Rotary-Science Award 2026 würdigt exzellenten Forschungsnachwuchs am Technopol Tulln
Mit der Verleihung des Rotary Club Tulln Science Award 2026 wurde einmal mehr die hohe wissenschaftliche Qualität am Forschungsstandort Tulln sichtbar: Drei herausragende junge Forscherinnen wurden für ihre innovativen Arbeiten ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 8. Juni 2026 statt und unterstreicht die Dynamik und Zukunftsorientierung des Technopol Tulln.
Aus insgesamt 34 Einreichungen wurden Arbeiten prämiert, die eindrucksvoll die Bandbreite der Forschung am Campus Tulln widerspiegeln – von nachhaltigem Kunststoffrecycling über medizinische Modellentwicklungen bis hin zu klimaresilienter Landwirtschaft.
Der erste Platz ging an Chiara Siracusa (BOKU), die ein enzymatisches Verfahren zur Wiederverwertung von Kunststoffen entwickelte und damit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leistet. Regina Holzer (FHWN/Vetmeduni) belegte Platz zwei mit innovativen 3D-Modellen zur Erforschung von Darmerkrankungen. Katrin Herbst (FHWN) wurde für ihre KI-gestützte Forschung zur Früherkennung von Pflanzenstress ausgezeichnet, die neue Perspektiven für eine klimaresiliente Landwirtschaft eröffnet.
Technopol Tulln: Biotechnologie in enger Vernetzung
Der Erfolg dieser Projekte ist eng mit den besonderen Rahmenbedingungen des Technopol Tulln verknüpft. Am ecoplus Standort arbeiten über 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer einzigartigen Vernetzung von Forschung, Lehre und Wirtschaft.
Diese enge Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Fachhochschulen und innovativen Unternehmen schafft ein Umfeld, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse rasch in wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Anwendungen überführt werden. Gerade im Bereich der Biotechnologie – von Umweltbiotechnologie über industrielle Prozesse bis hin zu Agrar- und Lebensmittelinnovationen – zählt Tulln damit zu den führenden Standorten in Österreich.
Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen exemplarisch, wie stark die Forschung am Standort auf aktuelle Herausforderungen ausgerichtet ist: Ressourcenschonung, Gesundheit und Klimaanpassung sind zentrale Themen, an denen Wissenschaft und Betriebe gemeinsam arbeiten.
Nachwuchsförderung als Schlüssel für Innovation
Ein wesentliches Ziel des Science Awards ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs sichtbar zu machen und zu fördern. Gerade junge Forscherinnen und Forscher bringen neue Ideen, Methodenkompetenz und interdisziplinäre Ansätze ein – entscheidende Faktoren für die Innovationskraft eines Standorts.
Für den Technopol Tulln ist diese Nachwuchsförderung von strategischer Bedeutung: Sie sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Biotech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Gleichzeitig stärkt sie die Attraktivität des Standorts für internationale Kooperationen und hochqualifizierte Fachkräfte.
Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft
Der Rotary Club Tulln verfolgt mit dem Science Award das Ziel, Wissenschaft stärker in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken und den Austausch zwischen Forschung und Wirtschaft zu fördern.