Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
30. Juni 2026

Wo Kooperation Boden gewinnt

In der Initiative „Future Floor Systems“ zeigen Unternehmen und Forschung im Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ Innovationspotenziale für Bodensysteme der Zukunft auf.

Vorgefertigte, trockene und kreislauffähige Fußbodensysteme mit hohem Trittschallschutz gewinnen im mehrgeschossigen Hochbau an Bedeutung – im Neubau ebenso wie in der Sanierung. Gleichzeitig bestehen in Planung, Bewertung und Umsetzung noch offene Fragen. Hier setzt „Future Floor Systems“ an: Die Initiative zeigt, wo Innovationspotenziale liegen und welche Themen für Unternehmen, Forschung und Baupraxis besonders relevant sind.

Im Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ kommen dafür Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Fachorganisationen zusammen. Gemeinsam wurden die letzten 6 Monate Entwicklungsfelder identifiziert, fachliche Fragestellungen geschärft und Projektansätze strukturiert. Der Cluster koordiniert den Prozess und schafft den Rahmen für Austausch und Kooperation.

Fünf Projektansätze zeigen die Bandbreite

Fünf Projektansätze zeigen die Bandbreite der gemeinsamen Arbeit – von bauakustischen Fragestellungen über digitale Planungsgrundlagen bis zu neuen Materialideen:

  • Akustische Sanierung von Bestandsdecken mit Trockenestrich
  • Prognosemodelle für leichte Estrichsysteme und das Schließen normativer Lücken
  • Digitale Bauteilbibliothek für Deckenkonstruktionen – parametrisch, multidisziplinär und BIM-fähig
  • KI-gestützte Auralisierung von Trittschall und Luftschallübertragung
  • „MonoFloor“ – eine All-in-One-Schüttung als Materialentwicklung für akustisch wirksame, tragfähige und kreislauffähige Systeme

Aktueller Umsetzungsstand

Im nächsten Schritt werden zwei Themen vertieft: die „akustische Sanierung von Bestandsdecken“ mit Trockenestrich sowie „Prognosemodelle für leichte Estrichsysteme“. Dazu bereitet das Initiativenteam konkrete Projekte vor. Interessierte Unternehmen können sich beteiligen. 

„Future Floor Systems“ zeigt damit, wie Kooperation Innovationspotenziale sichtbar macht: Unternehmen bringen Markt- und Anwendungsperspektive ein, Forschungspartner methodisches und technisches Know-how. So entstehen tragfähige Ansatzpunkte für die weitere Bearbeitung konkreter Fragestellungen aus der Baupraxis.

Kooperation als Ausgangspunkt

Die Initiative wird vom ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich koordiniert und in Kooperation mit TU Wien, TGM Versuchsanstalt Akustik & Bauphysik, ACOM Research, KOPPELHUBER² und Partner ZT OG, Holzforschung Austria sowie dem VÖTB umgesetzt. Interessierte Unternehmen können sich weiterhin einbringen.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Michaela Smertnig

Clustermanagerin Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich
E: m.smertnig@ecoplus.at