Fachveranstaltung zeigt: Vernetzte Energiesysteme als Schlüssel für klimafitte Betriebsgebiete
Die Anforderungen an Betriebsstandorte verändern sich mit der Energiewende grundlegend: Neben nachhaltiger Erzeugung gewinnen intelligente Verteilung, Speicherung und betriebsübergreifende Nutzung an Bedeutung. Eine Fachveranstaltung des ecoplus Geschäftsfeldes Investorenservice im AWS Solutions Hub in Asparn an der Zaya beleuchtete diese Entwicklungen und zeigte anhand von Impulsvorträgen und Praxisbeispielen aus den ecoplus Wirtschaftsparks sowie anderen Vorzeigeprojekten, wie Lösungen umgesetzt werden können. Im Fokus stand die Frage, wie Energie in Betriebsgebieten als Gesamtsystem geplant und genutzt werden kann.
Ziel ist es, Erzeugung, Nutzung und Infrastruktur besser abzustimmen. Sektorübergreifende Ansätze heben Effizienzpotenziale und fördern neue Kooperationsmodelle zwischen Unternehmen.
Technologien und Rahmenbedingungen im Fokus
Alfred Freunschlag (EVN Wärme) sprach über die Energieerzeugung durch Biomasse und Geothermie in Betriebsgebieten. Christian Kirchweger (electrify smart energy GmbH) präsentierte ein Pilotprojekt aus den ecoplus Wirtschaftsparks IZ NÖ-Süd und Wolkersdorf: Dort entsteht der erste Gewerbe-Schwarmspeicher Österreichs. Mehrere Batteriespeicher an unterschiedlichen Standorten werden dabei digital vernetzt und agieren gemeinsam wie ein großer Energiespeicher.
Petra Lackner (Österreichische Energieagentur) und Hans Emrich (Emrich Consulting) beleuchteten Möglichkeiten der Energieraumplanung. Ein Projekt der Österreichischen Energieagentur ist das Programm klimaaktiv Betriebe, das seit über 20 Jahren Unterstützungsinstrumente für Unternehmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern entwickelt sowie entsprechende Netzwerke aufbaut.
Wege zum gemeinsamen Energiemanagement
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurde der Weg vom einzelnen energieeffizienten Standort hin zu einem betriebsübergreifenden Energiemanagement diskutiert. Hans Emrich (Emrich Consulting), Alfred Freunschlag (EVN Wärme), Petra Lackner (Österreichische Energieagentur) und Florian Nowy (Compacfoam) erörterten die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung sowie die Rollen von Gemeinden, Energieversorgern und Unternehmen in diesem Transformationsprozess.
Als Wirtschaftsagentur des Landes betreibt ecoplus derzeit 16 Wirtschaftsparks in ganz Niederösterreich. „Energie ist längst nicht mehr nur ein Kostenfaktor, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor für Unternehmen und Standorte. Gerade Betriebsgebiete bieten großes Potenzial, um Energieerzeugung, -nutzung und -speicherung gemeinsam zu denken“, erläuterte ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki. Das ecoplus Investorenservice steht beratend in allen Bereichen rund um die Standortsuche, Ansiedlung oder Erweiterungen von Betrieben zur Verfügung. „Ein besonderer Fokus liegt hier auf der klimafitten Standortentwicklung“, so Miernicki weiter.