Bergerlebnis in Niederösterreich – BIN 2018

Seit Beginn 2013 ist die NÖ-BBG von Landesrätin Petra Bohuslav bzw. der Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie beim Amt der NÖ Landesregierung (Georg Bartmann, Abteilungsleiter WST3) mit der Leitung des Programms „Bergerlebnis in Niederösterreich (BIN 2018)“ beauftragt.

Tourismusstrategie Niederöstereich 2015

„Niederösterreich verfügt mit seinen Bergregionen und alpinen Landschaften über naturgegebene, touristisch nutzbare Ressourcen. Einstmals klassische Tourismusgebiete verzeichnen durch Strukturwandel und Änderung der Gästeschichten rückläufige Entwicklungen. Nicht nur in den vorhandenen naturräumlichen Ressourcen, sondern auch in den sich neu entwickelnden Märkten – insbesondere den neuen EU-Mitgliedsstaaten – liegen hier enorme Entwicklungspotenziale. Durch aktive Standort- und Produktentwicklung sollen die Angebote und die Nachfrage nach alpinem Urlaubstourismus wiederangekurbelt werden.“ (Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie, Juni 2011)

 

Was ist BIN 2018?

Das sogenannte „Bergerlebnis“ ist eine der vier Stoßrichtungen in der Tourismusstrategie Niederösterreich 2015. Durch aktive Standort- und Produktentwicklung wird die Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus gestärkt, dadurch werden in der Region positive Impulse für alle Wirtschaftszweige gesetzt und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen bzw. gesichert.

Der Programmauftrag von BIN beinhaltet die strategische Steuerung und Koordination der touristischen Entwicklung in neun definierten „Bergerlebniszentren“ (BEZ), allesamt Gemeinden im peripher gelegenen, alpinen Süden von Niederösterreich.

Den Bergerlebniszentren wird vor allem aufgrund ihrer naturräumlichen Schönheit ein hohes touristisches Potenzial bescheinigt. Gleichzeitig sind auch diese Gemeinden im alpinen Süden Niederösterreichs von Abwanderung und Überalterung bedroht (durchschnittlich 1,5% Bevölkerungsrückgang im Jahr). Das Land Niederösterreich hat sich deshalb in dieser Region in den vergangenen Jahren verstärkt bei touristisch relevanter Verkehrsinfrastruktur engagiert, beispielsweise bei der Modernisierung der Mariazellerbahn durch die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft m.b.H. oder mittels Beteiligung an Bergbahnen.

Um am Markt zu reüssieren und den Tourismus als ein wichtiges Standbein der Regionalentwicklung bestmöglich zu nutzen, braucht es jedoch mehr: Die verschiedenen Leistungspartner müssen gut zusammenwirken, die Produkte und Angebote laufend weiterentwickelt und auch der Vertrieb schlagkräftiger werden. Dazu bedarf es einer guten Abstimmung innerhalb der Landesverwaltung bzw. der landeseigenen Unternehmen, mit den Gemeinden sowie natürlich im Tourismussystem – von den Betrieben über die Destinationen bis zur Niederösterreich-Werbung GmbH.

Neun Bergerlebniszentren in Niederösterreich

Die neun Bergerlebniszentren heißen Annaberg, Göstling an der Ybbs, Lackenhof am Ötscher (Gemeinde Gaming) und Mitterbach am Erlaufsee in der touristischen Destination Mostviertel sowie Mönichkirchen, Puchberg am Schneeberg, Reichenau an der Rax, Semmering und St. Corona am Wechsel in der Destination Wiener Alpen in Niederösterreich.

Folgende Leitstrategien werden im Rahmen von BIN 2018 verfolgt:

  • Permanente Selbsterneuerungsfähigkeit und Resilienz (Anpassungs- und Überlebensfähigkeit) entwickeln und fördern
  • Investitionen mit „Sogwirkung“ ermöglichen
  • Aufbau eigenständiges Profil – strategische Positionierung am Markt umsetzen
  • Vernetzung und Kooperation ausbauen
  • Touristische Qualität in den BEZ steigern
  • Ganzjahrestourismus aufbauen
  • Neue Gäste gewinnen
  • Bestehende Betriebe in ihrer Entwicklung ganzheitlich unterstützen