Wirtschaftsfaktor Elektromobilität – Experten bescheinigen heimischen Unternehmen großes Potenzial
20.09.2019

Wirtschaftsfaktor Elektromobilität – Experten bescheinigen heimischen Unternehmen großes Potenzial

In diesem Jahr ging in Wiener Neustadt die bereits 5. Fachtagung „e-mobil in niederösterreich“ mit einem Teilnehmerrekord über die Bühne: mehr als 200 interessierte Expertinnen und Experten informierten sich einen Tag lang über die neuesten Entwicklungen und Trends. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Elektromobilität auch als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger wird. „Dank flächendeckender Ladeinfrastruktur und der attraktiven Förderkulisse hat Niederösterreich hervorragende Rahmenbedingungen für den Alltagseinsatz von e-Fahrzeugen. Entsprechend steigt auch die Nachfrage und das befeuert wiederum die Wirtschaft und nützt der Umwelt – es ist uns gelungen, hier eine Aufwärtsspirale in Gang zu setzen, die immer mehr an Schwung gewinnt“, sind sich LH-Stv. Stephan Pernkopf und Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav einig.

Niederösterreich nimmt Vorreiterrolle ein

Niederösterreich nimmt im Bereich der Elektromobilität in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle ein. Seit der Gründung der Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“ haben sich die Rahmenbedingungen sowohl für die Wirtschaft als auch für die Nutzer grundlegend geändert. So ist die Zahl der öffentlichen E-Ladestationen ist stark gestiegen. Niederösterreich verfügt heute mit mehr als 1.200 öffentlich zugänglichen Ladestationen - darunter mehr als 50 Schnellladestationen - über ein flächendeckendes Netz. Alle 30 km ist ein öffentlich zugänglicher Ladeanschluss erreichbar.

Die interessante Förderlandschaft in unserem Bundesland kurbelt die Nachfrage nach e-Autos zusätzlich an. Alleine heuer wurden schon über 1.500 e-Fahrzeuge in Niederösterreich neu zugelassen. Jedes fünfte neue e-Mobil in Österreich trägt ein niederösterreichisches Kennzeichen. Somit sind in Summe sind bereits über 7.500 e-Fahrzeuge auf Niederösterreichs Straßen unterwegs, Tendenz steigend.

Systemgrenzen neu definiert

Durch die Transformation der Mobilitätsbranche werden Systemgrenzen neu definiert und es entstehen völlig neue Geschäftsfelder. „Wenn es darum geht, zukunftsweisende Entwicklungen und Trends für sich zu nützen, erfolgsversprechende Chancen zu erkennen und Potentiale zu erschließen, bedarf es aber nicht nur struktureller und infrastruktureller Maßnahmen, sondern auch professioneller Unterstützungsstrukturen, wie sie im Rahmen der Landesinitiative ‚e-mobil in niederösterreich‘ angeboten werden“, erläutert Jochen Danninger, kaufmännischer Geschäftsführer von ecoplus.

Zentraler Erfolgsfaktor ist dabei der kooperative Kompetenzaufbau. Die neue Kooperation der Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“ mit dem Automotive-Cluster OÖ bietet der heimischen Wirtschaft eine zusätzliche Chance zum Wissens- und Erfahrungsaustausch sowohl mit nationalen und als auch mit internationalen Unternehmen im Bereich e-Mobilität. Schon zu Kooperationsstart sind einige ganz konkrete Projekte in der Pipeline: So sollen Zulieferer aus dem konventionellen Antriebsstrang bei der Technologiebewertung alternativer Antriebsformen unterstützt werden. Darüber hinaus soll der Wirkungsraum einer oberösterreichischen Testregion für automatisiertes und vernetztes Fahren nach Niederösterreich ausgeweitet werden.

Initiative "e-mobil in niederösterreich"

Die Landesinitiative „e-mobil in niederösterreich“ ist im Wirtschafts- und im Umweltressort angesiedelt und wird durch ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, umgesetzt.