Brachflächenerhebung bei NÖ Gemeinden gestartet: Neue Chance für Leerstände
Ungenutzte Industrie- und Gewerbeflächen bieten große Potenziale für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Um diese Flächenreserven zu erfassen und für künftige Betriebsansiedlungen nutzbar zu machen, führt das ecoplus Investorenservice derzeit die zweite landesweite Erhebung bei den niederösterreichischen Gemeinden durch. Brachflächen können neu gemeldet oder bestehende Datensätze aus der im Jahr 2023 durchgeführten Erhebung aktualisiert wer den. „Mit unserer Wirtschaftsagentur ecoplus setzen wir einen Fokus auf die Revitalisierung bislang ungenutzter Brachflächen für Betriebsansiedlungen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Erhebung und Bewertung potenzieller Standorte. Unsere Gemeinden können hier einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie sich an der Brachflächenerhebung beteiligen“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
„In Niederösterreich schaffen wir die bestmöglichen Rahmenbedingungen, um wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Dafür braucht es ein Bündel an Maßnahmen. Brachflächen und Widmungsreserven sind wertvolle Ressourcen für die Weiterentwicklung unserer Gemeinden. Die Revitalisierung bestehender Standorte ermöglicht wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, ohne zusätzlichen Boden zu verbrauchen“, unterstreicht Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Erfolgsbeispiel aus dem Weinviertel
Ein aktuelles Beispiel zeigt die Chancen, die sich für Gemeinden durch die Revitalisierung von Brachflächen eröffnen: In Zellerndorf im Weinviertel rückte im Zuge der Brachflächenerhebung das ehemalige Ziegelofengelände als Entwicklungsstandort in den Fokus. Anstatt das Areal weiterhin ausschließlich als Industriebrache zu betrachten, entschied sich die Gemeinde, den Standort im Einklang mit ihrer Gemeindevision weiterzuentwickeln und für neue wirtschaftliche Nutzungen zu öffnen. „Die Brachflächenerhebung des ecoplus Investorenservices macht vorhandene Potenziale sichtbar und unterstützt Gemeinden dabei, Leerstände und ungenutzte Flächen zu aktivieren. Der Aufwand für die Teilnahme ist überschaubar, der Nutzen jedoch beträchtlich: Gemeinden gewinnen einen Überblick über ihre Flächenreserven und schaffen eine wichtige Datengrundlage für zukunftsorientierte Standortentscheidungen“, betont Markus Baier, Bürgermeister von Zellerndorf.
Bereits 2023 führte das ecoplus Investorenservice eine Brachflächenerhebung in den niederösterreichischen Gemeinden durch. „An unserer ersten Erhebung beteiligten sich 386 Gemeinden und meldeten rund 700 gewerbliche, industrielle und touristische Brachflächen mit einer Gesamtfläche von etwa 920 Hektar. Die erhobenen Standorte werden seither verstärkt Unternehmen angeboten, die auf der Suche nach einem neuen Betriebsstandort sind. Darüber hinaus sind im Standortkompass – unter www.standortkompass.at – klimafitte Standorte ohne zusätzlichen Bodenverbrauch filterbar“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki und ecoplus Prokurist Bernhard Ebner.
Weitere Informationen zur Brachflächenerhebung: Die Brachflächenerhebung 2026