Wirtschaftsdelegation nach China
29.04.2019

Wirtschaftsdelegation nach China

Der zweite Tag der China-Reise führte die niederösterreichische Delegation mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an der Spitze zunächst nach Kunshan in der Nähe von Shanghai. Dort eröffnete die Landeshauptfrau die dritte Ausbaustufe der Firma Pollmann International.

 

LH Mikl-Leitner eröffnete 3. Ausbaustufe der Firma Pollmann in Kunshan

Die Landeshauptfrau sprach im Zuge des Festaktes von einem „großen Tag für die Firma Pollmann, das Land Niederösterreich, die Stadt Kunshan und diese Region“. Die Firma Pollmann habe „mit sehr viel Weitblick Entscheidungen getroffen, die Erfolgsgeschichte schreiben“, betonte sie. Die Eröffnung der dritten Ausbaustufe in Kunshan sei „ein weiterer Meilenstein“. Sie sei sehr dankbar, „dass wir hier zu Gast sein dürfen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Kooperationen zu starten und die Zusammenarbeit hoch zu halten“, sprach sie den China-Aufenthalt der niederösterreichischen Delegation an. Das Werk der Firma Pollmann in Kunshan sei auch „die beste Bestätigung“ dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und China funktioniere.

Weiters kamen im Zuge der Eröffnung der dritten Ausbaustufe zu Wort: Vorstandsvorsitzender Markus Pollmann, der Geschäftsführer von Pollmann China Ewald Miksche, der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich Christian Moser, der Parteichef der Gemeinde Zhangpu Zhang Xue Dong sowie die Vizebürgermeisterin von Kunshan, Li Hui.

Das Familienunternehmen Pollmann International GmbH mit Sitz im Waldviertel ist Weltmarktführer im Bereich Schiebedach-Kinematiken und elektromechanische Türschlösser. 2006 gründete das Unternehmen ein Werk in Kunshan nahe Shanghai, das sich bereits in der dritten Ausbaustufe befindet. Die Grundsteinlegung für diese dritte Ausbaustufe erfolgte im April 2018. Nun konnte die Eröffnung vorgenommen werden, die Gebäudefläche verdoppelt sich damit von 9.360 Quadratmeter auf 20.500 Quadratmeter. Ausgehend von 375 Millionen chinesischen Yuan 2017 wird für 2022 ein Umsatzziel von 600 Millionen chinesischen Yuan angepeilt. Diese dann umgerechnet etwa 80 Millionen Euro sollen neben der wachsenden Zahl von chinesischen Kunden weiterhin mit den weltbekannten Automobilzuliefer-Marken wie Bosch, Brose, Continental oder Magna erwirtschaftet werden.


Dicht gedrängtes Delegationsprogramm in Shanghai

Der nächste Termin führte die Delegation zur Messe „Auto Shanghai“. Die „Auto Shanghai“ hat sich seit ihrem Beginn 1985 zur Leitmesse der Automobilindustrie in Asien entwickelt. Sie findet alle zwei Jahre (im Wechsel mit der Auto China in Peking) auf dem Messegelände des Shanghai New International Expo Centre in Shanghai statt und dauert neun Tage. Das Ausstellungsgelände hat eine Fläche von 250.000 Quadratmetern. Die Landeshauptfrau besuchte dort u. a. den Österreich-Stand, der heuer erstmals auf der „Auto Shanghai“ zu finden ist und dort österreichische Zulieferbetriebe präsentiert, und den Stand von „Great Wall Motors“, ein chinesisches Unternehmen, das auch einen Standort in Kottingbrunn betreibt.

Danach kam es zur Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding“ zwischen der Donau-Universität Krems und der East China Normal University. Das Übereinkommen über eine zukünftige Zusammenarbeit wurde von Rektor Friedrich Faulhammer bzw. Shijun Tong, Chair of the University Council, unterzeichnet. Damit werde eine engere Zusammenarbeit in Forschung und Lehre vereinbart, so Rektor Faulhammer. So sollen etwa in der Lehre die Studierenden vom interkulturellen Austausch profitieren. Ende Juni werde man eine Delegation der East China Normal University in Krems begrüßen können, kündigte Faulhammer an.

Am Abend wurde zu einem „Niederösterreich-Empfang“ in Shanghai gebeten, gegeben vom Generalkonsulat, der ecoplus und dem Außenwirtschaftscenter, wobei die Präsentation des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich im Vordergrund stand. Landeshauptfrau Mikl-Leitner hob dabei die Stärken und die Innovationskraft des Standortes Niederösterreich hervor und verwies auch darauf, dass sich chinesische Betriebe gerne in Niederösterreich ansiedeln – wie etwa „Great Wall Motors“ in Kottingbrunn.

Quelle: Niederösterreichische Landeskorrespondenz