Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
8. Juni 2026

Erster Gewerbe-Schwarmspeicher Österreichs entsteht in Niederösterreich

Beim Betriebsbesuch im ecoplus ecoforum im IZ NÖ-Süd in Wiener Neudorf informierte sich Staatssekretärin Elisabeth Zehetner über Österreichs ersten Gewerbe-Schwarmspeicher. Empfangen wurde sie von Rudolf Schütz, Eigentümer von electrify smart energy, sowie Martin Fassl von der ecoplus-Geschäftsleitung. Ebenfalls anwesend waren der Guntramsdorfer Bürgermeister Robert Weber und der Wiener Neudorfer Bürgermeister Herbert Janschka.

Schwarmspeicher vernetzen mehrere Batteriespeicher zu einem virtuellen Großspeicher. Überschüssiger Sonnenstrom kann dadurch direkt in der Region gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist werden. Das entlastet die bestehende Netzinfrastruktur und hilft, erneuerbare Energie besser nutzbar zu machen.
„Die Energiewende gelingt nur, wenn wir Erzeugung, Netze und Speicher gemeinsam denken. Niederösterreich zeigt hier einmal mehr, wie Innovation in der Praxis funktioniert. Schwarmspeicher verwerten Überschussstrom in der Region, entlasten die Netze und stärken die Versorgungssicherheit“, betont Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.



Schwarmspeicher verwerten den Überschussstrom in der Region
 

Im ersten Schritt werden zehn Batteriespeicher an drei ecoplus-Standorten errichtet: in Wiener Neudorf, Laxenburg und Wolkersdorf. Gemeinsam verfügen sie über eine Kapazität von 2,2 Megawattstunden. Eine Erweiterung in Wolkersdorf auf insgesamt knapp fünf Megawattstunden ist bereits geplant.
„Erst, wenn wir eine Balance schaffen, zwischen dem Ausbau der Erneuerbaren, dem Netzausbau und der verfügbaren Speicherkapazität, wird die Energiewende ein Erfolg - und am Ende können wir uns mehrere Milliarden Euro pro Jahr sparen, die nicht für Diesel, Benzin, Heizöl und Gas in ferne Drittstaaten abfließen. Schwarmspeicher verwerten Überschussstrom in der Region, entlasten die Netze und stabilisieren die Preise – wir sind also überzeugt: Ein Schwarmspeicher ist mehr als die Summe seiner einzelnen Teile“, so Rudolf Schütz, Chairman von electrify smart energy.
 

Begleitet wird das Projekt von einem FFG-Forschungsprojekt gemeinsam mit Netz Niederösterreich. Dabei wird untersucht, wie flexible Netzzugänge und intelligente Speichersteuerung dazu beitragen können, bestehende Netze effizienter zu nutzen.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Markus Steinmaßl

Leiter Unternehmenskommunikation
E: m.steinmassl@ecoplus.at