Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
2. Juli 2026

Erfolgsmodell seit 20 Jahren: Niederösterreich und Oberösterreich setzen im Kunststoff-Cluster auf Kooperation

Der Kunststoff-Cluster zählt zu den bedeutendsten Innovationsplattformen für die Kunststoffbranche und vernetzt Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Bildungspartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Heuer wird ein Jubiläum gefeiert: Seit 20 Jahren arbeiten Niederösterreich und Oberösterreich im Kunststoff-Cluster erfolgreich zusammen. Bei der Jubiläumsfeier der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus und der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria in der Spitzenfabrik in St. Pölten würdigten Cluster, Politik und Gäste diese bundesländerübergreifende Kooperation und richteten den Blick auf die zukünftigen Herausforderungen der Branche. Oberösterreichs Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner eröffnete die Feier per Videobotschaft; Nationalratsabgeordneter Fritz Ofenauer übernahm die Eröffnung vor Ort in Vertretung von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner: „Die Kunststoffbranche ist einer der leistungsstärksten Innovations- und Wirtschaftsmotoren unseres Standorts. In Oberösterreich hat sie eine lange Tradition und ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: 220 Unternehmen mit mehr als 35.000 Beschäftigten erwirtschaften jährlich 12,4 Milliarden Euro Umsatz. Etwa 80 Prozent dieser Betriebe sind Mitglied im Kunststoff-Cluster Oberösterreich. Die Zentren der österreichischen Branche befinden sich aber nicht nur in Ober- sondern auch in Niederösterreich. Daher haben die beiden Bundesländer sehr bald über einen gemeinsam geführten Kunststoff-Cluster gesprochen, um länderübergreifende Kooperationen zu forcieren. Die nunmehr seit 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit zeigt eindrucksvoll, wie ‚Innovation durch Kooperation‘ in der Praxis funktioniert: Durch die enge Verzahnung von Leitbetrieben, innovativen KMU und exzellenten Forschungseinrichtungen konnten zahlreiche zukunftsweisende Projekte umgesetzt und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt werden. Das starke Netzwerk setzt als Vordenker der Branche wichtige Impulse. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen – von Kreislaufwirtschaft über Digitalisierung bis zu den Herausforderungen durch die Transformation der Industrie – zeigt sich: Wer gemeinsam innoviert, gestaltet die Zukunft. Unser gemeinsames Ziel bleibt klar: Diese Erfolgsgeschichten konsequent weiterführen und Österreich als führenden europäischen Lösungsanbieter in der Kunststoffbranche weiter ausbauen.“

Abgeordneter zum Nationalrat Fritz Ofenauer betonte: „In einer sich rasant verändernden Welt sind die Bereitschaft zu ständigem Know-how-Transfer, laufender Weiterentwicklung und hoher Innovationskraft die Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Das 20-jährige Kooperationsjubiläum zeigt, wie stark ein Standort wird, wenn man Kräfte bündelt und gemeinsame Wege geht.“

Starkes Netzwerk für eine starke Branche

Die Veranstaltung spiegelte die thematische Vielfalt der Clusterarbeit wider. In Podiumsdiskussionen wurden zentrale Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts und der Kunststoffbranche beleuchtet. Die Keynote von Roman Szeliga zum Thema „Herzschlagqualität im Zeitalter der KI“ eröffnete neue Perspektiven auf den Faktor Mensch in einer zunehmend technologisierten Welt.

Werner Pamminger, Geschäftsführer Business Upper Austria, informierte: „Der Kunststoff-Cluster wurde 1999 in Oberösterreich gegründet. Die Kooperation mit Niederösterreich 2006 war ein entscheidender Meilenstein. Heute umfasst das Netzwerk österreichweit 330 Partnerunternehmen mit 58.800 Mitarbeitenden und einem Gesamtumsatz von mehr als 20,5 Milliarden Euro. 73 Prozent der Unternehmen sind KMU, zehn Prozent stammen aus dem Ausland. Mit seiner starken industriellen Basis ist der Kunststoff-Cluster ein europaweit anerkanntes Best-Practice-Beispiel für erfolgreiche Clusterarbeit. Die Kooperation mit Niederösterreich hat nicht nur die kritische Masse für Innovation geschaffen, sondern auch neue Impulse für Wissensaustausch und Technologietransfer ermöglicht. In Zukunft werden wir unser Netzwerk noch gezielter auf Themen wie nachhaltige Materialien, Kreislaufwirtschaft und digitale Transformation ausrichten. Wir begleiten die Unternehmen bestmöglich bei diesen Veränderungen und entwickeln gemeinsam innovative Lösungen ‚Made in Austria‘.“

„Unser Erfolgsrezept in der Clusterarbeit heißt ‚Innovation durch Kooperation‘. Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht im Alleingang lösen, sondern nur im Zusammenspiel von Unternehmen, Forschung und Regionen – genau dafür steht die bundesländerübergreifende Kooperation im Kunststoff-Cluster seit 20 Jahren“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Die ecoplus Cluster und Plattformen bilden gemeinsam mit den Technopolen das NÖ Innovationsökosystem, das von ecoplus umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert wird.

Die Bildergalerie zu 20 Jahre Kunststoff-Cluster Kooperation Niederösterreich und Oberösterreich finden Sie hier.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Markus Steinmaßl

Leiter Unternehmenskommunikation
E: m.steinmassl@ecoplus.at