Sensations-Erfolg: Wiener Neustädter gewinnen als erstes Nicht-US-Team zum zweiten Mal Robotik-Weltmeisterschaft!
13.07.2017

Sensations-Erfolg: Wiener Neustädter gewinnen als erstes Nicht-US-Team zum zweiten Mal Robotik-Weltmeisterschaft

Bereits seit mehreren Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler der HTL Wiener Neustadt an der Botball-Weltmeisterschaft in den USA teil. Doch in diesem Jahr waren die Wiener Neustädter bei dem Wettbewerb mit dem Ziel, Jugendliche für Forschung und Technik zu begeistern, besonders erfolgreich: In Norman, Oklahoma (USA), konnten sie ihren Vorjahreserfolg erfolgreich verteidigen und wurden zum zweiten Mal Gesamtsieger der Botball-Weltmeisterschaft. Die Wiener Neustädter setzten sich unter 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus acht Nationen durch. Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Vizebürgermeister Christian Stocker gratulierten den Schülerinnen und Schülern im Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) Wiener Neustadt herzlich. Dabei waren auch Team-Leiter Michael Stifter, HTL-Direktorin Ute Hammel und ecoplus Technopol-Manager Rainer Gotsbacher.

Erfolgreiche Teams aus Niederösterreich

Aus Wiener Neustadt traten die Teams „items“ und „robot0nfire“ an. Sensationell konnte das Team „items“ seinen Vorjahreserfolg erfolgreich verteidigen, und dies erstmals in der Botball-Geschichte als erstes Nicht-US-Team. Darüber hinaus errang das Team sowohl den WM-Titel in der Kategorie Double Elimination (unter ca. 70 Teams) als auch den Vizeweltmeistertitel in Seedings (größtmögliche Beständigkeit). Das Team robot0nfire erreichte den 3. Platz in der Kategorie Seedings und den 5. Platz in der Gesamtwertung. Außerdem wurde „robot0nfire“ und „items“ je ein Sonderpreis in Konstruktion und intelligenter Programmierung von der Jury verliehen. Das Talentehaus-Team konnte sich bereits beim ersten Antreten gegen die starke Konkurrenz behaupten und gewann den Weltmeistertitel in der Kategorie Aerial. In diesem Bewerb musste die Flugdrohne des Teams autonom – ohne Steuerbefehle von außen – sich bewegende Landeplattformen am Boden erkennen, die Flugbahn zur Zielplattform berechnen und eine Punktlandung darauf absolvieren. Die Wiener Neustädter und das Talentehaus setzten sich damit unter ca. 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus acht Nationen durch.

Die für Digitalisierung und Technologie zuständige Landesrätin Petra Bohuslav ergänzt: „Durch das Engagement sind die Schülerinnen und Schüler für aktuelle Themen wie Internet der Dinge, Industrie 4.0 und Digitalisierung hervorragend gerüstet; gerade wenn es z. B. darum geht, Maschinen intelligent zu vernetzen, Daten zu gewinnen und Erkenntnisse abzuleiten oder Intelligenz in Anlagen und Geräte zu bringen. Wir sind stolz, solche herausragenden Talente in Niederösterreich zu haben“, freut sich Landesrätin Petra Bohuslav.

Synergien schaffen Ausbildungsmöglichkeiten

Der Aufenthalt der Kinder der HTL Wiener Neustadt und des Talentehaus Niederösterreich konnte dank der Finanzierung der Wissenschaftsabteilung des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftsagentur ecoplus realisiert werden.

„Die Teilnahme an der WM war eine große finanzielle Herausforderung, speziell bei der technischen Ausrüstung sowie bei den Reise- und Übernachtungskosten. Erleichterung brachte hier unter anderem die Unterstützung der Wissenschaftsabteilung des Landes Niederösterreich, der Wirtschaftsagentur ecoplus und der FH Wiener Neustadt“, sagte HTL-Direktorin Ute Hammel. „Um das Thema Robotik von der HTL Ausbildung auf eine nächst höhere Ebene zu bringen, laufen aktuell Gespräche mit der FH Wiener Neustadt, um hier Synergien zu nutzen und für herausragende Talente eine durchgängige Ausbildung am Standort zu bieten“, skizziert Michael Stifter, welcher auch als Wissenschafter am Zentrum für Integrierte Sensorsysteme in Wiener Neustadt arbeitet, die Zukunftspläne. Daniel Honies, Christoph Käferle, Markus Pinter, Daniel Swoboda, Florian Ungersböck und Raphael Weinfurter gingen für das Team „items“ in den Wettkampf. Beim Team „robot0nfire“ engagierten sich die Schülerinnen und Schüler Christoph Heiss, Nico Kratky, Nico Leidenfrost, Sebastian Schaffler, Christine Zeh und Sascha Zemann.