Ybbstal ist auf dem Weg in die Breitband-Zukunft
03.01.2017

Ybbstal ist auf dem Weg in die Breitband-Zukunft

Das Jahr 2017 könnte für die Breitband-Pilotregion Ybbstal das Jahr der zukunftssicheren Glasfaser bis zum Haushalt werden. Eine große Anzahl Gemeindebürger haben noch im Dezember 2016 Infrastrukturbestellungen unterschrieben, um schnelles Glasfaser-Breitband zu erhalten. Nach ersten Auswertungen könnten einige Gemeinden bereits die Vorgabe erreicht haben, dass sich 40 Prozent der Haushalte und Betriebe für offenes und öffentliches Glasfaser nach dem NÖ-Modell entscheiden.

Fit für die Herausforderungen der Zukunft

„Ich freue mich, dass die Pilotregion Ybbstal unser Projekt zur Breitband-Versorgung derart positiv umsetzt“, hält Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav fest. „Wenn hier tatsächlich einige Gemeinden innerhalb weniger Wochen die 40 Prozent Infrastrukturbestellungen erreicht haben, ist dies eine großartige Leistung der Pilotregion. Gleichzeitig unterstreicht es die Notwendigkeit des Glasfaser-Breitbandausbaus in den Regionen. Dank der Breitbandinitiative des Landes Niederösterreich können wir das Ybbstal fit für die Herausforderungen der Zukunft wie Wirtschaft 4.0 machen.“

Erstmals Produkte mit bis zu einem Gbit/s

Die Pilotregion Ybbstal ist eine von vier Breiband-Pilotregionen, in denen das Breitbandmodell des Landes Niederösterreich bis Ende 2018 umgesetzt wird. Sofern bei der Nachfragesammlung durch die Gemeinden in Zusammenarbeit mit der niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) eine Zustimmung von mind. 40 Prozent erreicht wurde, baut die nöGIG flächendeckend Glasfasernetze bis zum Haushalt aus. Der Ausbau erfolgt zukunftssicher und der Betrieb als offenes und öffentliches Netz stellt sicher, dass die Haushalte und Betriebe aus einer Vielzahl von Services und Angeboten wählen können. Die Pilotregion Ybbstal ist hier sogar Vorreiter, da erstmals auch Produkte mit bis zu einem Gbit/s (entspricht 1.000 Mbit/s) angeboten werden.

Breitband ist entscheidendes Standortkriterium

nöGIG Geschäftsführer Prof. (FH) Mag. Hartwig Tauber erklärt den niederösterreichischen Weg des Glasfaserausbaus: „Die nöGIG wird überall dort aktiv, wo der Markt nicht funktioniert und ein flächendeckender Ausbau einer Gemeinde für private Netzbetreiber nicht rentabel ist. Wir sind damit keine Konkurrenz zu privaten Anbietern.“

ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki ergänzt: „Ein vorhandener Breitbandanschluss wird immer mehr zu einem entscheidenden Standortkriterium. Eine Gemeinde muss heute sowohl für ihre Bevölkerung als auch für die ansässige Wirtschaft zukunftssicher Internetverbindungen sicherstellen.“