Innovation Award 2025/26: Top-Projekte ausgezeichnet
Der Innovation Award der Forschungscommunity am ecoplus Technopol Wiener Neustadt setzt seit vielen Jahren wichtige Impulse für die Weiterentwicklung vielversprechender Innovationen bis zur Marktreife und trägt zur Identifikation potenzieller Hightech‑Start-ups bei. Im Zentrum steht die wirtschaftliche Verwertbarkeit innovativer Entwicklungen und Forschungsergebnisse. In vier Kategorien zeichnete eine Fachjury kürzlich herausragende Projekte aus. Die Themenfelder der prämierten Innovationen reichen vom Upcycling von Aluminiumabfällen über Weltraum‑ und Luftfahrttechnologien bis hin zu sozialen Anwendungen.
Zur Teilnahme am Innovation Award wurden innovative Personen und Teams der HTL und FH Wiener Neustadt, aus den F&E-Einrichtungen und Universitäten mit Sitz am ecoplus Technopol Wiener Neustadt sowie Spin-off Vorhaben bei Unternehmen, die am ecoplus Technopol Wiener Neustadt sowie am SpaceHub Schwechat angesiedelt sind, eingeladen. Organisiert wurde der Innovation Award von tecnet, accent, ecoplus und der FH Wiener Neustadt.
„Im Rahmen des Innovation Awards wurde eine beeindruckende Fülle an Innovationen präsentiert. Anwendungsorientierte Forschung und Lösungen, die den Menschen unmittelbar zugutekommen, standen im Mittelpunkt. Ich gratuliere allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ganz besonders aber den Gewinnerinnen und Gewinnern. Mein Dank gilt auch dem gesamten Organisationsteam von ecoplus, der FH Wiener Neustadt, accent und tecnet für diesen wichtigen Impuls in Richtung Start‑up‑Förderung und Schaffung neuer Arbeitsplätze“, betont Gemeinderat Wolfgang Horvath in Vertretung von Bürgermeister Klaus Schneeberger.
Innovations- und Forschungshotspot Wiener Neustadt
Im Rahmen des NÖ Innovationsökosystems vernetzt ecoplus Forschungsinstitute, Ausbildungseinrichtungen und Unternehmen an den vier Technopolstandorten, um die wirtschaftliche Verwertung von Forschung zu stärken. „Der Innovation Award am ecoplus Technopol Wiener Neustadt ist dabei ein zentraler Impulsgeber für den Transfer von innovativen Ideen bis hin zur Marktreife und zur Identifikation potenzieller Hightech‑Start-ups. Erstmals wurde ein inhaltlicher Schwerpunkt auf die Bereiche Luft‑ und Raumfahrt sowie Sicherheit & Resilienz gelegt, die an den ecoplus Technopolen thematisch verankert sind. Den Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich herzlich und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg“, so Claus Zeppelzauer, ecoplus Prokurist und Bereichsleiter Unternehmen & Technologie.
tecnet versteht sich als zentrale Drehscheibe für Forschungseinrichtungen mit Innovationsfokus und begleitet Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler Schritt für Schritt – von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Positionierung am Markt. Sophie Egger, Technologietransfer Managerin bei tecnet, erklärt: „Im Fokus steht für uns, frühzeitig ein Gespür für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzungspotenziale von Forschung zu vermitteln. Mit unseren ,research‑to‑value next' (r2v next) Trainings, Workshops und Coachings unterstützen wir gezielt dabei, Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen zu überführen und unterschiedliche Verwertungswege sichtbar zu machen.“
Der accent Inkubator unterstützt technologieorientierte Gründungsvorhaben in Niederösterreich und begleitet Teams auf ihrem Weg von der Idee bis zum skalierbaren Unternehmen. accent Projektmanagerin Doris Steinacher ergänzt: „Als Hightech-Inkubator des Landes Niederösterreich sehen wir großes Potenzial darin, vielversprechende Gründungsideen möglichst früh zu erkennen und weiterzuentwickeln. Umso mehr freut es uns, dass sich der Innovation Award erfolgreich etabliert hat.“
„Als Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt freut es mich besonders, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche hochwertige Innovationsprojekte unserer Studierenden beim Innovation Award eingereicht wurden. Als Hochschule unterstützen wir Studierende, Alumni sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, Innovationen in Wirkung zu bringen und sich in einer sich wandelnden Arbeitswelt verantwortungsvoll zu entfalten. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Innovationskraft, unternehmerischem Denken und Resilienz“, informiert Axel Schneeberger, Geschäftsführer FH Wiener Neustadt.
Die Siegerprojekte 2026
Der Innovation Award wird durch eine Fachjury in drei Fach-Kategorien vergeben, die Fachhochschule Wiener Neustadt vergibt zusätzlich den FH-Innovationspreis. Dotiert ist der Innovation Award mit € 1.500 pro Kategorie. Die Preise wurden gestiftet von ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, der tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH, accent Inkubator GmbH sowie der Fachhochschule Wiener Neustadt GmbH. Die Preisgelder vom ecoplus Technopol Wiener Neustadt werden aus dem „NÖ Innovationsökosystem“ bereitgestellt, das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Landes Niederösterreich kofinanziert wird.
Kategorie: Start-Up – innovative Geschäftsideen (Sponsor: accent Inkubator)
- Upcycling von Aluminiumabfällen: Das Hightech‑Startup M‑Chem spezialisiert sich auf die Herstellung von hochreinem Aluminiumoxid (HPA) aus verfügbaren Aluminium‑Abfallstoffen wie Verpackungen, Altaluminium oder Produktionsschrott. Das hergestellte Aluminiumoxid dient als kritischer Rohstoff für Lithium‑Ionen‑Batterien, Halbleiter, LED‑Industrie sowie für Hochleistungskeramiken. Im Mittelpunkt steht dabei die nachhaltige Kreislaufwirtschaft: Durch Upcycling wird aus Abfall ein hochwertiges Produkt.
- Bernhard Müller, M-Chem
Kategorie: Innovative technische Lösungen (Sponsor: tecnet equity)
- Eco-Tribology for Air and Space: The Green MXenes Revolution: In der Luft- und Raumfahrt verursachen technische Fehler rund 20 Prozent der Unfälle und beeinflussen die Kosten und Sicherheit. Mechanische Systeme müssen unter extremen Umweltbedingungen (Temperatur, Druck, Vibrationen etc.) zuverlässig funktionieren. Dafür werden feste Schmierstoffe benötigt. MXene‑Materialien gelten hier als vielversprechende Schmierstoffe der nächsten Generation mit erheblichem Wachstums‑ und Marktpotenzial.
- Marco Piljevic, AC2T research GmbH
Kategorie: Innovationen und Kooperation: innovative kooperative Lösungen (Sponsor: ecoplus Technopol Wiener Neustadt)
- High-Accuracy Positioning System For Dynamic Constructions Environments: Baustellentaugliche Roboter müssen hohe Genauigkeit und Robustheit gewährleisten. Das System erreicht die geforderte Genauigkeit mittels Ultraschalltechnik, ist sicher und widerstandsfähig gegenüber allen typischen Baustellenbedingungen und kalibriert sich innerhalb weniger Minuten automatisch. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Routenführung in komplexen Umgebungen bis hin zu einem Echtzeit‑Überblick über Maschinen, Arbeitskräfte und Werkzeuge.
- Itman Alam und Akos Papp, HTL Wiener Neustadt
- Modular Space Infrastructure for High-Energy Missions: Das neuartige, modular konfigurierbare System für Weltraum‑ und Satellitenanwendungen eignet sich insbesondere für Bereiche mit hohem Energiebedarf – etwa Energie‑ und Datenspeicherung, In‑Orbit‑Produktion oder energieintensive Experimente. Anstelle von Satelliten in Würfel-Form wird auf flache Module gesetzt. Es handelt sich um ein Projekt einer Einrichtung am Sitz des Award-Kooperationspartners SpaceHub Schwechat.
- Lili Eichinger, Hamza Shehadeh, Maxim Mommerency
Kategorie: FH Innovationspreis in Höhe von € 1.500
Der Preis wurde auf zwei Projekte aufgeteilt:
- Morphing Wing: Während eines Fluges durchläuft ein Flugzeug mehrere Phasen – vom Start über Steigflug und Reiseflug bis hin zu Sinkflug und Landung. In diesen Abschnitten verändern sich sowohl Geschwindigkeitsbereiche als auch Umgebungsdruck. Um für jede Flugphase eine optimale Flügelform bereitzustellen, wird eine sich veränderliche Flügelform ohne mechanische Klappe oder Spoiler vorgestellt. Die durchgängige Flügelform über alle Bereiche optimiert Flugverhalten und Treibstoffverbrauch
- Meryem Alizade, Hilal Bouaoud, Juri Sukhorukov, Studierende FH Wiener Neustadt
- amara. Ein Licht für die Erinnerung: Zum Thema Resilienz wurde das Projekt „amara. Ein Licht für die Erinnerung – Die Evolution der Trauerkultur durch Innovation und Licht“ präsentiert. Mit einer technischen und nachhaltigen Lösung, die auf biologisch abbaubaren Kunststoffen, regionaler Wertschöpfung und sozialem Fokus basiert, werden mehrere EU‑weit geltende Sustainable Development Goals adressiert.
- Markus Bareuther, Studierender FH Wiener Neustadt
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