Zusätzliche Investitionen bei der Radroute im Thayaland
29.10.2019

Zusätzliche Investitionen bei der Radroute im Thayaland

2015 startete eine Erfolgsgeschichte: Der Umbau der Bahnstrecke im Thayaland zu einer hochwertigen Radwegrunde wurde in Angriff genommen. Die tatsächlichen Frequenzen haben selbst Optimisten überrascht: pro Jahr nutzen über 37.000 Radfahrerinnen und -fahrer dieses Radwegenetz auf einer Länge von 111 Kilometern. Die Erfahrungen und Anzahl der NutzerInnen zeigen den Bedarf für weitere Investitionen auf. Diese zusätzlichen Maßnahmen führen zu einer Erweiterung des laufenden Förderprojektes, die nun auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav von der NÖ Landesregierung beschlossen wurde.

Die neuen Maßnahmen im Detail: Im Umfang von 1,4 Mio. Euro werden in den kommenden Monaten Rastplätze errichtet, im Bereich Windigsteig, Göpfritz und Raabs wird die Trasse optimiert, es werden zwei Unterführungen bei der L55 und der B30 gebaut und Bodenmarkierungen sowie Wegweiser entlang der gesamten Strecke errichtet.

 

Niederösterreichs Top-Radroute

Bei dem im Jahr 2015 beschlossenen Investitionspaket konnten im Zuge der Projektumsetzung Kosten eingespart werden. So wurde Gleisschotter sowie vorhandene Bauteile für Brückenneuerrichtungen wiederverwendet und der Bau effizienter als geplant durchgeführt. Dadurch können die zusätzlichen Investitionsmaßnahmen im Rahmen des ursprünglich beschlossenen Investitionsvolumens umgesetzt werden. Die effektiven Gesamtkosten des Projektes seit 2015 belaufen sich nunmehr auf 6,7 Mio. Euro und wurden maßgeblich durch ecoplus Regionalfördermitteln des Landes Niederösterreich mitfinanziert.

„Die Thayarunde bietet ideale Voraussetzungen, vor allem auch für Familien und ältere Menschen. Daher wurde sie auch zu einer Niederösterreichischen Top-Radroute ernannt. Sie steht für ein ganz besonderes Radvergnügen und ist mit einer vorbildlichen Beschilderung, einem dichten Bahnnetz, vielen Wirtshäusern sowie speziellen Servicestationen ausgestattet. Mit den nun von der Landesregierung beschlossenen Investitionsmaßnahmen wird die Thayarunde weiter an Attraktivität gewinnen“, betont Landesrätin Petra Bohuslav. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass die Nächtigungszahlen im Bezirk deutlich gestiegen sind.

 

Thayatalrunde bringt gesamten Region enormen Schub

Der Verein Zukunftsraum Thayaland übernimmt die Abwicklung der Umsetzungsschritte. Eduard Köck, Obmann des Vereins, Mitglied des Bundesrates und Bürgermeister der Gemeinde Waidhofen an der Thaya, unterstreicht: „Wir arbeiten schon seit rund einem Jahrzehnt an der Entwicklung dieses Radparadieses. Wir konnten damit eine große radtouristische Angebotslücke im Waldviertel schließen und in jedem Jahr zeigt sich mehr, dass die Thayarunde der ganzen Region einen enormen Schub bringt. Das merken die Gasthäuser, Beherbergungsbetriebe, Raststationen – alle profitieren von diesem Radnetz und den zahlreichen Besuchern, die in unsere Region kommen und auch gerne wiederkommen. Und ganz wichtig, dieser Radweg wird auch von unserer Bevölkerung in hohem Maß genutzt. Heuer peilen wir einen neuen Rekord an und gehen davon aus, dass über 50.000 Personen unser Radwegenetz nutzen.“

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki betont: „Die wesentliche Zielsetzung der ecoplus Regionalförderung ist die Verbundenheit mit der Region. Nicht aus der Hauptstadt werden den Regionen die Ideen verordnet, sondern in den Regionen entstehen die Projektideen, die zu tragfähigen Konzepten ausgearbeitet werden. Ein Musterbeispiel für die regionalpolitische Wirkung eines solchen Projektes ist die Radroute im Thayaland. Hier konnte touristische Wertschöpfung nachhaltig geschaffen werden.“

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