Junger Mann mit dem Handy
westend 61/Uwe Umstätter
28. Juli 2026

Krems Cooperation Research Award vergeben

Schon zum siebenten Mal hat die niederösterreichische Wirtschaftsagentur ecoplus am Campus Krems junge Forschende für herausragende Leistungen geehrt – ein starkes Zeichen für die lebendige Innovationskraft des Technopolstandorts.

Der Krems Cooperation Research Award wird alle zwei Jahre an jene Forscherinnen und Forscher und Studierende vergeben, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen oder Forschungseinrichtungen am Technopol Krems – darunter die Universität für Weiterbildung Krems, die Karl Landsteiner Privatuniversität, die Danube Private University sowie die IMC Krems University of Applied Sciences – wissenschaftliche Arbeiten von besonderer Qualität vorlegen. Die Auswahl trifft eine unabhängige Jury, deren Mitglieder keiner der beteiligten Institutionen angehören.

In der Kategorie „Wissenschaftliche Publikation“ überzeugte Stefanie Weiß (Karl Landsteiner Privatuniversität) mit ihrer in Cancer Letters veröffentlichten Studie über die Kombinationstherapie Atovaquon und Selinexor bei akuter myeloischer Leukämie (AML). Die Kategorie „PhD“ entschied Sophie Edtmayer (Karl Landsteiner Privatuniversität) für sich. Ihre Dissertation widmet sich der Rolle verschiedener STAT3‑Isoformen bei AML. In der Kategorie „Master“ wurde Judith Viñes Rodríguez (IMC Krems) ausgezeichnet. Sie erforschte die funktionelle Charakterisierung des Oberflächenproteins AXL bei Darmkrebs. Der EUSAAT 3R‑Sonderpreis ging an Romana Eisenbock (IMC Krems) für ihre Bachelorarbeit zur Kultivierung limbaler Stammzellen – ein Beitrag zur Weiterentwicklung tierversuchsfreier Methoden.

Alle Preisträgerinnen erhielten eine finanzielle Anerkennung: Weiß, Edtmayer und Viñes Rodríguez jeweils 1.500 Euro, Eisenbock 500 Euro.

Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Forschung am Campus Krems ist:

  • Weiß belegte die Wirksamkeit einer neuartigen Kombinationstherapie, die vor allem älteren Patientinnen und Patienten zugutekommen könnte.
  • Edtmayer konnte mittels eines eigens entwickelten In‑vivo‑Modells nachweisen, dass die β‑Form von STAT3 die Überlebenszeit signifikant verlängert – ein möglicher Schlüssel für künftige Therapieoptimierungen.
  • Viñes Rodríguez zeigte, dass das Blockieren von AXL die Effektivität bestehender Krebstherapien steigern kann.
  • Eisenbock gelang es, limbalen Stammzellen ohne fetales Kälberserum zu kultivieren – ein wichtiger Schritt im Sinne der 3R‑Prinzipien (replace, reduce, refine).

Pharmakologin Dagmar Stoiber‑Sakaguchi, Mitglied des Award‑Komitees, betont die Bedeutung des Preises als „schöne Motivation“ für die Forschenden am Campus Krems. Viele der Ausgezeichneten würden damit erfolgreiche Karrierewege innerhalb und außerhalb der Forschung einschlagen.

Ihr Kontakt für weitere Rückfragen:

Harald Leiter

Technopolmanager
E: h.leiter@ecoplus.at