschaftsagenturen und Universitäten sieben europäischer Regionen – Emilia Romagna (I), Navarra (SP), Bretagne (F), Zentral Dänemark (D), Pannonia/Ungarn (H), Litauen (LT) und Niederösterreich/ecoplus (A) – und stellen Maßnahmen und Programme aus dem Bereich Forschung/Entwicklung und Innovationsförderungen sowie Unterstützungssysteme für Start-up und Spin-off Center vor, die die lokale Wirtschaft mobilisieren und eine Zusammenarbeit von Bildung, Forschung und Unternehmen stärken sollen.