Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
30. März 2026

Lange Nacht der Forschung in Niederösterreich

Am 24. April 2026 findet wieder das größte Event für Wissenschaft und Forschung in ganz Österreich statt. Im ganzen Land öffnen Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie forschende Unternehmen ihre Türen und ermöglichen Besucherinnen und Besuchern einen Blick hinter die Kulissen. In Niederösterreich kann an 34 Standorten bei über 300 Stationen von mehr als 100 Institutionen Spannendes über die unterschiedlichen Forschungsfelder entdeckt werden. Bei freiem Eintritt tauchen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die niederösterreichische Welt der Wissenschaft ein.

„In Niederösterreich hat Spitzenforschung einen festen Platz. Die Lange Nacht der Forschung macht für alle Interessierten sichtbar, woran unsere Forschungseinrichtungen aktuell arbeiten und welche Innovationen hier entstehen. Ein wichtiges Anliegen ist es uns, jungen Menschen die Welt der Wissenschaft näherzubringen und sie für eine Karriere in Forschung und Technik zu begeistern. Denn nur mit Forschergeist und innovativen Ideen schaffen wir die beste Zukunft für unsere Kinder“, erläutert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

In Niederösterreich wartet bei der Langen Nacht der Forschung ein vielfältiges Programm auf alle Wissenschaftsinteressierten. In Asparn an der Zaya, Baden, Melk, Klosterneuburg, St. Pölten, Ybbs-Persenbeug und an den ecoplus Technopolen in Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg können Besucherinnen und Besucher von 17 bis 23 Uhr bei Mitmachstationen selbst Experimente durchführen, faszinierenden Vorträgen lauschen und viele weitere Highlights mehr erleben.

„Die Lange Nacht der Forschung zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und praxisnah in Niederösterreich geforscht wird. Mit Maßnahmen wie dem Forschungsfest, der Science Academy oder dem Science Center in Tulln haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Impulse gesetzt, um Wissenschaft für die Menschen erlebbar zu machen. Genau dieses Verständnis von Offenheit und Zugänglichkeit spiegelt sich auch in den zahlreichen Stationen der Langen Nacht wider: Forschung wird greifbar, verständlich und zeigt, welchen Beitrag sie leistet, um das Leben leichter und das Zusammenleben besser zu machen.“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Wer gerne mehr über die Arbeit von Archäologinnen und Archäologen erfahren möchte, sollte Asparn an der Zaya einen Besuch abstatten. Hier kann man selbst in die Rolle von Restauratorinnen und Restauratoren schlüpfen, lernen wie man das Alter archäologischer Funde bestimmt und was uns diese über das Leben in der Vergangenheit erzählen können.

In Baden und in Melk gibt die Pädagogische Hochschule einen Einblick in ihre Forschungsprojekte. Besucherinnen und Besucher können an den Stationen in Baden die Welt der Mathematik haptisch kennenlernen, durch Logik- und Brettspiele Computational Thinking entdecken oder über chemische Experimente bringt Staunen. Wer sich für den Bereich des Programmierens und der Robotik interessiert, sollte die Stationen in Melk nicht verpassen. Kinder können an diesem Standort selbst Programmierungsmethoden ausprobieren.

Am Institute of Science an Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg können Neugierige am VISTA Science Experience Center unter anderem die Führung „Meet the Scientist“ besuchen. Zusätzlich gibt es für Kinder und Familien ein abwechslungsreiches Mitmach-Programm, bei dem experimentiert, gerätselt und spielerisch geforscht werden darf. Wer das Universum erkunden möchte, hat vor Ort die Gelegenheit im AstroLab einfache Experimente zu Licht und Schwerkraft durchzuführen und ein eigenes Mini-Spektroskop zu basteln. Einen Bilck in den Sternenhimmel bietet die Live-Schaltung zu Österreichs größten Spiegelteleskop am Leopold Figl – Observatorium.

In St. Pölten wird die Faszination für Wissenschaft und Forschung an mehreren Standorten geweckt. Ein vielfältiges Programm wartet beim TechCenter der EGGER Holzwerkstoffe, am Campus St. Pölten, im Museum Niederösterreich und beim Standort der Katholischen Hochschule auf alle Wissbegierigen. Wer sich für Natur und Geschichte interessiert, sollte das Museum Niederösterreich besuchen. An der University of Applied Sciences St. Pölten (USTP) bringt die Wissenschaftsshow mit Elisabeth Oberzaucher von den Science Busters auf unterhaltsame Weise Wissenschaft und Forschung den Zusehenden näher. Zudem können Besucherinnen und Besucher im Steampunk-Mystery-Escape-Room testen, wie schnell sie die Ausbreitung eines Virus stoppen können.

Wie wird Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen? Diese Frage wird beim VERBUND Wasserkraftwerk Ybbs-Persenbeug beantwortet. Der Blick hinter die Kulissen zeigt, wie durch die Kraft der Donau Strom entsteht, 3D-Druck für Turbinen eingesetzt wird und Fischen der Aufstieg über das Kraftwerk erleichtert wird.

Am ecoplus Technopol in Krems liegt ein Fokus auf den Themen Gesundheit und Medizin. Alle angehenden Ärztinnen und Ärzte können ihre Fähigkeiten wie Blutabnehmen oder Wunden Nähen im Skills Lab der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften trainieren. Daneben kann man mehr darüber erfahren, wie Allergien entstehen, was Bouldern mit psychischer Gesundheit zu tun haben könnte, wie ingenieurwissenschaftliche Methoden im medizinischen Bereich genutzt werden und welche Bedeutung die Qualität unseres Wassers für die Gesundheit hat.

Abwechslungsreiche Stationen bietet der ecoplus Technopol in Tulln bei der Langen Nacht der Forschung. Themenschwerpunkte bilden hier die Felder Biotechnologie, Nachhaltigkeit und der Klimawandel. Es werden unterschiedliche Verfahren gezeigt, wie aus vermeintlichem Abfall neue Materialien erzeugt werden, wie CO₂ selbst wiederverwendet werden kann und wie Pflanzen mit zunehmender Trockenheit umgehen. Zudem wird bei Live-Materialtests die Leistungsfähigkeit von neuen nachhaltigen Werkstoffen auf die Probe gestellt.

Das Angebot des ecoplus Technopol in Wiener Neustadt sollten sich alle Luft- und Raumfahrtfans nicht entgehen lassen. Bei Diamond Aircraft Aviaticum können Motorenmodelle, verschiedene Flugzeugtypen und das Material für den Flugzeugbau bestaunt werden. Daneben wird ein Einblick in die Schnittstelle von Forschung und Weltraumtechnik im ESA-Lab Austria geboten. Studierende der FH Wiener Neustadt entwickeln, fertigen und testen hier selbst Satelliten und die dafür notwendige Technologie.

Fragen zur Welt der Natur werden am ecoplus Technopol in Wieselburg behandelt. Das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal präsentiert, wie Forschung im UNESCO-Weltnaturerbe aussieht. Darüber hinaus wird erklärt, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen könnte und was digitale Technologien damit zu tun haben. Wer in den Themenbereich Wasser eintauchen möchte, kann die Stationen des Bundesamtes für Wasserwirtschaft besuchen. Dort werden unter anderem verschiedene Bodenproben ausgestellt und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten Wasser zu speichern demonstriert.

Im Rahmen der Programmpräsentation der Bundesministerien BMFWF, BMIMI und MWET fand in der Postsparkasse in Wien eine Pressekonferenz statt, bei der auch eine Highlight‑Station aus Niederösterreich vorgestellt wurde. An der Station der FOTEC – Forschungs‑ und Technologietransfer GmbH, die am ecoplus Technopol Wiener Neustadt angesiedelt ist, konnten Interessierte ein chemisches Raketentriebwerk aus nächster Nähe erleben. Der Link führt direkt zur Bildergalerie.

Die Lange Nacht der Forschung findet alle zwei Jahre österreichweit statt und wird in Niederösterreich von der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes Niederösterreich und ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes, gemeinsam organisiert. Das detaillierte NÖ-Veranstaltungsprogramm und alle Informationen zu den teilnehmenden Forschungseinrichtungen, Institutionen und Unternehmen finden Sie unter: www.langenachtderforschung.at/noe

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Markus Steinmaßl

Leiter Unternehmenskommunikation
E: m.steinmassl@ecoplus.at