Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
1. April 2026

Initiative "Future Floor Systems" – jetzt wird´s konkret

Gemeinsam widmen sich Unternehmen im ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ innovativen, schallschutzoptimierten Fussbodensystemen für Neubau und Sanierung. Erste Projekte sind nun definiert.

Seit einiger Zeit sondieren Unternehmen und Experten im ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich, wie sich trockene Fußbodenaufbauten weiterentwickeln können um hohen Trittschallschutz-Anforderungen gerecht zu werden. Denn:

  • Vorgefertigte, trockene und kreislauffähige Fußbodensysteme mit gutem Trittschallschutz werden im mehrgeschossigen Hochbau stark nachgefragt – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung.
  • Während bei Wandlösungen die industrielle Vorfertigung bereits etabliert ist, besteht bei Deckensystemen noch großes Entwicklungs- & Innovationspotenzial.
  • Das Themenfeld ist komplex, eine Zusammenarbeit ist erforderlich.
  • Das Forschungsprojekt "Schall.Holz.Bau III" im ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ hat gezeigt, wie solche Systeme aussehen können und welche bauakustischen Leistungen – bis hin zur Komfortklasse A – möglich sind.

Gemeinsam zu zukunftstauglichen Systemlösungen

Aufgrund dieses Forschungs- und Entwicklungsbedarfes startete ein Kernteam im Cluster die Initiative „Future Floor Systems“: Unternehmen und Organisationen gestalten gemeinsam die Zukunft nachhaltiger Bodensysteme praxisnah, marktorientiert und branchenübergreifend. Die Initiative unterstützt die Bauwirtschaft dabei, Systemlösungen und erforderliche Tools zu entwickeln, fehlende Daten zu generieren sowie Forschungsergebnisse in marktfähige Lösungen zu übertragen. Ziel ist es, neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Die Initiative wird koordiniert vom ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ in Kooperation mit TU Wien, Institut für Werkstofftechnologie, Bauphysik und Bauökologie, Forschungsbereich BauphysikTGM Versuchsanstalt Akustik & BauphysikACOM ResearchKOPPELHUBER² und Partner ZT OG sowie dem VÖTB.

Mit Innovationsworkshops zu den Handlungsfeldern und zu konkreten Projekt-Ansätzen

In einem ersten Innovationsworkshop im Dezember 2025 widmeten wir uns mit interessierten Vertreterinnen und Vertreter von Baukomponentenherstellern, aus Bauausführung und Auftraggeberseite den Fragen: 

  • Wer sind die Akteurinnen und Akteure?
  • Was liegt am Tisch?
  • Wohin wollen wir gemeinsam?
  • Welche Beiträge will/kann jeder leisten?
  • Wie kommen wir gemeinsam ins Tun?

Daraus identifizierten wir Handlungsfelder - siehe: Initiative "Future Floor Systems" gestartet

Um in die Umsetzung zu kommen, konzipierte das Kernteam in weiterer Folge aus den Handlungsfeldern konkrete Projektvorschläge. In einem zweiten Innovationsworkshop reflektieren wir diese mit der Interessensgruppe aus der Wirtschaft. Konkret werden nun folgende Projektideen weiterverfolgt.

  • „Akustische Sanierung von Bestandsdecken mit Trockenestrich“ – Musterlösungen für den österreichischen Gebäudebestand: trocken, schnell, bauakustisch wirksam (Lead: TU Wien)
  • „Prognosemodelle für leichte Estrichsysteme – Schließung normativer Lücken“ – valide Berechnungsgrundlagen für die bauakustische Performance von Trockenestrichsystemen, ÖNORM EN 12354 und ÖNORM 8115-4 (Lead: TU Wien)
  • „Auralisierung bauakustischer Performance im parametrischen Gebäudemodell“ – bauakustische Kennwerte nicht nur berechnen, sondern direkt im 3D-Planungsmodell hörbar machen (Lead: TU Wien)
  • „All-In-One-Schüttung MonoFloor – Materialentwicklung“ – Entwicklung eines Materials, das, in einem einzigen Arbeitsschritt aufgebracht, die Funktion von Schüttung, Dämmung und Estrich erfüllt (Lead: TGM Versuchsanstalt)

Auch Sie wollen einen Beitrag leisten?

In Arbeitsgruppen bearbeiten wir nun gemeinsam die Projektansätze mit dem Ziel, in eine spätere Projektumsetzung kommen. Unternehmen aus den oben genannten Bereichen sind eingeladen, sich an der Initiative zu beteiligen. Die Mitarbeit in der Initiative ist kostenfrei. Die Beteiligung an der späteren Projektumsetzung wird je nach Projektart mit Kosten und Aufwänden verbunden sein.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Michaela Smertnig

Clustermanagerin Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich
E: m.smertnig@ecoplus.at