Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
26. Februar 2026

Reset - Neue Impulse die Energiewende im ländlichen Niederösterreich

Mit dem Projekt RESET – Renewable Energy Solutions for Efficiency and Transition, geleitet von BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH, startete in diesem Jahr eine breit angelegte Initiative für nachhaltige, dezentrale Energieversorgung im ländlichen Raum Niederösterreichs. Das Projekt wird durch die Förderinitiative 100% Erneuerbare-Energie-Reallabore vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) initiiert und gemeinsam mit der FFG und dem Klima und Energiefonds gefördert. Im Projekt werden digitale sowie sozial-integrative Methoden weiterentwickelt, um die Voraussetzungen für eine 100% erneuerbare Energieversorgung zu schaffen.  Darauf aufbauend sollen in mehr als 85 Gemeinden integrierte Lösungen für erneuerbare Energie, Energieeffizienz und systematische Sektor-Kopplung mittel – langfristig umgesetzt werden.

Das Reallabor ENSET vereint zwei Teilprojekte: Das Leitprojekt RESET unter der Führung von BEST – Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH entwickelt technologische und systemische Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung. Parallel dazu schafft das von eKUT GmbH geleitete Innovationslabor ENSET Raum für Erprobung, Beteiligung und Co-kreative Entwicklung direkt in den Regionen. Hier werden innovative Ansätze getestet, angepasst und gemeinsam mit lokalen Akteuren weiterentwickelt.

Regionale Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn regionale Besonderheiten berücksichtigt und lokale Akteure aktiv eingebunden werden. Die Zersiedelung stellt den Ausbau von Stromnetzen vor ökonomische Herausforderungen, und auch die Gebäudesanierung kommt oft nicht optimal voran. Daher arbeitet ENSET eng mit zahlreichen Kommunen und regionalen Initiativen zusammen. Zu den LOI-Partnern zählen die Bezirke und Gemeinden Tulln, Melk, Zwettl, Gmünd, Waidhofen/Thaya, das Retzer Land und Wieselburg, außerdem regionale Netzwerke wie die Klimawandelanpassungsmodellregion Südliches Waldviertel sowie die LEADER-Region Mostviertel-Mitte. Gemeinsam sollen regionale Energiepotenziale erhoben, erneuerbare Technologien erprobt und effiziente Versorgungsmodelle für Haushalte, Betriebe und Gemeinden entwickelt werden.

Von der Forschung zur Umsetzung: Energielösungen mit Vorbildcharakter

Durch die enge Einbindung der Bevölkerung sowie regionaler Stakeholder entstehen Modelle und Konzepte, die nicht nur technisch innovativ, sondern auch sozial verankert sind. Die Erkenntnisse aus dem Projekt fließen in nachhaltige Energie- und Versorgungskonzepte ein, die künftig als Best-Practice-Beispiele für andere ländliche Regionen dienen können. Zahlreiche wissenschaftliche Partner und regionale Organisationen tragen darüber hinaus zur inhaltlichen Stärke des Projekts bei. Der ecoplus Technopol Wieselburg stellte eine Unterstützungsklärungen für das Projekt und kann so helfen den Zugang zu regionalen Bedarfsträgern zu erleichtern, weiters wird über das Projekt in regelmäßigen Vernetzungstreffen wie dem Technopolfrühstück berichtet.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Klaus Nagelhofer