FAO-Preis für zukunftsweisende Bodenforschung am Bundesamt für Wasserwirtschaft
Am 15. Oktober 2025 wurde das Projekt „CNSoil“ im Rahmen der 80-Jahr-Feierlichkeiten der Food and Agriculture Organization (FAO) in Rom mit dem Global Technical Recognition Award ausgezeichnet. Am Technopol Wieselburg spielt das Bundesamt für Wasserwirtschaft (BAW) eine Schlüsselrolle in der Entwicklung praxistauglicher Lösungen, die sowohl den Zielen des Green Deal als auch der EU-Bodenstrategie 2030 entsprechen. Die Ergebnisse sollen Landwirtinnen und Landwirten konkrete Orientierung für eine klimaresiliente Bewirtschaftung bieten.
Der FAO Recognition Award würdigt weltweite Best-Practice-Beispiele, die zur Ernährungssicherheit, nachhaltigen Entwicklung sowie zur Transformation von Agrar- und Lebensmittelsystemen beitragen. „CNSoil“ überzeugte in der Kategorie „Land-, Boden- und Wasserressourcenmanagement für eine resiliente Landwirtschaft und Ernährungssicherheit“. Das vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und den Bundesländern beauftragte und von der BOKU Wien geleitete Projekt entwickelt innovative Bodenbearbeitungsstrategien, die von Pionierbetrieben getestet werden.
Forschungsschwerpunkt am Bundesamt für Wasserwirtschaft
Das Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt des BAW – Netzwerkpartner des ecoplus Technopol Wieselburg - beschäftigt sich im Projekt hauptsächlich mit der bodenhydrologischen Bewertung der Bodenqualität bei den über 100 Pionierbetrieben. Im Mittelpunkt stehen die Analyse des Bodenporensystems, ein hochauflösendes Monitoring des Bodenwasserhaushalts sowie der Einsatz von Bodenwasserhaushaltsmodellen. Verglichen werden innovative und herkömmliche Bewirtschaftungsmethoden, um deren Einfluss auf die Klimaresilienz von Ackerböden zu bestimmen. Die Erkenntnisse fließen in ein digitales Beratungstool ein, das landwirtschaftliche Betriebe künftig bei der Bewertung und Verbesserung der Bodengesundheit unterstützen wird. Das Forschungsprojekt läuft seit 2024, umfasst mehr als 100 Leuchtturmbetriebe und wird mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert. Die internationale Würdigung des Projekts „CNSoil – Bodenpioniere 2050“ zeigt die wachsende Bedeutung praxisorientierter Bodenforschung für Klimaschutz und nachhaltige Bewirtschaftung.