Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
25. April 2026

15.220 Wissenschaftsbegeisterte bei der Langen Nacht der Forschung

Die Nacht vom 24. April wurde von 15.220 Besucherinnen und Besuchern genutzt, um die vielfältige Forschungslandschaft Niederösterreichs zu erkunden. Bei der Langen Nacht der Forschung 2026 gaben über 100 Institutionen und Unternehmen Einblick in ihre Forschungen. In Asparn an der Zaya, Baden, Klosterneuburg, Krems, Melk, St. Pölten, Tulln, Wiener Neustadt, Wieselburg und Ybbs-Persenbeug zeigten Wissenschafterinnen und Wissenschafter, woran aktuell gearbeitet wird. 

„Die Lange Nacht der Forschung hat wieder gezeigt, wie viel Neugier, Kreativität und Innovationskraft in Niederösterreich steckt. Tausende Menschen haben erlebt, wie Forschung unseren Alltag verbessert und unsere Zukunft gestaltet. Besonders freut mich, dass so viele junge Menschen mit leuchtenden Augen von Station zu Station gegangen sind. Genau diese Begeisterung brauchen wir, um Niederösterreich als starken Wissenschafts- und Technologiestandort weiter auszubauen“, freut sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

 

Forschung findet mitten in der Gesellschaft statt

Mitmachen, Staunen, Entdecken – das Motto der Langen Nacht der Forschung wurde in vollem Umfang umgesetzt. Wissenschaftsinteressierte konnten Neues über Forschungsprojekte kennenlernen und bei Mitmachstationen selbst in die Rolle von Forscherinnen und Forschern schlüpfen. Bei rund 350 Stationen und Programmpunkten wurde gezeigt, wie viel Niederösterreich im Bereich Wissenschaft und Forschung zu bieten hat. 

„Von Energie über Medizin bis Landwirtschaft – überall wurde sichtbar, wie Wissenschaft konkrete Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit liefert. Die große Besucherzahl zeigt, dass Forschung in Niederösterreich nicht im Elfenbeinturm stattfindet, sondern mitten in der Gesellschaft. Das bestärkt uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Wir wollen neue Erkenntnisse erforschen, die Niederösterreich und die Welt weiterentwickeln, die das Leben leichter und das Zusammenleben besser machen“, so der für die Wissenschaft zuständige LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf

Von der Archäologie, Informatik bis hin zu Sozialwissenschaften – die unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen wurden bei der Langen Nacht der Forschung präsentiert. Dabei brachten Interessierte nicht nur Spannendes über verschiedene Projekte in Erfahrung, sondern es durfte auch aktiv mitgemacht werden. Besucherinnen und Besucher konnten in Asparn an der Zaya selbst historische Funde bestimmen, in Melk beim Standort der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich Programmiertechniken lernen oder am ecoplus Technopol Krems die Fähigkeiten von Ärztinnen und Ärzten, wie beispielsweise das Nähen von Wunden, üben. Besucherinnen und Besucher schlüpften am Standort der Pädagogischen Hochschule in Baden selbst in den Labormantel und ließen es bei Chemie-Experimenten wortwörtlich krachen. 

Auch die Forschung mit Alltagsgegenständen wurde den Besucherinnen und Besuchern nähergebracht. In St. Pölten zeigte die University of Applied Sciences (USTP), wie ein Staubsauger als „Smart Companion“ zum Lebensretter werden kann. Am ecoplus Technopol Tulln wurde vermittelt, wie Abfall durch Mikroorganismen und Biomoleküle wieder zu einer Ressource wird. Interessierte konnten den Prozess selbst miterleben und Metalle aus einer Mischlösung fischen. Wie Strom aus nachhaltigen Energiequellen für unseren Bedarf produziert werden kann, wurde beim Verbund Wasserkraftwerk in Ybbs-Persenbeug einem interessierten Publikum gezeigt. 

Die Welt des Himmels und der Sterne konnten Wissenschaftsbegeisterte in Klosterneuburg am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) sowohl im AstroLab als auch durch eine Live-Verbindung zu Österreichs größtem Spiegelteleskop am Leopold Figl Observatorium entdecken. Zudem wurden am ecoplus Technopol Wiener Neustadt verschiedene Flugzeugtypen ausgestellt und im ESA-Lab Austria konnte die Fertigung von Klein-Satelliten bestaunt werden. 

Die Landwirtschaft der Zukunft war am ecoplus Technopol Wieselburg Thema. Von innovativen Technologien und dem Einsatz von Robotern bis hin zu neuen Produktkonzepten für die Nutzung von Pflanzen für Lebensmittel – die modernen Möglichkeiten werden von der Forschung laufend entwickelt, um das menschliche Leben in Zukunft zu verbessern.

Außerdem sorgte ein umfassendes Rahmenprogramm für Unterhaltung. Neben der Wissenschaftsshow des Science Busters Mitglieds Elisabeth Oberzaucher, gab es ein Mitmachtheater für Kinder, und der Rathausplatz in St. Pölten verwandelte sich in eine temporäre Bühne mit überdimensionalem Skydancer. 

Die Lange Nacht der Forschung Niederösterreich wird gemeinsam von der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes NÖ sowie der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus organisiert und zeigt, wie vielfältig die Forschungslandschaft Niederösterreichs ist. Das nächste Mal kann im Jahr 2028 wieder ein Blick in die faszinierende Welt der Wissenschaft und Forschung geworfen werden.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Markus Steinmaßl

Leiter Unternehmenskommunikation
E: m.steinmassl@ecoplus.at