Zukunftskonzept für den Naturpark Sierningtal – Flatzer Wand unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet

Zukunftskonzept für den Naturpark Sierningtal – Flatzer Wand unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet

Der Naturpark Sierningtal – Flatzer Wand soll erweitert werden. Parallel zur Vergrößerung hat der Trägerverein auch an einem neuen Leitbild gearbeitet, das in Kürze fertiggestellt wird. Die Bevölkerung war intensiv in den Prozess eingebunden. „Das neue Konzept ist die Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen und Aktivitäten, die von den vier gleichrangigen Säulen Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung getragen werden. In anderen Worten: Wir wollen die charakteristische Kulturlandschaft und die Vielfalt der Natur erhalten – und gleichzeitig ihren Wert steigern“, erläutert Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.

 

Zukunftskonzept wird ausgearbeitet

Vom Tal des Sierningbaches bis zum fast 900 Meter hohen Gösing steigt die waldreiche Landschaft am Rand des Schneebergmassivs an. Dort erstreckt sich der Naturpark Sierningtal-Flatzer Wand auf knapp 1.500 Hektar. Die offenen Flächen sind reich an seltenen Pflanzenarten. So hat etwa der Eingriffelige Weißdorn, ein Rosengewächs, dort seine Heimat. Auch der Alpenbock, ein EU-weit geschützter Käfer, ist in den Wäldern des Naturparks anzutreffen. Zahlreiche Wanderwege und Klettersteige laden ein, die Schönheiten der Region näher kennenzulernen. Dazu zählen die Flatzer Tropfsteinhöhle, das Schloss Stixenstein und die Aussichtswarte am Gfieder. Nun sollen auch die Stixensteiner Schlossteiche in den Park integriert werden. Die Erweiterung war einer der Gründe, eine breite Diskussion über die künftige Ausrichtung des Naturparks zu starten. Mitte des Vorjahres hat die Stadtgemeinde Ternitz beschlossen, ein Zukunftskonzept auszuarbeiten.

 

Gemeinsame Arbeit, schlüssiges Gesamtkonzept

Bürgermeister Rupert Dworak dazu: „Wir haben gemeinsam mit den Natur- und Wanderfreunden, den regionalen Erzeugern landwirtschaftlicher Produkte und den Grundeigentümern – und vor allem auch mit der Bevölkerung Ideen für unser Landschaftsschutzgebiet gesammelt und in ein Gesamtkonzept gegossen. Darin sind viele Maßnahmen angedacht, die wir jetzt schrittweise umsetzen.“ Unter anderem ist eine Naturerlebniszone speziell für Kindergärten und Schulen bei den Stixenberger Schlossteichen geplant, die speziell junge Menschen für die Natur begeistern soll. Naturpädagogische Exkursionen werden die Besonderheiten des Landschaftsschutzgebietes mit seinem Artenreichtum vermitteln. Irene Gölles, Obfrau der LEADER-Region Niederösterreich Süd: „Wir haben das Projekt gefördert, weil wir der Überzeugung sind, dass unsere Naturschätze zu einer nachhaltigen Wertschöpfung in der Region beitragen können.“ Landesrätin Bohuslav ergänzt: „Das engagierte Naturpark-Team leistet seit Jahren großartige Arbeit. Mit dem neuen Konzept wird es gelingen, eine größere Ernte einzufahren.“

Die LEADER-Region Niederösterreich Süd hat gemäß ihrer lokalen Entwicklungsstrategie das Projekt zur Förderung ausgewählt. Es wird mit Unterstützung von Land und Europäischer Union (LEADER Fördermitteln) gefördert. Das Land Niederösterreich hat die Unterstützung aus Mitteln des EU – Programms LE / LEADER und der ecoplus Regionalförderung auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav beschlossen.